Falkennachwuchs auf der Kaiserburg
Erster Abflug
- Ein junger Falke ist bereits ausgeflogen. Die beiden Geschwister sind auch bald bereit.
- Foto: www.lebensraum-burg.de
- hochgeladen von Andreas Unbehaun
+ + + UPDATE 15.05.2026 + + +
Start geglückt - Erster junger Wanderfalke verlässt den Horst
Dieses Jahr hat bei den Wanderfalken im Sinwellturm der Nürnberger Kaiserburg (fast) alles geklappt. Abgesehen von einem Ei, das verschlossen blieb, sind aus den drei anderen Eiern Küken geschlüpft, die sich in den letzten rund 40 Tagen zu prächtigen Jungvögeln entwickelt haben – zwei Weibchen und ein Männchen.
Am Morgen des 15. Mai hat der erste von ihnen den Horst verlassen. Zunächst sieht das vielleicht noch etwas unbeholfen, vielleicht auch nach einem Absturz aus, doch ist es nicht weiter gefährlich. Das voll ausgebildete Jugendkleid der jungen Falken trägt sie problemlos im Gleitflug. In den Tagen danach ist ihre Muskulatur noch nicht ausreichend, um wieder zum Horst zu fliegen, sodass sie sich die ersten Tage unterhalb des Anfluggitters oder auf den Dächern der näheren Umgebung aufhalten. Dort werden sie nach wie vor von den Altvögeln mit Nahrung versorgt und trainieren weiter fleißig ihre Flugmuskulatur. Nach kurzer Zeit sind die jungen Falken stark genug, um auch wieder in den Horst zu fliegen. Doch damit sind sie immer noch nicht ganz selbstständig. Eine wichtige Fähigkeit fehlt ihnen noch, um für sich sorgen zu können: das Jagen. Im Sturzflug, bei dem Wanderfalken bis zu 320 km/h schnell werden können, fangen sie ihre Beute. Um diese Flugmanöver zu trainieren, müssen die jungen Wanderfalken kräftig genug sein, um längere Zeit in der Luft zu bleiben. Können sie das, lernen sie zuerst das Fangen der Beute im Flug. Dafür lassen die Altvögel bereits geschlagene Beute fallen, die die Jungvögel anschließend ergreifen müssen. Mit etwas Glück ist so eine Trainingseinheit mit teilweise spektakulären Flugmanövern auch in der Nähe der Kaiserburg zu beobachten. Ab Ende Juli/ Anfang August können die Jungfalken dann auch lebendige Beute selbstständig jagen und machen sich auf die Suche nach einem eigenen Revier. Teilweise fliegen sie dafür Richtung Spanien und Portugal, teilweise Richtung Tschechien und Polen und manche bleiben auch in Deutschland. Die Altvögel, zumindest die der Kaiserburg, bleiben in der Nähe des Horstes und sind im Laufe des Sommers und Herbsts immer wieder dort zu beobachten, bis dann Ende des Jahres erneut die Balz beginnt.
+ + + UPDATE 09.04.2026 + + +
Drei hungrige Schnäbel werden inzwischen im Nürnberger Falkenhorst gefüttert.
+ + + UPDATE 07.04.2026 + + +
Heute war zum ersten Mal Küken Nummer drei zu sehen.
+ + + UPDATE 03.04.2026 + + +
Auch in diesem Jahr war die Brut der Wanderfalken im Sinwellturm der Nürnberger Kaiserburg wieder erfolgreich. Am Karfreitag-Mittag gegen 12:00 Uhr ist pünktlich zu Ostern das erste von (hoffentlich) vier Küken geschlüpft. Kurz darauf hat auch schon das zweite kleine Falkenbaby die Eierschale aufgepickt und seitdem liegen zwei weiße Wattebäusche neben den beiden Eiern, in denen die Geschwister noch warten.
Zu Beginn wird der weibliche Altvogel durchgehend bei den Küken bleiben, da ihr Federkleid noch nicht ausreichend Schutz vor Kälte bietet. Das Weibchen nimmt die Küken beim sogenannten Hudern unter die schützenden, wärmenden Flügel. Sollten die Küken einmal allein im Horst sein, besteht kein Grund zur Sorge: sie bilden eine Wärmepyramide, indem sie einander die noch kaum mit Federn bedeckte Vorderseite zuwenden. Sobald sich die Küken zu Jungvögeln entwickeln, können sie immer länger ohne die schützende Wärme eines adulten Wanderfalken auskommen, bis sie sie schließlich gar nicht mehr benötigen. Nach etwa 40 Tagen verlassen sie den Horst zum ersten Mal.
+ + + UPDATE 18.03.2026 + + +
Inzwischen werden in allen drei Gelegen jeweils 4 Eier bebrütet. Es sicht also derzeit erneut nach einem sehr erfolgreichen Falken-Nachwuchs-Jahr aus.
