Geheimnisse der Eckentaler Wanderwege
Die Kübelsbachschlucht

Die Kübelsbachschlucht liegt zwischen Oberschöllenbach und Röckenhof und ist 700 Meter lang.
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  • Foto: Peter Bajus
  • hochgeladen von wochenblatt - Redaktion

Wer mit offenen Augen die Eckentaler Wanderwege erwandert, wird herrliche Aussichten finden, aber auch viele „unscheinbare Dinge“, an denen man eher achtlos vorbeiläuft. In einer losen Serie stellt Peter Bajus einige dieser Orte vor und erzählt von deren Geheimnissen.

Der Kübelsbach

Der Kübelsbach ist verantwortlich, dass sich in seinem Lauf eine wildromatische, einzigartige Felsenschlucht im Laufe der Jahrtausende gebildet hat. Die sogenannte Kübelsbachschlucht (manchmal auch Käswasserschlucht genannt).

Der Kübelsbach fließt von Süd nach Nord. Er entspringt unterhalb von Käswasser, nicht weit entfernt von der Bahnlinie Nürnberg – Gräfenberg und vereinigt sich nach etwas mehr als zwei Kilometer mit dem Altbach zum Geroldsbach, der in die Schwabach fließt. Die von ihm geformte Schlucht liegt westlich von Oberschöllenbach und östlich von Röckenhof und fließt ziemlich genau in der Mitte zwischen den beiden Ortschaften.

Die Kübelsbachschlucht

Der Kübelsbach hat in dem kleinen Waldstück zwischen Oberschöllenbach und Röckenhof sein Bachbett in die Schichten des früheren Schwarzjura-Meeres geschnitten. Diese Sandsteinschichten sind Teil des hier vorkommende Sandsteingebietes, das sich vor etwa 200 Millionen Jahren gebildet hatte. In geologischen Kreisen nennt man diese Vorkommen auch den "fränkischen Mississippi", da es unter der Erde ähnliche Ausmaße hat, wie der Fluss Mississippi in Amerika.

Die Länge der gesamten Schlucht beträgt ca. 700 Meter, wobei der obere südliche Teil 400 Meter und der untere nördliche Teil etwa 300 Meter lang ist. Beide Teile werden durch die kleine Ortsverbindungsstraße zwischen Oberschöllenbach und Röckenhof getrennt. Das Gefälle des Kübelbaches im Bereich der Gesamtschlucht beträgt ca. 10 Meter. Die Schluchttiefe im unteren Bereich liegt zwischen 10 und 15 Meter. (Vorsicht! Nicht zu nahe an den Schluchtrand treten, es geht senkrecht nach unten.)

Der Bach arbeitete sich durch das Gestein

Der kleine Bach hat in beeindruckender Weise längst vergangene erdgeschichtliche Ereignisse frei gelegt: Er hat sein Bett durch die Schichten des früheren Schwarzjura-Meeres geschnitten. Überall da, wo er die festen Schichten einmal durchbrechen konnte, spülte das fließende Wasser die weicheren Zwischenschichten weg, bis es auf die nächste harte Schicht stieß. So haben sich zahlreiche kleine Wasserfälle gebildet, die uns immer weiter in die Vergangenheit zurück blicken lassen. Am beeindruckendsten ist die Erscheinung kurz unterhalb der Straße Röckenhof – Oberschöllenbach in Richtung Norden, wo man in eine imposante Rhätsandsteinschlucht hinunter blicken kann. Dieser Abschnitt bildet auch den spektakulärsten Teil der Schlucht.Mit Sicherheit wurden In diesem Bereich in früheren Zeiten auch Sandsteinblöcke für Bauzwecke herausgehauen.

Wegebeschreibung

Beginn der Wanderung ist an der Kübelsbachbrücke zwischen Röckenhof und Oberschöllenbach. Wer nur die beiden Schluchtabschnitte sehen möchte, geht von der Brücke einmal in die südliche Richtung, um den oberen Teil zu sehen und einmal in die nördliche Richtung, um den unteren Teil der Schlucht zu bewundern.Die Kübelsbachschlucht wird vollständig durch den Eckentaler Spazierweg Nr. 1 erschlossen, der auf jeden Fall zu empfehlen ist. Dessen Verlauf findet man in der Wanderkarte des Marktes Eckental, die an der Rathauspforte kostenlos abgegeben wird.

Quelle: Wikipedia, “Kübelsbachschlucht“Gemeinde Eckental, „Beschreibung des Eckentaler Spazierweges Nr. 2“

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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