Leserbrief
Zerstörung der Wanderwege im Markt Eckental durch die B2-Umgehung
- hochgeladen von wochenblatt - Redaktion
Mit großer Besorgnis habe ich von den Plänen zur B2-Umgehungsstraße in Forth und den damit verbundenen Eingriffen in unsere Naturlandschaft erfahren.
Die Wanderwege zwischen Eckenhaid, Forth, Mausgesees und Ebach, die für viele Bürgerinnen und Bürger in Markt Eckental ein wahres Juwel der Naherholung darstellen, werden durch diese Maßnahmen nicht nur unterbrochen, sondern teilweise gänzlich zerstört.
Die exponierte Lage oberhalb der Marktgemeinde bietet unschätzbare Erholungsmöglichkeiten. Die wunderschönen Spaziergänge entlang malerischer Ausblicke sind für viele von uns ein tägliches Ritual, um abzuschalten und neue Energie zu tanken. Mit dem Bau der Umgehungsstraße verlieren wir den Reiz dieser Wanderungen und auch einen essentiellen Teil unserer Lebensqualität. Die Zerstörung dieser Naturflächen beeinträchtigt nicht nur den Freizeitwert unserer Gemeinde, sondern auch das ökologische Gleichgewicht.
Die geplanten drei Kreisverkehre sowie die damit verbundenen Straßenführungen werden die Wanderwege unwiderruflich durchtrennen und vereinzelte Areale unzugänglich machen. Dies bedeutet nicht nur eine massive Einschränkung für Wanderliebhaber und Naturliebhaber, sondern führt darüber hinaus zu einer erhöhten Lärmemission und Luftverschmutzung, die sich negativ für die betroffenen Menschen, die Flora und die Fauna auswirken werden.
Markt Eckental hat sich in den letzten Jahren stolz als Tor zur Fränkischen Schweiz etabliert, und unser überregional geschätztes Wandergebiet zieht nicht nur Einheimische, sondern auch zahlreiche Touristen an. Die Zerschlagung dieser wertvollen Wanderwege durch unüberlegte Bauprojekte wird nicht nur die Attraktivität unserer Gemeinde für Touristen mindern, sondern auch die Zugehörigkeit und den Ruf im Tourismusverband Franken erheblich schädigen.
Fehlende Wanderangebote und die Zerstörung unserer Natur werden das Image von Markt Eckental nachhaltig beeinträchtigen. Wollen wir wirklich einen Ort schaffen, der zuvor so viel Herzlichkeit, Tradition und Naturverbundenheit ausstrahlte, in einen verkehrsbelasteten Raum verwandeln? Ich appelliere an die Entscheidungsträger, diese Pläne nochmals zu überdenken und Alternativen in Betracht zu ziehen.
Die Bürgerinnen und Bürger von Markt Eckental verdienen es, in einer lebenswerten und naturnahen Umgebung zu leben, ohne den Verlust unserer wertvollen Erholungsräume und der Natur, die uns umgibt.
Dr. Stefan Gottschling, Eckental
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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