Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Abenteuerlust
- hochgeladen von Gloss'n Hans
Sie wer’n lachen, aber ich muss die Bahn auch mal in Schutz nehmen. Alle nörgeln an ihr rum. Aber sogar bei der Gräfenbergbahn liegt’s nicht immer an den alten Gleisen oder an dem Stellwerk aus der Jahrtausendwende (die ja noch nicht sooo lange her ist).
Der DB Streckenagent ist kein Geheimdienst, sondern ein Newsletter, der aktuell über Einschränkungen informiert. Oft muss er zugeben, dass technische Mängel schuld sind. Manchmal meldet er aber auch, dass die Strecke „aufgrund eines Notarzteinsatzes am Gleis” gesperrt ist. Dann muss man vermuten, dass die Umstände für manche Menschen sehr viel schlimmer sind als für wartende Bahnreisende. Oder ein „Unfall am Bahnübergang”, für den die Bahn dann auch nichts kann.
Neulich hieß es „Tiere im Gleis”: Aufgrund von Tieren an der Strecke verkehrten die Züge mit reduzierter Geschwindigkeit. Schön war die Entwarnung: „Tiere im Gleis verschwunden” – der Zugverkehr konnte wieder uneingeschränkt stattfinden. Was waren das für Tiere, wohin sind sie verschwunden? Ich weiß es nicht.
In Frankreich sind Gleise eingezäunt, ebenso wie Autobahnen, in Deutschland nicht. Sind französische Tiere leichtfertiger als deutsche – comme çi, comme ça?
Für den nächsten Urlaub ziehe ich ein waghalsiges Abenteuer in Erwägung: eine Bahnreise! Erste Versuche auf der Bahn-Homepage liefern vielversprechende Ergebnisse. Fünfmal umsteigen, teils mit 10-Minuten-Fußweg in genau 10 Minuten zwischen Ankunft und Weiterfahrt. Und das ab Nürnberg-Hauptbahnhof, also die Gräfenbergbahn noch gar nicht eingerechnet. Das wird ein Abenteuer, von dem ich lange werde erzählen können. Dagegen sind die bisher erlebten sechsstündigen Autobahnstaus bei 36 Grad oder die acht Tage lang in den USA vermissten Koffer stinklangweilig.
Ihr Gloss’n Hans
Autor:Gloss'n Hans aus Eckental |
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