Großalarm am Dienstagabend
Herpersdorfer Hopfenhalle in Vollbrand

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Kurz vor 20 Uhr wurden die Feuerwehren aus Eckental und Umgebung zu einem Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen nach Herpersdorf alarmiert.
Eine Hopfentrocknungsanlage stehe in Vollbrand, hieß es bereits bei der Alarmmeldung. Die An-fahrenden Kräfte bestätigten den Feuerschein bereits vor Eintreffen. Sofort wurden Löschmaß-nahmen durch mehrere Strahlrohre von außen vorgenommen. Eine Drehleiter wurde in Stellung gebracht, um die Flammen durch den bereits offenen Dachstuhl bekämpfen zu können. Eine zweite Drehleiter wurde nachgefordert, die aus Lauf an der Pegnitz kam.

Schutz der umstehenden Gebäude

Ein großes Augenmerk wurde auf die umliegenden Gebäude und deren Bewohner gelegt, die es zu Schützen galt. Die Hohe Brandlast durch große Mengen an getrockneten Hopfenblüten erfor-derte im ersten Moment große Mengen an Löschwasser, welches aus einem naheliegenden, offenen Gewässer entnommen werden konnte. Die über 150 ehrenamtlichen Kräfte der Feuer-wehr brachten die Flammen innerhalb einer Stunde unter Kontrolle. Durch die Zerstörung des Feuers war das Gebäude und der freistehende Giebel einsturzgefährdet, weshalb für weitere Maßnahmen nach Absprache mit den Eigentümern teile der Halle eingerissen werden mussten. Dies übernahm ein gewerblicher Bagger, der sich kurzerhand anbot. Nach dem Freiräumen des Vorplatzes berieten sich Baufachberater des Technischen Hilfswerks zusammen mit einem Energieversorger und dem Feuerwehr-Einsatzleiter über weitere Maßnahmen.

Stromleitung gekappt

Kurzschlüsse in der Stromversorgung des Gebäudes bedrohten das Stromnetz im Dorf, sodass die Zuleitung zum Schadensobjekt vom Netz getrennt werden musste. Dies geschah, indem die Leitung im Boden freigegraben und mechanisch gekappt wurde. Die Feuerwehr brachte dann noch landwirtschaftliche Geräte in Sicherheit.

Staatstraße nachts gesperrt

Ein Umpositionieren der Drehleiter aus Heroldsberg sorgte in den frühen Morgenstunden dann noch für weitere Zugänglichkeiten und mehr Effektivität der Nachlöscharbeiten. Diese wurden bis am Morgen durch eine Löschgruppe durchgeführt. Um sechs Uhr wurde die Feuerwehr Eckental-Brand zur Ablösung und der weiteren Brandwache hinzugezogen. Bis nach Mitternacht war die naheliegende Staatsstraße 2236 in beide Richtungen gesperrt, weil die Wasserversorgung aus einem Gewässer mit mehreren Schläuchen die Fahrbahn querte. Vor Einsetzen des Berufs-verkehrs wurde Diese wieder freigegeben.

Viele Kräfte beteiligt

Im Einsatz waren die Feuerwehren Herpersdorf, Forth, Eckenhaid, Eschenau, Benzendorf und Heroldsberg, sowie Schnaittach und Lauf an der Pegnitz mit über 150 ehrenamtlichen Kräften. Zur Brandwache am Morgen ist die FF Eckental-Brand vor Ort. Die Unterstützungsgruppe Feu-erwehr-Einsatzleitung aus dem Dienstbezirk 4/3 installierte die Anlaufstelle für die Führungskräfte aller Hilfs- und Rettungsorganisationen vor Ort. Der örtliche Kreisbrandmeister Sven Menger übernahm die Einsatzleitung. Der Einsatzleiter Rettungsdienst koordinierte drei Rettungswagen und einen Notarzt und organisierte die Betreuungseinheiten aus Heroldsberg und Erlangen mit Verpflegungskomponenten für die über Stunden eingesetzten Kräfte. Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Baiersdorf waren zur Prüfung der Statik am Gebäude und der Gefahr durch elektrische Spannung vor Ort. Auch eine Drohne für Erkundungsmaßnahmen kam zum Einsatz. Die Polizeiinspektion Erlanger Land und der Kriminaldauerdienst begannen noch in der Nacht mit den Ermittlungen der genauen Brandursache. Die Feuerwehr kontrolliert das Objekt noch bis zum Mittag.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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