Forstbetrieb Nürnberg
Kampfmittel-Sondierung im Tennenloher Forst

Spezialisten der Entmunitionsfirma durchleuchten mit Spezialsonden den Waldboden des ehemaligen Truppenübungsplatzes. | Foto: Sebastian Linstädt
  • Spezialisten der Entmunitionsfirma durchleuchten mit Spezialsonden den Waldboden des ehemaligen Truppenübungsplatzes.
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Der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten hat im Tennenloher Forst seit Mai mit Sondierungen zur Untersuchung möglicher Kampfmittelbelastungen begonnen. Die Arbeiten erfolgen gemäß eines Bescheides des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt und konzentrieren sich auf einen ausgewählten Randbereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Bitte Sperrungen beachten

Begleitend zu den Maßnahmen sind einzelne Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt und entsprechend gekennzeichnet. Der Forstbetrieb bittet um Beachtung der Beschilderung und Einhaltung der bestehenden Betretungsregelungen. 

Das Untersuchungsgebiet umfasst einen rund 500 Meter breiten Streifen entlang der angrenzenden Bebauung zwischen Uttenreuth, Buckenhof, Tennenlohe und Erlangen. Ziel ist es, anhand eines Rasters mit Testfeldern ein Bild der Belastungssituation im Boden zu gewinnen und die Indizien aus der vorliegenden historischen Untersuchung über vermutlich unbelastete bzw. belastete Bereiche zu bestätigen oder zu widerlegen.

Innerhalb dieses etwa 300 Hektar großen Sicherheitsstreifens zu urbanen Flächen wurden 272 Testfelder festgelegt, was rund fünf Prozent der Gesamtfläche des Randstreifens entsprechen. Diese werden nun systematisch untersucht. Die Auswahl der Flächen basiert auf historischen Recherchen und luftbildgestützten Analysen, die Hinweise auf mögliche Belastungsschwerpunkte liefern. Mit den Sondierungen sollen diese Annahmen überprüft und präzisiert werden.Die Arbeiten werden durch eine spezialisierte Fachfirma durchgeführt und liegen bisher voll im Zeitplan. Dabei kommen moderne Sondentechnik sowie handgeführte Metalldetektoren zum Einsatz.

Bisher keine größeren Kampfmittel festgestellt

Erste Funde beschränken sich bislang überwiegend auf kleinere militärische Relikte wie Übungsmunition oder metallische Überreste. Größere Kampfmittel wurden bisher nicht festgestellt.Die Testfeldsondierungen sind auf einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren angelegt.

„Mittelfristig sind die Testfeldsondierungen die Voraussetzung dafür, wieder eine sichere Nutzung einzelner Waldbereiche zu schaffen“, sagt Forstbetriebsleiter Johannes Wurm. „Dies betrifft zum einen die Arbeitssicherheit im Forstbetrieb sowie den Einsatzoptionen von Rettungs- und Feuerwehrkräften im Ernstfall, aber zum anderen natürlich auch die Erholungsnutzung im Reichswald bei Erlangen, die aktuell stark eingeschränkt ist.“ Mit dem Projekt leisten die Bayerischen Staatsforsten also einen wichtigen Beitrag zur Gefahreneinschätzung und langfristigen Entwicklung des Tennenloher Forstes.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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