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Die Christrose – Symbol für Hoffnung und Neubeginn

Die Wildform der Christrose erstrahlt in reinem Weiß. | Foto: Walter Hufnagel
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  • Die Wildform der Christrose erstrahlt in reinem Weiß.
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Mit ihrer ungewöhnlichen Blütezeit mitten im Winter zählt die Christrose zu den faszinierendsten Pflanzen Europas. Sie widerspricht damit den üblichen Naturgesetzen und gilt als Symbol für Neubeginn und Hoffnung. Wildformen blühen meist später als gezüchtete Sorten, die eigens auf frühe Blütezeit selektiert wurden.

Um zum Keimen mildere Temperaturen anzutreffen, entwickeln sich die Samenkapseln der Christrose relativ langsam. | Foto: Walter Hufnagel
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Botanisch zählt die Christ- oder Schneerose zur Gattung der Nieswurz-Arten. Sie ist auch keine Rose, sondern gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die wissenschaftliche Bezeichnung Helleborus niger verdankt sie ihren schwarzen Wurzeln und Rhizomen. Da während der kalten Jahreszeit eine Bestäubung durch Insekten sehr unwahrscheinlich ist, bleiben ihre Narben über einen langen Zeitraum fruchtbar und können im Bedarfsfall auch eigene Pollen zur Selbstbestäubung aufnehmen. Bei Frost fallen die Pflanzen wie verwelkt in sich zusammen, um bei milderen Temperaturen unbeschadet wieder zu erblühen. Daher gelten sie auch als Symbol für Neubeginn. Dies gelingt der Christrose durch Einlagerung von u. a. Zucker und Alkoholen in ihren Zellen zu einem natürlichen Frostschutzmittel.

Auch wenn es dramatisch aussieht – dank eigenem Frostschutz kann die Christrose auch starke Kälteperioden unbeschadet überdauern. | Foto: Walter Hufnagel
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Bereits im Altertum wurde die Christrose als wertvolle Heilpflanze geschätzt. Die pulverisierte Wurzel verursacht heftiges Niesen und war Bestandteil des „Schneeberger Schnupftabak”. Auch zur Behandlung von Geisteskrankheiten wurde sie eingesetzt in der Annahme, beim Niesen würden die bösen Mächte den Körper verlassen. Zur Abwehr der Schweinepest steckten Bauern den Schweinen Blüten ins Ohr. Da sich an den Samenkapseln der Christrose nahrhafte Anhängsel befinden, werden sie häufig von Ameisen in den Bau getragen. Weil lediglich die Anhängsel verzehrt werden, tragen diese Insekten zur Ausbreitung der Pflanze bei.

Die Wildform der Christrose erstrahlt in reinem Weiß. | Foto: Walter Hufnagel
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Die Christrose ist stark giftig und beinhaltet u. a. das Herzgift Hellebrin. Sie ist besonders geschützt und gilt nach der Roten Liste als gefährdet. Wilde Vorkommen der rein weißen Christrose finden sich in Deutschland nur in den Bayerischen Alpen. Bei den wenigen Beständen in der fränkischen Schweiz handelt es sich um verwilderte Gartenflüchtlinge. Ihre enge Verwandte, die stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus) hingegen, gedeiht in der „Fränkischen” in lichten Buchen- und Eichenwäldern. Um sie zu entdecken muss man, aufgrund ihrer unauffälligen grünen Blüten, genau hinschaun.

Die einzige in der „Fränkischen” heimische, enge Verwandte der Christrose, ist die stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus). | Foto: Walter Hufnagel
  • Die einzige in der „Fränkischen” heimische, enge Verwandte der Christrose, ist die stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus).
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Die Wildform der Christrose erstrahlt in reinem Weiß. | Foto: Walter Hufnagel
Um zum Keimen mildere Temperaturen anzutreffen, entwickeln sich die Samenkapseln der Christrose relativ langsam. | Foto: Walter Hufnagel
Auch wenn es dramatisch aussieht – dank eigenem Frostschutz kann die Christrose auch starke Kälteperioden unbeschadet überdauern. | Foto: Walter Hufnagel
Zur gleichen Gattung zählen die an Farben und Formen sehr vielfältigen Lenzrosen, die aus der orientalischen Nieswurz gezüchtet wurden. | Foto: Walter Hufnagel
Die Wildform der Christrose erstrahlt in reinem Weiß. | Foto: Walter Hufnagel
Die einzige in der „Fränkischen” heimische, enge Verwandte der Christrose, ist die stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus). | Foto: Walter Hufnagel
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wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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