Panorama

Beiträge zur Rubrik Panorama

Zum Leserbrief zur B2-Umgehung
Ist es sinnvoll Feuer mit Feuer zu bekämpfen?

In seinem Bestseller „Anleitung zum Unglücklichsein” beschreibt der Psychotherapeut Paul Watzlawick auf amüsante Weise typische Denk- und Handlungsmuster, die uns paradoxerweise immer weiter vom eigentlichen Ziel entfernen. Eine davon nennt er die „Mehr-vom-Selben”-Strategie – also das Festhalten an altbekannten Lösungen, auch wenn diese nachweislich nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Man sucht weiterhin dort, „wo das Licht der Laterne scheint”, anstatt neue Wege zu gehen. Ein solches...

Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Gut dokumentiert

Sie wer’n lachen, aber das schrecklichste Monster liegt nicht nachts unterm Bett, sondern wirkt tagsüber in den Amtsstuben. Es ist das Bürokratiemonster. Viele Branchen und sogar Verwaltungen klagen darüber, dass man sich mit zu vielen Dokumentations- und Zertifizierungspflichten herumschlagen muss. Der Mittelstand in Deutschland verwendet sieben Prozent der Arbeitszeit für bürokratische Prozesse, heißt es in einer Meldung von KfW Research. Das entspricht durchschnittlich 32 Stunden im Monat...

So stand’s im wochenblatt vor 40 Jahren
Erste ALDI-Filiale in Eschenau

Vor 40 Jahren eröffnete ALDI seine erste Filiale im wochenblatt-Land. Dort, wo sich in Eschenau heute der Fränky Getränkemarkt befindet, wurde der „Großraumladen” auf die grüne Wiese gesetzt. Im Hintergrund unseres Fotos aus der wochenblatt-Ausgabe aus dem Jahr 1985 ist das Eckentaler Rathaus zu erkennen.

Zum Leserbrief:
„Geplante Ortsumgehung Forth – Was ist Heimat?”

Nach jahrelangem Stillstand hat nunmehr die zuständige staatliche Planungsbehörde Nürnberg – nach positiver Verabschiedung durch den Eckentaler Gemeinderat sowie in Abstimmung mit den übergeordneten Landes- und Bundesbehörden – einen detaillierten Plan für die Umgehungsstraße B2 vorgelegt. Dabei sind sämtliche Interessen und Anforderungen der Anwohner an einen optimalen Lärmschutz, der Wunsch von Radfahrern für einen sicheren Radweg, die Anlage von Bewirtschaftungswegen für die Bauern und die...

Leserbrief
Gaumenschmaus und Augenweide

Wir sind begeistert und möchten unsere Begeisterung gerne mit den wochenblatt-Leserinnen und -Lesern teilen. Vielleicht waren Sie ja schon einmal in den letzten Monaten im „Schwan” in Eschenau? Wir waren vor kurzem zum ersten Mal dort: Frische Falafel und Döner mit mehreren selbstgemachten Hummus-Dips, ganz verschieden im Geschmack, alle selbst aus frischen Zutaten zubereitet und liebevoll mit Beilagen auf dem Teller angerichtet. Durch die verschiedenen Farben nicht nur ein Gaumenschmaus,...

Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Quietschvergnügt am Grill

Sie wer’n lachen, aber so ein Grill dient nicht nur der Speisenzubereitung, er fördert auch die Kommunikation. Man lernt dazu. Neulich erzählte mir ein gestandener Mann norddeutscher Herkunft mit der Grillzange in der Hand, warum er vor Jahrzehnten in Franken hängen geblieben ist. Es waren die zwei weichen B: Bier und Broudwöschd. Beides gebe es in dieser Vielfalt und Qualität nur in Franken. Seine Gattin stand allerdings außer Hörweite, ihr Vorname beginnt mit G. Ein anderer lebenserfahrener...

Leserbrief
Geplante Ortsumgehung Forth – Was ist Heimat?

Nicht nur aufgrund der kürzlich erschienenen Leserbriefe, verdichten sich die Zeichen, dass es mit der Planfeststellung für die Ortsumgehung Forth langsam ernst wird. Vor dem Hintergrund des immensen Flächenfraßes, gerade auch in Eckental, frage ich mich schon länger, wie das zum Bewahren der Heimat passt. Die Heimat wird (zurecht) von den konservativen Entscheidungsträgern in der Öffentlichkeit immer wieder als so wichtig und erhaltenswert dargestellt. Auch im Rahmen des Neujahrsempfanges der...

Die große Spinnenragwurz (Ophrys sphegodes) in ihrem Habitat, dem Kalkmagerrasen. | Foto: Walter Hufnagel
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GENAU HINGESCHAUT
Unscheinbare Seltenheit – die Spinnenragwurz-Orchidee

Die Orchideensaison hat begonnen. Nahezu alle Knabenkraut-Arten sind bereits erblüht und als eine der ersten Ragwurz-Arten prangt die Spinnenragwurz mit ihrer zurückhaltenden Schönheit in wenigen fränkischen Trockenhängen. Die zu der Gattung Ophrys (Ragwurz) zählende, seltene heimische Orchidee, hatte lange Zeit zwei wissenschaftliche Bezeichnungen. Der griechische Name sphegodes bedeutet „wespentragend” und bezieht sich auf die Zeichnung und Form der Blüte. Der nicht mehr angewandte...

