Der Gloss'n Hans macht sich Gedanken
Vom Spiel- zum Werkzeug
- hochgeladen von Gloss'n Hans
Sie wer’n lachen, aber ich gönne jedem seinen Feierabend. So wie neulich dem Lenker (oder der Lenkerin) eines Linienbusses. In der Fahrtzielanzeige stand kein Fahrtziel, sondern „Ich habe fertig”. Glückwunsch!
Doch vor dem Feierabend kommt die Arbeit, und vor der Arbeit die Berufswahl. Die müssen junge Menschen in schwierigen Phasen der persönlichen Entwicklung treffen. Gerade zum Ende der Schulzeit droht Ablenkung durch Geschlechtergeschichten, man muss als Persönlichkeit seinen Platz in der Gesellschaft finden.
Orientierung für die Suche nach zukünftigen Werkzeugen sollen schon Jahre vorher pädagogisch wertvolle Spielzeuge bieten. Dazu gibt es viele Meinungen und viel Literatur. Bringt der Kaufladen den Nachwuchs dem Einzelhandel näher? Lockt Puppenspielen die Mädchen in die Care-Berufe? Schaffen Bruder-Fahrzeuge künftige Lkw-Fahrer und Landwirte? Ist fischertechnik ein Sprungbrett für das Ingenieurstudium?
Mit Erstaunen stieß ich neulich zufällig auf PLAYMOBIL-Spielwelten mit ganz besonderen Anregungen: „Diamantenraub” bietet zwei maskierte Diebe auf, ein Seil mit Haken ermöglicht rasante Fluchten und kreative Verfolgungsjagden. Der Adventskalender „Museumsdiebstahl” bietet über 24 Tage ein spannendes Einbruchs-Szenario, ein per Knopfdruck einstürzendes Podest bringt interaktive Spannung ins Rollenspiel. Beim Set „Museumsüberfall” kann man üben, die Schmuckvitrine zu öffnen, ohne dass der Alarm auslöst.
Hoffentlich lassen sich junge Spieler nicht zu einer kriminellen Karriere inspirieren. Polizeiarbeit böte bessere Perspektiven, wie auch viele andere Berufe und Branchen. Freuen wir uns auf einen Nachwuchs, der sich mit einer den Neigungen entsprechenden Ausbildung auf ehrliche Arbeit vorbereitet!
Ihr Gloss’n Hans
Autor:Gloss'n Hans aus Eckental |
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