Der Gloss'n Hans macht sich Gedanken
Ein Prosit der Sportlichkeit
- hochgeladen von Gloss'n Hans
Sie wer’n lachen, aber jedes Mal, wenn beim größten Fußballturnier aller Zeiten mitten in der Halbzeit abgepfiffen wird, amüsiert mich diese „Hydration Break”.
Auf Deutsch heißt die dreiminütige Spielunterbrechung „Trinkpause”. Gedacht ist sie, so heißt es, für die durstigen Spieler, die bei der Hitze etwas für ihren Flüssigkeitshaushalt tun dürfen. Ich kann mir zwar nicht recht vorstellen, dass Profifußballer bisher schlimm ausgetrocknet wären, aber verkauft wird die Hydration Break als Fürsorge für die Sportler. Verkauft wird aber auch die TV-Werbezeit in diesen drei Minuten. Da scheint die FIFA das Lukrative mit dem Fürsorglichen zu verbinden – oder zu verbrämen.
Und sind Trinkpausen nicht auch gut und wichtig für uns Zuschauer? Auch Fans haben Durst, und das nicht zu knapp! In der Trinkpause kann einer Bier holen gehen. Man könnte es gleich so machen wie im Festzelt, wo die Kapelle ständig die Playlist unterbricht – wahrscheinlich sehr einvernehmlich mit den Festwirten. Für den Spielfluss auf dem Fußballfeld wäre es nicht förderlich, wenn es alle paar Minuten heißt „Die Krüge hoch – ein Proooooosit…”. Und dann bräuchte man nicht nur Trink-, sondern auch mehr Pinkelpausen, auf dem Platz, auf der Bierbank und am Sofa.
Das Spiel gegen Côte d’Ivoire erinnerte mich an ein Wortspiel im wunderbaren Kinofilm „Night on Earth” von 1991. Ivorer nennt man auf Französisch Ivoirien, das klingt wie „il voit rien”, zu Deutsch „er sieht nichts”. Aber der Schiri war ja aus Paraguay.
Und dann auch noch Schlotterbeck. Tut mir leid, aber das bleibt für mich immer die Witwe Schlotterbeck aus dem „Räuber Hotzenplotz”. Die Hellseherin hilft mit ihrer Kristallkugel, den Kasperl und den Seppel wiederzufinden. Fehlt nur noch ein Wachtmeister Dimpfelmoser im Mittelfeld. Prost!
Ihr Gloss’n Hans
Autor:Gloss'n Hans aus Eckental |
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