Leserbrief: EN und Pegnitz-Zeitung v. 09.03.26
Bürgermeisterin Dölle am Wahlabend
Nach monatelangem Wahlkampf, in dem vor allem die Kandidierenden für das Bürgermeisteramt Unglaubliches geleistet haben, beginnt nun vor der Stichwahl offenbar eine Kampagne - zumindest wenn man dem Artikel in der Pegnitz-Zeitung und den Erlanger Nachrichten vom 09.03.2026 glaubt.
Erstaunlich dabei ist, dass es gar nicht die Kandidaten selbst sind, die diese Kampagne befeuern: Die unterlegenen Bewerber respektieren offenbar die Ergebnisse der demokratischen Wahl, die beiden stärksten Bewerber ziehen wie vorgesehen in die Stichwahl.
Die Äußerungen, die jetzt aus dem Rathaus kommen (Bürgermeisterin Dölle wird wörtlich zitiert), sind dabei allerdings einer demokratischen Auseinandersetzung unwürdig.
Klar ist: Wahlempfehlungen gehören zum politischen Prozess, die begleitenden Bemerkungen durch die Bürgermeisterin allerdings wirken befremdlich: Unter anderem soll Frau Dölle zu Wölfel „in scharfem Ton“ gesagt haben: „… wenn ihr ihn (Sebastian Singer) fertigmacht, dann …“.
Dieser Angriff auf Gerhard Wölfel und die Kandidierenden der Freien Wähler verlässt die Ebene der Sachlichkeit und des gegenseitigen Respekts. In einer Demokratie sind persönliche Angriffe dieser Art nicht tolerierbar.
Auch wenn jetzt bedauerlicherweise ein sehr problematischer Ton gesetzt ist, hoffe ich - und mit mir viele weitere Wählerinnen und Wähler - dass in Eckental nach der Stichwahl wieder die gegenseitige Wertschätzung den politischen Diskurs bestimmen wird, auch im neu gewählten Gemeinderat mit einem neu gewählten Bürgermeister.
Autor:Gertrud Reichert-Brod aus Eckental |
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