Naturparadies am Golfplatz Schleinhof
Neue Schautafeln verdeutlichen die Artenvielfalt

Vier neue Schautafeln sollen Wanderern und Mitgliedern zeigen, wie viele verschiedene Tierarten sich auf demGolfplatz niedergelassen haben.
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  • Vier neue Schautafeln sollen Wanderern und Mitgliedern zeigen, wie viele verschiedene Tierarten sich auf demGolfplatz niedergelassen haben.
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Gleich vier neue Informationstafeln stehen seit kurzem auf der 18-Loch-Golfanlage des Golfclub Erlangen. Mit den Schildern möchten die Golfsportler auf die Vielfalt an Tieren aufmerksam machen, die dort leben. "Wir haben so viel Wild und andere Tiere", erzählen Golf Club Manager Erwin Gietl und Hausmeister Wilfried Schwarz. An den beiden Wanderwegen, die durch die Golfanlage führen, will man auch Wanderern und Spaziergängern die Artenvielfalt am Golfplatz deutlich machen. Eine Tafel zeigt unter dem Thema "Unsere Tierfreunde auf dem Golfplatz" die vorkommenden Wildarten. Zwei weitere Tafeln " Unser Vogelparadies" listen die verschiedenen Vogelarten auf. Die vierte Tafel steht am Loch 17. Dort hat sich eine Nutria, auch Biberratte genannt, niedergelassen.

"So viel wie nötig, so wenig wie möglich"

Über 80 Vogelarten gibt es am Golfplatz, außerdem kann man Rebhühner, Fasane, Rehe, Füchse, Enten und vieles mehr beobachten. Dass die Tiere sich dort so wohlfühlen, kommt nicht von irgendwoher. Schon seit längerem tut der Golfclub alles dafür, nicht mehr als nötig in die Natur einzugreifen. Rafts werden beispielsweise nur einmal im Jahr gemäht - immer dann, wenn sichergestellt ist, dass die Brutzeit aller Vögel vorbei ist. Dafür wird auch in Kauf genommen, dass der Blick neben den Spielflächen auch auf „wilde“ Bereiche fällt. Lediglich die Spielrelevanten Flächen, wie die Abschläge und Fairways werden regelmäßig gemäht - aber auch hier gilt der Grundsatz: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. An den anderen Stellen dürfen das Gras und die Büsche wachsen, wie sie möchten. "Seitens unserer Mitglieder wird das alles positiv gesehen", sind sich die beiden einig. Negative Rückmeldungen habe keiner von beiden bisher bekommen.

"Unser Vogelparadies"

Außerdem hat der Golfclub im letzten Jahr damit begonnen, Bienenweiden anzulegen. Ganzjährig blühen dort verschiedene Blumenarten um Bienen, Wespen, Schmetterlinge und auch Insekten ein Zuhause zu geben. "Wir haben viele verschiedene Wildbienen und -Wespen", erklärt Schwarz.

Im kommenden Jahr sollen noch mehr dieser Bienenweiden angelegt werden.
  • Im kommenden Jahr sollen noch mehr dieser Bienenweiden angelegt werden.
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Tier, Natur und Golf miteinander vereinbar

Seit kurzem ist auch der Biber zurück gekehrt auf die Anlage. Zuletzt war er im Frühjahr da. Niedergelassen hat er sich an dem kleinen Weiher am Loch 17. Dass der Biber den ein oder anderen Baum bereits gefällt hat, nimmt ihm Club Manager Gietl nicht übel. "Tier, Natur und Golf können wunderbar harmonieren, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen", sagt Gietl. So wird sogar regelmäßig Fallobst gesammelt und dem Biber als Futter hingelegt.

Regelmäßig wird Fallobst gesammelt und dem Biber als Futter hingelegt.
  • Regelmäßig wird Fallobst gesammelt und dem Biber als Futter hingelegt.
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An diesem Baum hat sich der Biber zu schaffen gemacht.

Schwarz, der auch der örtliche Jagdpächter und ausgebildeter Naturschutzwart ist, macht seine Naturschutzführungen, die er regelmäßig unter anderem für Schüler durchführt, nur am Golfplatz. Auf engstem Raum befinden sich hier unter anderem Biotope, Trocken-Rasen, Mager-Rasen u.v.m. - alles was die Natur eben zu bieten hat. Deshalb biete sich der Golfplatz bestens dafür an, seine Führungen dort zu veranstalten, erklärt er. Außerdem schwärmt Schwarz von der Artenvielfalt, die sich am Golfclub niedergelassen hat. Vor allem begeistert ist er davon, dass auch seltene Tiere wie der Sperlingskauz sich dort niederlassen und sogar am Golfplatz brüten. Damit die Tiere auch bleiben, möchte Gietl zusammen mit Schwarz das Thema Naturschutz noch weiterentwickeln. "Unser Golfplatz ist, was Natur angeht, schon traumhaft, aber es ist noch Luft nach oben", so Schwarz.

Autor:

Jennifer Müller aus Eckental

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