Kommunale Verkehrsüberwachung
Eckentaler Verkehr sicherer

Über die Kommunale Verkehrsüberwachung in Eckental informierte Markus Morawietz vom Ordnungsamt die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses. Inzwischen könne man für 2019 und damit erstmals über ein ganzes Jahr Bilanz ziehen, erläuterte der Fachmann aus der Verwaltung. Bei 86 Geschwindigkeitskontrollen mit insgesamt 237 Messstunden (pro Monat etwa 20) wurden 42.200 Fahrzeuge erfasst und etwa 2.100 Verfahren eröffnet. Davon wurden 27 wieder eingestellt, ein Verstoß führte zum Fahrverbot.

Den Einnahmen aus Verwarnungs- und Bußgeldern in Höhe von 44.000 Euro stehen Kosten von 44.600 Euro gegenüber. Diese setzen sich zusammen aus Kosten für die Durchführung der Messungen (31.000 Euro) sowie Verwaltungskosten der Bußgeldstelle der Stadt Hersbruck als Kooperationspartner (13.000 Euro). Nicht mitgerechnet ist der interne Aufwand für die Eckentaler Verwaltung, wie Markus Morawietz auf Nachfrage von Gerhard Wölfel erklärte.

Waldstraße: Ein Fünftel ist zu schnell unterwegs

Besonders interessant dürfte für viele Bürger die lokale Häufung von Geschwindigkeitsüberschreitungen sein. Relativ wenige Verstöße wurden in den oft genannten Bereichen Eschenauer Hauptstraße, Fliederstraße, Forther Hauptstraße oder in Oberschöllenbach gemessen. Leicht erhöhte Werte mit mehr als 5 Prozent der Messungen wurden in der Brander Orchideenstraße und in der Nelkenstraße erfasst, in Eckenhaid in der Sandstraße und in der Heidestraße, in Eschenau in der Eckentaler Straße sowie in Forth in der Gotzmannstraße und in der Kurt-Schumacher-Straße. Die höchsten Werte ergaben sich in der Eschenauer Dr.-Otto-Leich-Straße (knapp 17%), in der Eckenhaider Waldstraße (knapp 21%) und in der Ortsdurchfahrt Mausgesees (ca. 17%).

Die Überwachung des „ruhenden Verkehrs“ wurde kurz nach Beginn im Februar 2020 aufgrund der Corona-Beschränkungen vorübergehend eingestellt, soll aber bald wieder aufgenommen werden. Dies sei auch dringend geboten angesichts von offensichtlichen Parkverstößen, wie das Gremium und die Bürgermeisterin betonten. Allerdings besteht hierzu noch Unsicherheit wegen eventuell anstehender Änderungen im aktuell neu erlassenen Bußgeldkatalog.

Aus der Bevölkerung gab es keine Beschwerden gegen die kommunale Verkehrsüberwachung, erläuterte Markus Morawietz, vielmehr sei der Wunsch nach mehr Messungen an die Verwaltung herangetragen worden. Zusätzlich zu den sechs mobilen Messgeräten mit Geschwindigkeitsanzeige sollen bald auch stationäre Dauermessgeräte installiert werden, wobei hierfür nach und nach erst Laternenmasten für die Stromversorgung umgerüstet werden müssen.

Auf Nachfrage von Martin Hofmann, ob die kommunale Verkehrsüberwachung zur Verkehrssicherheit beigetragen habe, bestätigte Morawietz: „Ja, das würde ich schon sagen“, und konnte dies auch mit gesunkenen Zahlen an Geschwindigkeitsüberschreitungen aus 2020 belegen.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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