Geheimnisse der Eckentaler Wanderwege
Das Benzendorfer Kruzifix

Das Kreuz ließ Friedrich Pabst aus Holz aus dem eigenen Wald fertigen als Zeichen seiner Dankbarkeit für das Überstehen einer schweren Erkrankung.
  • Das Kreuz ließ Friedrich Pabst aus Holz aus dem eigenen Wald fertigen als Zeichen seiner Dankbarkeit für das Überstehen einer schweren Erkrankung.
  • Foto: P. Bajus
  • hochgeladen von wochenblatt - Redaktion

Wer mit offenen Augen die Eckentaler Wanderwege erwandert, wird herrliche Aussichten finden, aber auch viele „unscheinbare Dinge“, an denen man eher achtlos vorbeiläuft. In einer losen Serie stellt Peter Bajus einige dieser Orte vor und erzählt von deren Geheimnissen.

Wege-, Flur- und Gedenkkreuze sind Ausdruck tief verwurzelter Volksfrömmigkeit. Manche dieser Kreuze stehen schon sehr lange an Wegränder oder vor Gebäuden.Alle aber erzählen sie Geschichten. Geschichten von Menschen und Zeiten, von Schicksalsschlägen, aber auch von erfreulichen Ereignissen. Letztlich sind sie Ausdruck der Erkenntnis des Ausgeliefertseins, aber auch des Getragen Werdens, des Bittens und des Dankens. Wege- oder Gedenkkreuze spiegeln also auch ein Stück Geschichte unserer Kultur wider.

Das Kruzifix

Im Ortsteil Benzendorf der Gemeinde Eckental, steht ein solches Gedenkkreuz vor dem Anwesen „Benzendorf 13“, der Familie Pabst.

Friedrich Pabst hatte es 1912 errichten lassen. In der Familie hält sich die Geschichte, dass er damit seinem Herrgott seinen Dank erweisen wollte eine schwere Krankheit gut überstanden zu haben.

Für das Kreuzesholz suchte man im eigen Wald eine passende Eiche aus. Aus diesem Eichenholz fertigte dann der Zimmermann Hans Sperber aus Unterrüsselbach ein geeignetes Kreuz. Dieses Kreuz erhielt noch zum Schutz ein kupfernes Rundbogendach mit Zackenfries und eine Eichenrückwand.

Die schön geschnitzte Christusfigur stammt angeblich aus Oberammergau und soll damals mit der Eisenbahn bis nach Forth transportiert worden sein. Von dort wurde der Corpus auf Stroh liegend mit dem Kuhfuhrwerk nach Benzendorf transportiert.

Nach der Aufstellung wurde es vom damaligen Pfarrer Heumann der Pfarrei Kirchröttenbach geweiht.

Um 1975 ließ die Familie Pabst das Kruzifix renovieren. Das Kreuzesholz und die Eichenrückwand wurden erneuert. Der damals amtierende Pfarrer der Pfarrgemeinde Stöckach-Forth, Adolph Schrenk, weihte das wieder wie neu erscheinende Kruzifix.

Wegebeschreibung

Um dieses schöne Kruzifix zu bewundern sei der Eckentaler Rundwanderweg Nr. 8 empfohlen. Man geht in Oedhof von der Bushaltestelle mit dem Wanderzeichen „weiße 8 auf rotem Grund“ in westliche Richtung, an der Hausnummer 2 vorbei, mit einem asphaltierten Flurweg aus dem Ort. Der Flurweg führt auf der Höhe, mit schönem Blick auf Benzendorf, durch Wiesen und Felder bis er nach etwas mehr als 600 Meter auf den ebenfalls asphaltierten Kirchenweg nach Kirchrüsselbach trifft. Jetzt nach links dem Wegezeichen bergab folgen, bis wir unten auf die Kreisstraße ERH 12 treffen. Das Wanderzeichen führt genau auf das Haus „Benzendorf Nr. 13“ zu, wo wir das Wegekreuz direkt am Fußgängerweg sehen.

Möchte jemand den ganzen Eckentaler Rundwanderweg Nr. 8 wandern, findet er den Verlauf in der Wanderkarte des Marktes Eckental, die man an der Rathauspforte kostenlos erhält.

Quellen: Familie Pabst, Benzendorf; Herr Georg Kampfer, Großbellhofen; Pfarramt Kirchröttenbach

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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