+ + + UPDATE 13.03.2026 + + +
Auch in Feucht ist das Gelege nun mit 3 Eiern sichtbar. Ist es nun komplett??
+ + + UPDATE 12.03.2026 + + +
Im Coburger Wanderfalkenhorst im Turm der Morizkirche liegen inzwischen drei Eier.
+ + + UPDATE 10.03.2026 + + +
In Nürnberg scheint es bei dem Nachwuchsquartett zu bleiben. Inzwischen haben die Wanderfalken in Coburg und Feucht nachgezogen. In beiden Nestern liegen jetzt zwei Eier. So, wie es aussieht, ist dort aber noch nicht das Ende erreicht. In beiden Fällen liegen die Eier weitestgehend unbebrütet da, was darauf schließen lässt, dass noch welche hinzukommen. Auf diese Weise sorgen die Falken dafür, dass die Entwicklung der Embryonen in den Eiern nicht allzu weit auseinander liegt und die Jungtiere im Idealfall zeitgleich schlüpfen.
+ + + UPDATE 04.03.2026 + + +
Seit Mittwochfrüh, 4. März, liegen vier Eier im Gelege.
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+ + + UPDATE 02.03.2026 + + +
Am Donnerstag, 26. Februar, und am Sonntag, 1. März, folgten bereits Ei Nummer zwei und Ei Nummer drei. Jetzt heißt es gespannt warten, ob das Gelege nun komplett ist oder ob – wie in den vergangenen Jahren – ein viertes hinzu kommt.
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Die Wanderfalken haben in luftiger Höhe hoch droben im Sinwellturm der Nürnberger Kaiserburg die Brutsaison eröffnet. Seit dem Dienstag, 24. Februar 2026, liegt ein Ei in der Bruthöhle. Via Webcam ist das Ei gut zu sehen und man kann die beiden Elternvögel beim Brüten beobachten.
In den vergangenen Jahren bestand das Gelege der Wanderfalken aus jeweils vier Eiern. Mal schauen, wie viele es in diesem Jahr werden.
Wie bereits in den letzten zwölf Jahren hat ein Wanderfalkenpaar auch dieses Jahr den Brutplatz im Sinwellturm der Nürnberger Kaiserburg angenommen. Am heutigen Dienstag, 24. Februar, um 6:56 Uhr hat das Weibchen das erste Ei gelegt.
In diesem Jahr dürfte der Wanderfalkenhorst der Kaiserburg mit insgesamt 50 Eiern seit seiner Installation im Jahr 2013 einen bemerkenswerten Meilenstein erreichen. Die langjährige und erfolgreiche Nutzung des Brutplatzes unterstreicht die Bedeutung des Projekts „Lebensraum Burg”, das von der Regierung von Mittelfranken, dem Referat für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg sowie dem Haus Eckstein getragen wird.
Orientiert man sich an der Anzahl der Eier der letzten Jahre, werden in den nächsten Tagen voraussichtlich drei weitere Eier gelegt werden. Um die Schlupfzeitpunkte zu synchronisieren, bebrüten die Wanderfalken die ersten ein bis zwei Eier nicht durchgängig. Dass dieses clevere Vorgehen funktioniert, zeigt sich an den Daten der Eiablage- und Schlupfzeiträume der letzten Jahre. Während die Eier häufig über einen Zeitraum von etwa einer Woche gelegt wurden, erstreckte sich der Schlupf der Küken meist nur über wenige Tage.
Neben den Wanderfalken sind noch etwa 2.000 weitere Pflanzen- und Tierarten in dem gut sechs Hektar großen Projektgebiet „Lebensraum Burg” vertreten. Als Teil der bayerischen Biodiversitätsstrategie zielt das Projekt darauf ab, die hohe Arten- und Lebensraumvielfalt auf dem Nürnberger Burgberg sichtbar und erlebbar zu machen. Eine Auflistung dieser Vielfalt finden Sie auf der Projektwebseite www.lebensraum-burg.de. Dort gibt es über zwei Webcams die Möglichkeit, den Wanderfalken beim Brüten zuzusehen und Sichtungen zur Eiablage, dem Schlupf der Jungvögel oder Besuche der Altvögel am Horst zu melden.
Die Burgfalken-Tour in der App natur.digital ermöglicht es, die Wanderfalken auch vor Ort mit digitalen Informationen zu erleben. Dabei lernen Sie nicht nur Interessantes zu Wanderfalken, sondern auch zu seinem nahen Verwandten, dem Turmfalken. Den „Lebensraum Burg“ können Sie bei Führungen über Insekten, Vögel oder Fledermäuse oder auf eigene Faust bei der diesjährigen City Nature Challenge kennenlernen. Weitere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit zu den Führungen und der City Nature Challenge finden sie unter dem Reiter „Termine” auf der Projektwebseite.
Hier kann man jederzeit per Webcam ins Gelege auf der Kaiserburg schauen.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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