Vorsorge gegen Infektionskrankheiten
Tigermücke und Feldspitzmaus

Asiatische Tigermücke | Foto: Alexandra Greß

Beitrag zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke

Letztes Jahr hat das Gesundheitsamt Forchheim in Igensdorf im Gemeindeteil Pettensiedel ein Monitoring der asiatischen Tigermücke durchgeführt. Dieses hat ergeben, dass sich eine kleine Population dort angesiedelt hat.Die asiatische Tigermücke ist eine sehr aggressive tagaktive Stechmücke, die tropische Krankheiten übertragen kann, die aktuell in Deutschland glücklicherweise noch nicht vorkommen. Eine weitere Ausbreitung sollte jedoch möglichst verhindert werden.

Daher sind in diesem Jahr neben einem erneuten Monitoring auch aktive Bekämpfungsmaßnahmen im öffentlichen Raum geplant. Diese beinhalten die monatliche Ausbringung des Larvizids B.t.i. in kleinen Wasseransammlungen wie Sinkkästen, Gullys und Abwasserschächten. B.t.i ist ein biologisch abbaubares Protein, das im Wasser die Larven der asiatischen Tigermücke abtötet, aber bei (wie hier geplanter) kleinskalierter Ausbringung unbedenklich ist für Menschen und andere Säugetiere sowie Umwelt und Biodiversität.
Die Maßnahmen können nur effektiv zu einer Eliminierung der asiatischen Tigermücke beitragen, wenn auch durch die Bürger zur Bekämpfung im eigenen Garten oder Balkon beitragen:
• Wasser in Blumenuntersetzern, Vasen und (Vogel-)Tränken mindestens einmal wöchentlich wechseln und Behälter auswischen

• Regentonnen mückensicher abdecken (z. B. mit einem feinmaschigen Netz oder Deckel)
• Unbenutzte Behälter wie Gießkannen, Eimer oder Spielzeuge entfernen oder kippsicher lagern

Mit diesen einfachen Maßnahmen können Bürger einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der asiatischen Tigermücke in ihrer Gemeinde leisten.
www.gesundheit-forchheim.de

Vorsicht vor der Feldspitzmaus

Täglich wird von Hantavirus-Infektionen auf einem Kreuzfahrtschiff berichtet – und dabei der Blick auf das Bornavirus vernachlässigt, mahnt der Heroldsberger Pharmakologe Fritz Sörgel. Gegen die meistens tödlichen Erkrankungen durch das Bornavirus gibt es keine gezielte Therapie. Im April gab es im Unterallgäu einen Todesfall nach der Infektion mit dem Bornavirus, im Mai in Augsburg einen weiteren sowie vergangene Woche eine schwerkranke Person im Raum Viechtach.

Solche Infektionen sind bisher sehr selten. Das Virus wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern vor allem über die Feldspitzmaus. Typische Symptome sind anfangs Kopfschmerzen, Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl, binnen weniger Tage Verhaltensauffälligkeiten, Sprach- und Gangstörungen sowie im weiteren Verlauf eine schwere Gehirnentzündung und tiefes Koma.

Das Infektionsrisiko ist bisher sehr gering, kann aber durch eine Vermeidung des Kontakts mit Spitzmäusen und deren Ausscheidungen reduziert werden. Werden Spitzmäuse im häuslichen Umfeld beobachtet, ist wichtig, ihre Nahrungsquelle zu beseitigen (beispielsweise Insekten in Komposthaufen oder Tierfutter im Freien). Ist eine tote Spitzmaus zu entsorgen – zum Beispiel, weil eine Katze sie ins Haus geschleppt hat – dann nur mit Gummihandschuhen in einer geschlossenen Plastiktüte über den Hausmüll. Bei Staubentwicklung wird vorab das Besprühen mit handelsüblichem Reinigungsmittel sowie das Tragen einer FFP2-Maske und Schutzbrille empfohlen.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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