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Eckentaler Archivgeschichten
Der Wasenmeister von Forth

Heute ist der Begriff „Abdecker” vielen nicht mehr geläufig und noch weniger die noch ältere Bezeichnung „Wasenmeister”. Die Arbeit des Wasenmeisters oder Abdeckers bestand in der Abholung toter oder der Tötung kranker Tiere sowie ihrer Verarbeitung und Beseitigung. Wie man sich denken kann, brachte diese Arbeit übelste Gerüche mit sich, weshalb die Abdecker abseits von Ortschaften angesiedelt wurden. In den Quellen des Eckentaler Archivs taucht der Abdecker das erste Mal auf einem Plan von...

Zum Leserbrief:
„Pferde sind mir sympatisch!”

Sehr bedauerlich finde ich, dass ein paar harmlose Pferdeäpfel auf Straße oder Weg mehr stören, Aufsehen und Unmut erregen, als der von Menschen vielerorts hinterlassene Müll und die durch Menschenhand angerichteten gefährlichen Zerstörungen in der Natur. Die an unserer Natur angerichteten Schäden sind zwischenzeitlich leider irreparabel, was sich durch jährlich steigende Temperaturen und das Aussterben vieler Arten beweisen lässt. Warum bitte stört das scheinbar niemanden? Monika Eisele

zum Leserbrief „Politische Kirche” von A.M.Gruner
Ins Gespräch kommen

Im Leserbrief „Die politische Kirche” äußerte sich der Verfasser skeptisch bezüglich gesellschaftspolitischer Positionierungen der Kirchengemeinde St. Margaretha, die ihm beim Wählen (die Kirchenräume wurden als Wahllokal zur Verfügung gestellt) ins Auge gefallen waren und die er als möglichen Beeinflussungsversuch während der Wahl – und damit als Verletzung der Trennung von Staat und Kirche empfunden hatte. Zunächst finden wir es sehr gut, dass der Verfasser das Forum des wochenblatts und den...

Leserbrief
Zum Artikel „Die Jüdische Geschichte Forths ...”

Ich möchte der wochenblatt-Redaktion meinen Glückwunsch zum sehr gelungenen Ergebnis des Schülerpraktikums-Projektes – dem Artikel über jüdisches Leben in Forth – ausdrücken. Ein wirklich sehr interessanter und bewegender Artikel, der die Brücke von der Geschichte zur Gegenwart schlägt – mit den nötigen Warnungen über die gegenwärtigen antisemitischen Entwicklungen. Martin Kloha, Heroldsberg

Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Ciao Francesco

Sie wer’n lachen, aber man muss „nur” sterben – dann kommen alle und zeigen, wie wichtig man ihnen war. So wie bei Jorge Mario Bergoglio aus Buenos Aires. Der ehemalige Türsteher, Hausmeister und Chemietechniker trat dem Jesuitenorden bei, wurde katholischer Priester, Erzbischof, Kardinal und ein ziemlich sympathischer, hoch angesehener Papst. Derzeit kann man durch die ausführliche Berichterstattung über das Ableben und die Bestattung des Bischofs von Rom viel dazulernen. Zum Beispiel hatte...

Zum Leserbrief „politische Kirche” von A.M. Gruner
Pflicht, sich zu bekennen

Der Autor des Leserbriefs „Die politische Kirche” kritisiert, dass in der Kirche St. Margaretha in Heroldsberg ein Plakat „Pfarrer gegen Rechts” zu sehen ist. Dazu möchte ich folgendes sagen: Die Aufgabe der Kirche ist nicht nur, den Menschen zu helfen, „eine persönliche Verbindung zu Gott aufzubauen, damit sie [...] Entscheidungen in seinem und damit zugleich ihrem eigenen Willen treffen können”. Jede Religion besitzt eine Ethik, die sich aus ihrer zentralen Glaubensbotschaft ableitet. Im...

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Nachwuchskräfte in der Redaktion
Vier Praktikanten schnupperten Zeitungs-Luft

Aryna, Jakob, Paulina und Robin haben ab sofort mehr gemeinsam als die Tatsache, dass sie alle eine neunte Klasse am Gymnasium Eckental besuchen. Sie haben eine Woche lang im Rahmen eines Betriebspraktikums beim wochenblatt Redaktionsluft schnuppern dürfen. Für den Leiter der Redaktion und Herausgeber des wochenblatt, Andreas Unbehaun, war das Projekt genauso spannend wie für die vier Schülerinnen und Schüler. Schließlich gab es so eine „Praktikanten-Redaktion” noch nicht beim wochenblatt....

