Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Im Namen der Demokratie
- hochgeladen von Gloss'n Hans
Sie wer’n lachen, aber ich bin froh, dass zur Landratswahl im Kreis Forchheim nicht der Glaubers Thorsten gegen den Hofmanns Michael angetreten ist. Warum? Weil ich schon für diesen ersten Satz nachschlagen musste, wie sich der Umweltminister aus Pinzberg schreibt. Thorsten Glauber wie Torsten Sträter, bloß mit h – oder andersrum? Ich war auch erleichtert, als sein Vater als Landrat aufgehört hat, weil ich nie wusste, ob er als Reinhard auf d oder dt endet. Mit Günter und Günther ist es nicht besser, ebenso mit den üblichen Verdächtigen wie Engelhard(t) und Gebhard(t) sowie den ganzen Meiers und Schmidts (in allen Schreibweisen). Ein Blick auf die Stimmzettel beruhigt mich: Hauptsächlich gut merk- und schreibbare Namen.
Was der Blick auf die Listen noch zeigt, ist die beeindruckende Zahl derer, die sich offen für kommunalpolitische Arbeit zur Verfügung stellen. Neben den Bewerbungen für die Profi-Ämter in Rathäusern und Landratsämtern sind das 150 für den Gemeinderat Eckental, 99 in Heroldsberg, 85 in Igensdorf und 66 für Kalchreuth. Das ergibt 400 Menschen im wochenblatt-Land, die sich schon vor der Wahl für die (ihrer Meinung nach) besten Lösungen stark machen. Und bereit sind, hinterher im Falle ihrer Wahl dafür zu argumentieren und mitzuentscheiden. Für den Kreistag Erlangen-Höchstadt kandidieren nochmal 414 und für den Kreistag Forchheim 403 Personen.
Gemeinde- wie Kreisräte werden sich in komplizierte Sachverhalte einarbeiten und sich auf viele Sitzungen vorbereiten, im Gesamtgremium und zusätzlich in Ausschüssen. Statt in Social-Media und an Stammtischen rumzunörgeln, werden sie aktiv mitgestalten. Unsere Demokratie funktioniert zumindest von unten her. Ob mit oder ohne h, ei, ey, ay, d oder dt – dafür schon jetzt ein ganz großes Dankeschön!
Ihr Gloss’n Hans
Autor:Gloss'n Hans aus Eckental |
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