26. GENERATIONENÜBERGREIFENDE LESE-/VORLESESTUNDE FÜR JUNG UND ALT - Alle miteinander - alle füreinander -alle mittendrin!
INTERNATIONALER TAG des FRIEDENS am 21. SEPTEMBER 2020

"Der Regenbogenfisch stiftet FRIEDEN", Bilderbuch von Marcus Pfister
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  • "Der Regenbogenfisch stiftet FRIEDEN", Bilderbuch von Marcus Pfister
  • Foto: M.Schi.
  • hochgeladen von Annegret Schildknecht


Liebe Kinder, Eltern, Großeltern, Erzieher und ALLE anderen Interessierte,

aus Anlass des Internationalen Tag des Friedens am Montag, 21. September 2020, habe ich mit meinen Vorlesekindern aus der Entenlandgruppe im evangelischen Kindergarten Eckenhaid nach langer Zeit eine Präsenz-Vorlesestunde mit dem Bilderbuch „Der Regenbogenfisch stiftet Frieden“ durchgeführt. Weil das Thema "FRIEDEN" von allgemeinem Interesse ist, bringe ich die Inhalte und den Ablauf der Vorlesestunde hier nachfolgend auch allen anderen Interessierten digital zur Kenntnis.
Zum Abschied von der alten Gruppe des Jahrgangs 2019/2020 haben wir uns diesmal unter Corona-Bedingungen getroffen, d.h. unter Beachtung der Abstands-, Hygiene- und Atemschutz-Regeln. Alle Fenster und Türen wurden geöffnet nach dem Motto „Wir brauchen frische Luft für einen klaren Kopf“. Diesmal waren als Kuscheltiere nur die Hunde Keks1, Keks2 und der Hund mit den roten Ohren mit Namen Herr Schröder dabei, alle drei ehemalige Fundstücke aus dem KreisLaufKaufhaus in Eckental-Forth, die inzwischen zu liebgewonnenen Begleitern geworden sind. Aus Hygienegründen dürfen sie jetzt aber nicht mehr von Hand zu Hand wandern, sondern sitzen brav auf dem Tisch.

Nachdem die neuesten Ereignisse von den Kindern erzählt und miteinander besprochen wurden, wie zum Beispiel „Ich liebe Alex“, „Mein Hund hat sich den Fuß gebrochen und ich habe Angst, dass er abbricht“, „Ich mache mir Sorgen, weil mein Papa ins Krankenhaus gekommen ist“ und "Ich habe Angst, dass mein Hund stirbt, der ist schon so alt", dann die Sorgen aufgeschrieben und der Zettel dem Sorgenfresserchen in die Bauchtasche gesteckt worden war, wurde das Begrüßungslied gesungen und dann ging es los.

Vorgelesen wurde aus dem Buch „Der Regenbogenfisch stiftet Frieden“ von Marcus Pfister, in dem es um den Regenbogenfisch mit den glitzernden Schuppen, seine Glitzer-Freunde und den kleinen Streifenfisch ohne Glitzerschuppen geht, der aber trotz dieses Nachteils akzeptiert wird und zu den Fischen im Schwarm dazugehört. Ganz in ihrer Nähe lebte ein Blauwal, der aber irgendwann für die Fische zum Ärgernis wurde, da sie den Eindruck hatten, er würde ihnen ihr Futter wegfressen, weil er, ganz anders als sie, so ein Riesenmaul hat. Auch seine kleinen Augen hatten plötzlich irgendwie etwas Bösartiges und Hinterhältiges an sich, so fanden der Regenbogenfisch und sein Fischschwarm. Als der Blauwal merkte, dass irgendwas nicht stimmte, und erfuhr, was man sich im Fischschwarm so über ihn erzählte, war er zuerst einfach enttäuscht, aber dann wurde er sehr böse und fing an, die Fische zu ärgern, indem er plötzlich mitten in den Schwarm schwamm und die Fische mit seiner riesigen Schwanzflosse aufscheuchte und durcheinanderwirbelte. Mit seinem aufgebrachten und gewalttätigen Verhalten bestätigte der Wal aber nur die schlechte Meinung und die Angst der Glitzerfische vor ihm. Als der Wal dann abzog, kamen sie aus ihrem Versteck heraus und dann merkten sie, dass der Wal mit seinen Schwanzschlägen die kleinen Wassertiere, von denen sie sich alle ernährten, vertrieben hatte. Und sie dachten nach und erinnerten sich, dass sie vor dem großen Streit alle genug zu fressen hatten und dass sie jetzt so gut wie nichts mehr hatten. Sie überlegten und sagten sich „Wir müssen uns mit dem Wal versöhnen! Streit bringt nur Unfrieden, Not und Unglück!“ So schwamm der Regenbogenfisch zum Wal in der Hoffnung, den Frieden wiederherstellen zu können, und sagte „Lass uns miteinander reden. Unser Streit bringt niemandem etwas. Im Gegenteil: Wir haben jetzt alle nichts mehr zu fressen und nun sind wir alle hungrig.“ Die zwei unterhielten sich lange, ganz ruhig, und dann fingen sie an zu lachen und plötzlich konnte sich keiner mehr erklären, wie und warum der blöde Streit zwischen ihnen überhaupt begonnen hatte. Der kleine Regenbogenfisch hatte durch seinen mutigen Einsatz Frieden gestiftet und alles war wieder gut und sie lebten nun - Gott sei Dank! - alle miteinander wieder friedlich im großen Ozean. Und sie wussten nun ganz genau, so einen Unfrieden, der aus Missverständnissen, Misstrauen, Angst und Bösartigkeiten und Gewalt entstanden war, wollten sie nicht noch einmal haben.