Foto: Paulina Klenner
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Die Jüdische Geschichte Forths
Erinnern heißt handeln und erhalten

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Forth ist ein prägender Bestandteil der Identität Eckentals. Bereits im späten 16. Jahrhundert ließen sich hier vereinzelt jüdische Familien nieder, deren wirtschaftliches und gesellschaftliches Wirken das Leben in der Region nachhaltig prägte. Trotz ihrer Beiträge für die Gesellschaft wurden diese Familien im 20. Jahrhundert systematisch ausgegrenzt, diskriminiert und ermordet. Dieser fortwährende Antisemitismus manifestierte sich in zahlreichen...

Leserbrief
Pferde sind mir sehr ­sympathisch!

Dennoch habe ich gelegentlich ein Problem mit ihnen, oder besser mit dem Verhalten deren Halter. Bei Hundehaltern ist es mittlerweile schon eine Selbstverständlichkeit geworden, die Hinterlassenschaften aufzusammeln und zu entsorgen. Ganz anders sieht es jedoch mit unseren Hobbyreitern aus. Mich stört es durchaus, als Spaziergänger oder Autofahrer mit zerfallenden oder breitgefahrenen Kothaufen konfrontiert zu werden und teilweise wochenlang zusehen zu dürfen, bis sich die Natur selber hilft....

Leserbrief
Die politische Kirche

Ich wohne noch nicht lange in Heroldsberg. Etwa drei Jahre und ich fühle mich hier sehr wohl. Die Menschen sind freundlich und lebensfroh, der ganze Ort – soweit ich das beurteilen kann – sehr gepflegt und man findet hier alles, was man braucht, um zu leben. Es gibt nur eine Sache, die mich besorgt und umtreibt. Im August 1919 wurde die Trennung von Kirche und Statt zum ersten Mal in einer deutschen Verfassung niedergeschrieben und hat auch seitdem Bestand. Nun findet diese Grundlage (sie ist...

Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Immer diese Jugend

Sie wer’n lachen, aber nicht nur der Wohlstand ist ungleich verteilt, sondern auch die Freizeit. Das wurde neulich im Projekt „Zukunft gestalten im Markt Igensdorf” deutlich. Gemeinde und Kreisjugendring hatten Jugendliche eingeladen, ihre Ideen und Wünsche zu diskutieren und darzulegen. Dass beachtliche 80 Personen gekommen sind, zeigt, dass die Jugend nicht teilnahmslos zuhause hockt. Der Spitzenreiter der Hitparade mit 29 Wunschpunkten gibt Rätsel auf: Geschäfte, insbesondere Drogeriemarkt?...

Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Freier Verkehr

Sie wer’n lachen, aber draußen geht’s rund. Pflanzlich betrachtet sowieso, wenn sich die Obstgärten hübsch machen mit ihrer Blütenpracht und sich die Bäume wieder in frischem Grün einkleiden. Und auch die Tierwelt legt sich mächtig ins Zeug. An der Terrassenüberdachung ist mir gerade eine Verkehrsader aufgefallen, die mindestens so stark frequentiert ist, wie es die Brander Hauptstraße bis vor eineinhalb Wochen war. Seit das Dorf vor über 950 Jahren aus dem Reichswald gerodet wurde, herrschte...

Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Vorsicht Frühling

Sie wer’n lachen, aber ich bin gewarnt. Und zwar ständig. Neulich erst beim Käse am Küchentisch: die zweitschlechteste Nutri-Score-Bewertung D. Man hat wohl bemerkt, dass er Fett enthält (weswegen ich ihn ja gekauft habe). Nebendran der Harzer Käse, ohne Fett, hat C. Vermutlich ist mehr Salz drin als in Wasser. Kopfsalat kriegt glaube ich A, wenn er verpackt ist. Er enthält etwa 40 Mal mehr Nitrat, als der Grenzwert für Trinkwasser beträgt. Nicht wegen der bösen Anbauer, sondern einfach so (im...

So stand’s im wochenblatt vor 40 Jahren
Drei neue Geschäfte in Eschenau

Vor vier Jahrzehnten herrschte Aufbruchstimmung in der Eschenauer Hauptstraße. Innerhalb weniger Tage eröffneten im März 1985 gleich drei neue Geschäfte, die das Angebot in den darauffolgenden Jahren bereicherten. Neben dem Endreß-Markt entstand ein HiFi-Video-Fernsehgeschäft sowie ein Jeans-Store. Heute befindet sich an diesem Ort die erweiterte Geschäftsstelle der Raiffeisenbank. Am westlichen Ortseingang Eschenaus, gegenüber der ehemaligen Apotheke, eröffnete ein Stoff-Fachgeschäft und...

Leserbrief
Unbequemer Fachmann

Zum Beitrag "Felßner zieht Ministerkandidatur zurück" im wochenblatt 14/2025 vom 2. April auf Seite 13. Zur Textpassage „zudem soll nach ersten Angaben Pyrotechnik gezündet worden sein, wofür bislang allerdings keine Spuren gefunden wurden“: Laut Berichten mit Bild (z.B. auf N-TV) war deutlich dichter Rauch zu erkennen. Welcher Beweise bedarf es noch, müssen erst Gebäude abbrennen? Spätestens bei Rauch oder Feuer hört auf landwirtschaftlichen Betrieben der „Spaß“ auf. Denn hier ist die...

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