Typisierungsaktion im Gymnasium Eckental
DKMS – „Dein Typ ist gefragt!”
- DKMS-Referentin Anna Bohn mit dem P-Seminar „Gesunde Schule”: Katie Körner (Teamleitung der Projektgruppe), Merle Siebert, Leni Ziegler, Jule Hofmann, Manuela Wagner (Leitung des P-Seminars), Semih Sahin und Corinna Vogt (v.li.).
- Foto: Privat
- hochgeladen von wochenblatt - Redaktion
Alle 12 Minuten erhält allein in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Für viele Betroffene ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Aus diesem Grund beteiligte sich das Gymnasium Eckental bereits zum sechsten Mal an dem Schulprojekt der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei Organisation) „Dein Typ ist gefragt”, das im Rahmen des P-Seminars „Gesunde Schule” unter der Leitung von Manuela Wagner organisiert wurde.
Am 19. Januar fand für die Schülerinnen und Schüler der Q12 und Q13 eine Informationsveranstaltung statt. In dem anschaulichen und zugleich sehr informativen Vortrag klärte Referentin Anna Bohn von der DKMS über die Erkrankung Blutkrebs, die Arbeit der DKMS sowie den Ablauf einer Stammzellspende auf. Ergänzt wurde der Vortrag durch einen persönlichen Erfahrungsbericht einer Lehrkraft der Schule, welcher die Bedeutung einer Registrierung besonders greifbar machte.
Im Anschluss bestand für interessierte Schülerinnen und Schüler ab 17 Jahren sowie für Lehrkräfte die Möglichkeit, sich freiwillig als potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender typisieren zu lassen. Die Typisierungsaktion fand in zwei Klassenzimmern statt und wurde aufgrund des großen Interesses spontan auch auf den Gang ausgeweitet. Die Registrierung erfolgte unkompliziert und schnell mittels eines Wangenschleimhautabstriches. Die Gewebemerkmale werden nach der Aktion in einem Labor analysiert und für die weltweite Spendersuche zur Verfügung gestellt.
Die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich Stammzellen spenden zu können, liegt bei etwa einem Prozent. Deshalb ist es auch so wichtig, dass möglichst viele Menschen mitmachen und sich registrieren lassen.
Sollte es dann tatsächlich zu einer Stammzellspende kommen, handelt es sich in rund 90 % der Fälle lediglich um eine Blutspende. Dies zeigt, wie einfach es sein kann, ein Menschenleben zu retten.
Insgesamt konnten 111 neue Typisierungen durchgeführt werden. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der an der Schule registrierten potenziellen Stammzellspenderinnen und -spender auf 588. Durch bisherige Typisierungsaktionen an der Schule sind bereits sechs Echtspenden hervorgegangen.
Das P-Seminar dankt allen, die bei der Typisierungsaktion mitgeholfen haben und natürlich allen, die sich haben typisieren lassen!
Weitere Informationen zur DKMS sowie zu den Themen Blutkrebs und Stammzellspende gibt es unter
www.dkms.de
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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