So schützen Sie sich und Ihre Gesundheit
Sommerhitze durch Klimawandel

"Ausreichend trinken" – klingt banal, ist aber gerade für ältere Menschen bei hochsommerlichen Temperaturen lebenswichtig. | Foto: Sabine Hortebusch - stock.adobe.comk
  • "Ausreichend trinken" – klingt banal, ist aber gerade für ältere Menschen bei hochsommerlichen Temperaturen lebenswichtig.
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Die Sommer werden zunehmend heißer und auch im Landkreis Forchheim sind Hitzewellen keine Seltenheit mehr. „Hohe Außentemperaturen können nicht nur das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen, sondern auch ernsthafte gesundheitliche Folgen mit sich bringen“, sagt Landrat Hanngörg Zimmermann. Daher möchten wir Sie heute über Hitzeschutzmaßnahmen und Fördermöglichkeiten informieren und Ihnen hilfreiche Tipps zum Schutz Ihrer Gesundheit vor den Gefahren bei Hitze an die Hand geben.

Die Energie- und Fördermittelberatung des Landratsamtes Forchheim weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass über die Bundesförderung effiziente Gebäude zum Beispiel auch Dämm-Maßnahmen oder außen liegende Sonnenschutzeinrichtungen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in der Regel mit 15 % bezuschusst werden. Entsprechende energetische Maßnahmen verhindern nicht nur Wärmeverluste im Winter, sondern schützen die Wohnräume auch vor Hitzeeinträgen im Sommer.

Aufgrund der aktuellen Umstellung der Struktur des bundesweiten Förderprogramms können neue Förderanträge erst wieder elektronisch ab 21. Juli 2026 gestellt werden. Weitere Informationen: www.bafa.de/beg.

Gesund und sicher durch heiße Tage – Verhaltenstipps

Nachfolgend einige Hinweise, wie man durch entsprechende Verhaltensweisen die Hitzetage gut und gesund überstehen kann.
Darauf sollten Sie achten:

  • Halten Sie Ihre Wohnung kühl.
  • Lüften Sie nur dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen. Am besten Sie lüften Ihre Wohnräume in kühlen Abendstunden oder am frühen Morgen bei weit geöffneten Fenstern und (Balkon-)Türen gut durch. Bevor es warm wird, schließen Sie die Fenster und falls vorhanden auch die Rollos und Verschattungseinrichtungen.
  • Trinken Sie ausreichend und regelmäßig! Ein Trinkplan kann dabei helfen, den Überblick über die Trinkmenge zu behalten. Oder stellen Sie sich zu jeder Mahlzeit ein Getränk bereit.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr! Bei besonders heißen Temperaturen sollten Sie täglich mindestens 1-2 Liter Flüssigkeit mehr trinken als sonst (z.B. Fruchtsaftschorle oder Mineralwasser). Vermeiden Sie zu kalte Getränke, Alkohol, Kaffee oder Schwarztee.
  • Haben Sie ein Auge auf Pflegebedürftige, ältere Menschen sowie Kinder; denn diese haben oft ein mangelndes Durstgefühl und vergessen ggf. das Trinken.

Aber Achtung! Zu viel Flüssigkeit kann zu körperlichen Beschwerden führen. Bei chronischen Krankheiten sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt über die für Sie geeignete Trinkmenge!

  • Wählen Sie leicht verdauliche Speisen. Nehmen Sie leichte Kost zu sich, wie reifes Obst und gut verträgliches Gemüse.
  • Überwachen Sie Ihre Medikamenteneinnahme. Besprechen Sie sich bei gesundheitlichen Problemen vorsorglich mit Ihrem Hausarzt, ggf. kann in Absprache mit dem Arzt die Medikamentendosis angepasst werden.
  • Tragen Sie leichte Kleidung. Achten Sie auf luftige, helle Kleidung und tragen Sie im Freien eine Kopfbedeckung.
  • Achten Sie auf genügend Schlaf.
  • Meiden Sie die Hitze. Gehen Sie nicht in die direkte Sonne und verschieben Sie körperliche Aktivität im Freien wenn möglich auf die frühen Morgenstunden.
  • Achten Sie auf angemessenen Sonnenschutz. Verwenden Sie Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor und tragen Sie - vor allem beim Baden – geeignete Kleidung. Dies gilt besonders für Kinder!
  • Verwenden Sie keine Kosmetika. Kosmetika und Parfum können bei großer Hitze Pigmentstörungen auslösen.

Symptome, die bei zu großer Hitze auftreten können:

  • Stark gerötetes, heißes Gesicht
  • Kopfschmerzen, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl
  • Übelkeit, Bauchkrämpfe und Muskelkrämpfe
  • Ungewohnte Unruhegefühle sowie Verwirrtheit
  • Trockene Haut und trockene Schleimhäute
  • Erhöhte Körpertemperatur (höher als 37,5° C), Achtung: Wird oft mit infektionsbedingtem Fieber verwechselt!

Sofortmaßnahmen bei Hitzebeschwerden

  • Kühlung, z.B. mit kaltem Waschlappen auf dem Gesicht, im Nacken, als Wadenwickel oder lassen Sie kaltes Wasser über die Handgelenke laufen
  • Viel trinken
  • Schatten bzw. einen kühlen Ort aufsuchen
  • Falls keine Besserung eintritt: Gehen Sie zum Arzt!

Wenn sich bei Ihnen oder bei anderen ungewöhnliche Gesundheitsprobleme, wie z.B. Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Erbrechen einstellen, kontaktieren Sie einen Arzt.

Weitere Informationen zu Symptomen bei großer Hitze und möglichen Sofortmaßnahmen bei Hitzebeschwerden finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): ]www.lgl.bayern.de

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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