Beim nächsten Mal möchte ich mit den Kindern das FRIEDENSLIED von Thomas Hammer (siehe auch unter: www.kindermusikbox.de) singen:
Kennst du dieses Zauberwort, das Wunderbares schafft,
das aus Feinden Freunde macht, so groß ist seine Kraft,
das uns hilft, dass die Versöhnung nach dem Streit gelingt?
Komm, lass dich verzaubern von dem Wort, das nun erklingt:
FRIEDEN heißt das Zauberwort.
Hokuspokus, eins, zwei, drei, und aller Streit ist vorbei.
Lass es uns versuchen, wir verzaubern unsre Welt!
Und wer sich verzaubern lässt, der wird zum FRIEDENSHELD!

Frage an alle: Wer will ein FRIEDENSHELD werden?

Nach der Vorlesegeschichte und dem anschließenden Gespräch ließen sich die Kinder anregen, darüber nachzudenken, was Frieden ist, und sie fanden ganz allein ihre Antworten. FRIEDEN ist: - ZuFRIEDENheit, - glücklich sein, - Gesundheit, - zusammen spielen, – dass man Mama und Papa hat, - dass man ein Lieblingstier hat, - dass man in den Kindergarten und in die Schule gehen kann, - Freunde … (Liebe Eltern: Ich war und bin begeistert von meinem Brainstorming mit Ihren fünfjährigen Kindern, die seit dem neuen Jahrgang 2020/2021 in die Gruppe der Vorschulkinder aufgerückt sind!)

Da ich aus meiner ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern, z.B. im Kindergarten, in der Lese-AG der Grundschule Eckenhaid, im Deutschunterricht und in der Malstunde mit Flüchtlingskindern und jetzt auch in meinen Vorlese- und Erzählkursen im Sommerferienprogramm des Jugendbüros der Gemeinde Eckental, weiß, wie wichtig für die Kinder - aber auch für jedes andere Lebensalter - das Thema "Freunde" und "Freundschaft" ist, zitiere ich hier zum Abschluss noch einige Zeilen aus einem Gedicht von Joan Walsh Anglund, amerikanische Dichterin/Kinderbuchautorin, das mir vor langer Zeit eine Freundin geschenkt hat:
Ein Freund ist jemand, der dich gern hat.
Es kann ein Junge sein. Es kann ein Mädchen sein.
Oder eine Katze... Oder ein Hund... Oder gar eine weiße Maus.
Ein Baum kann auch dein Freund sein. Er hat dich gern, weil er dir Äpfel gibt,
oder Birnen oder auch einen Ast zum Schaukeln.
Und manchmal, wenn du denkst, du hast keine Freunde...
Dann musst du innehalten und dich besinnen,
ob dich nicht jemand angelächelt hat auf seine Art.
Freunde musst du eben manchmal suchen.
Manche haben viele Freunde. Manche haben ein paar Freunde.
Aber jeder, jeder in der ganzen weiten Welt hat bestimmt einen Freund. …..
Hast du deinen Freund gefunden?

Liebe Kinder, Eltern, Großeltern, Erzieher und alle anderen Interessierte,
ich wünsche allen eine schöne Zeit mit viel Spaß und Freude und Frieden im Miteinander. Mit dem Buch „Der Regenbogenfisch stiftet FRIEDEN“ hat uns der Autor mit seinen Texten und seinen Zeichnungen klargemacht, dass es besser ist, über Missverständnisse, Misstrauen und Angst voreinander möglichst sofort miteinander zu reden, um weitere und größere Schwierigkeiten bis hin zu Bösartigkeiten, Gewalt und Unfrieden zu vermeiden.
Tschüss und Ade! Bleibt alle gesund!
Ihre/Eure Annegret Schildknecht

Hinweis:
Alle Beiträge zu meinen digitalen Lese- und Vorlesestunden für Jung und Alt als Ersatz für coronabedingt nicht mögliche Präsenz-Vorlesestunden sind
hier
(bitte anklicken) sowie unter: https://www.wochenklick.de/tag/vorlesen
Hinweis: Die Beiträge für Jung und Alt kommen im Kindergarten durch die Erzieherinnen und im Seniorenzentrum Martha-Maria durch die Sozialbetreuung zum Einsatz und sind auch auf der Homepage der Friedenskirche Eckenhaid unter Kindergarten, Aktuelles, zu finden.
Hinweis: Das Copyright für Fotos mit der Angabe "M.Schi." liegt bei:
Dr. Manfred Schildknecht

Autor:

Annegret Schildknecht aus Eckental

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