Blick ins Paradies
Blick ins Paradies

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Einen „Blick ins Paradies“ konnten die Eckentaler Bürger am Himmelfahrtstag in Forth am Heckengrundstück oberhalb des Seniorenzentrums Martha Maria erhalten und genießen. Geöffnet war das Garten-Biotop ab 11:00 Uhr für die Öffentlichkeit, um sich über die Artenvielfalt und Biodiversität dieses altehrwürdigen Grundstücks zu informieren und die Vielfalt eines gesunden Ökosystems selbst zu erforschen. In Zusammenarbeit mit den Freunden des Eckenbergs öffnete der Eigentümer seinen Garten und lud zu Kaffee und Kuchen ein. Trotz des sehr durchwachsenen Wetters und anfänglich heftigen Regenschauern wurde diese einzigartige Möglichkeit von vielen Besuchern, jung und alt, mit großem Interesse wahrgenommen. Die Besonderheit dieses Gartens ist nicht nur, dass das Grundstück vom Landesbund für Vogel- Naturschutz (LBV) in Zusammenarbeit mit dem Artenschutzzentrum des Bayerischen Landesamts für Umwelt als „Vogelfreundlicher Garten“ mit einer Urkunde des Umweltministers Glauber ausgezeichnet ist, sondern dass im Zentrum des Gartens ein 100 Jahre alter Birnbaum steht, der immer noch gesunde Blüten und Früchte trägt.
Unter fachkundiger Leitung von Dietmar Hartmann, Ortsgruppe Eckental des BUND Naturschutz Bayern e.V., wurden mehrere naturkundliche Führungen für die interessierten Besucher durch das Heckengrundstück geführt, wobei die teilweise verborgenen biologischen Schätze und Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten gezeigt und erläutert wurden. Dabei auch besonders gefährdete Pflanzenarten, die in Deutschland auf der roten Liste stehen und daher besonders geschützt sind. Die gesunde Funktionsweise des Ökosystems lebt vom Zusammenwirken von jungen frisch austreibenden Pflanzen und Büschen ebenso, wie dem Vorhandensein von abgestorbenen Bäumen und Totholz als Refugium für Insekten und Kleingetier.
Musikalisch untermalt wurde der Tag vom Eckentaler Liedermacher Michael Schramm, der mit seinem @philharmonieprojekt (Instagram) ein Lied über den geplanten Bau der Umgehungsstraße und der damit verbundenen Zerstörung des Garten-Biotops gedichtet hat. Denn das ist die Realität, die dann zutrifft, wenn die Umgehungsstraße B2-Forth kommen sollte. Dann werden mehr als 1000 m2 unwiederbringliches Biotop zerstört.
Trotz aller Wehmut über den zu erwartenden Verlust des beinahe 100 Jahre alten urwüchsigen Biotops, wurde von den Besuchern die Schönheit dieses kleinen Paradieses im Chor mit einem alten Lied der Christenheit besungen: „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben…“ Zutreffender konnte der von allen Besuchern gewonnene Eindruck nicht ausgedrückt werden.

Detlef Obieray

Autor:

Detlef Obieray aus Eckental

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