Vandalismus im Landschaftsschutzgebiet
Autorowdies verwüsten den Flugplatz Lillinghof
- Einige der sogenannten Donuts in der Grasfläche.
- Foto: Lars Hansen
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Schock für die Mitglieder des Segelflugclub Lauf: in der Nacht des 29. Dezember fanden sich mehrere Fahrzeughalter auf der Hochfläche von Lillinghof ein und drehten mit Ihren Autos unter anderem sog. Donuts, Schleuderkreise mit durchdrehenden Reifen, in den RasDonutsDoen der Piste.
Spaziergänger bemerkten die frischen Spuren am Morgen und verständigten den Verein, der daraufhin Anzeige erstattete. Besonders pikant: die Randalierer schienen bewusst einige der Überwachungskameras am Gelände vermieden zu haben.
Andreas Eibl, 1. Vorstand des SFC Lauf e.V.: „Es passiert leider nicht zum ersten Mal, dass die Fläche Opfer von Schleuderfahrten wird.“ Schon mehrfach habe man auch in der Vergangenheit mit Schäden durch solcherlei Aktionen zu kämpfen gehabt. „Unser Gelände ist durch Kameras gesichert, aber je nach Perspektive und auch der kriminellen Energie der Verursacher können jene nicht immer alle Details erfassen“, so Eibl.
Der Verein sieht sich gezwungen, weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. „Der Flugplatz ist Privatgrund und jeder, auch Spaziergänger und Hundehalter, muss sich darüber im Klaren sein, dass das Betreten des Geländes keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine Gefahr sein kann.
An einem Flugplatz kann – auch im Winter – zum Beispiel grundsätzlich jederzeit ein Luftfahrzeug landen, etwa auf Grund einer Sicherheitslage“.
Das Treffen der Fahrzeughalter nachts zeuge daher von einer gewissen Kenntnis des Geländes, müsse man doch nachts nicht mit Spaziergängern oder mit anfliegendem Verkehr rechnen.
Andreas Eibl weist darauf hin, dass eine nicht unwesentliche Sachbeschädigung verursacht wurde. Das Driften hat tiefe Furchen in der empfindlichen Grasnarbe verursacht, die wieder beseitigt werden müssen, um einen sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten.
Die Hochfläche am Lillinghof ist ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet und die große Magerrasenfläche ein wichtiger Teil des Ökosystems, zum Beispiel für Vögel, Insekten und auch seltene Pflanzen. Der Segelflugbetrieb ist von der Beanspruchung der Rasenfläche unbedenklich, jedoch erzeugen driftende und kreisende Fahrzeuge strukturelle Schäden im Boden.
Der Verein bittet etwaige Zeugen, sich unter info@sfc-lauf.de zu melden:
„Solche Autonarren prahlen mitunter gerne einmal mit ihren Aktionen, möglicherweise auch auf Social Media, und für über solche Hinweise sind wir sehr dankbar“.
Eine eindeutige Warnung an die Verursacher oder mögliche Nachahmer hat der 1. Vorstand ebenfalls: „Unser aktuelles Überwachungskonzept ist bereits umfangreich und wird aber sehr zeitnah noch erweitert und angepasst. Ärgerlich, dass man sich als Verein mit einer naturnahen Sportart wie dem Segelflug mit solch mutwilligem Vandalismus und obendrein auch noch Hausfriedensbruch befassen muss.“
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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