Leserbrief
Verkehrswende in weiter Ferne ...

... ist der erste Gedanke, der mir kommt, wenn ich von einem „Parksystem mit dynamisch elektronischen Anzeigetalfeln und Informationshinweisen“ wegen „Parkplatznot im Paradies“ im beschaulichen Weißenohe lese (letztes wochenblatt, Seite 35). Das idyllische, kleine, ländliche Dorf mit der schönen Klosterbrauerei, das wohl von vielen Auswärtigen, die mit dem Auto kommen, als Ausgangspunkt u.a. für Wanderungen ins Lillachtal auserkoren wird. Genau das - ein Paradies - wäre es dann nämlich nicht mehr, sondern es wäre wie der Ort, dem die vielen Menschen, die am Wochenende aus der Stadt kommen und der Hektik entfliehen wollen.
Warum heißt der Ansatz zur Lösung dieses Problems nicht ÖPNV? Und zwar günstig zu erschwinglichen Preisen bzw. vielleicht irgendwann kostenlos - und zwar für alle und in einem vernünftigen Takt. In dem Fall hält die Gräfenbergbahn direkt vor der Tür. So muss nichts neues geplant und gebaut werden, immense Kosten und vor allem Platz werden gespart, die Gräfenbergbahn wird endlich mal ausgelastet und rentabel, Autoflut und Verkehrslärm bleiben aus, die Luft sauber und der Wanderer kann mit dem gesparten Geld auch noch eins (oder mehr ;) trinken in der Klosterbrauerei, denn er muss ja nicht mehr fahren. Die Dorfbewohner sind sicherlich auch nicht begeistert von High-Tech-Traffic-Einrichtungen und vollgeparkten Plätzen und Straßen. Letztendlich braucht dort der eine oder andere auch einen Parkplatz. Wann erkennen wir endlich, dass die Zukunft nicht bedeuten kann: Jeder mit dem eigenen Auto überall hin, zumeist auch noch allein in demselben, vielleicht mal zu zweit. Lasst uns statt Plätzen für Autos lieber Treffpunkte für Menschen schaffen, an denen wir uns wohl fühlen und austauschen können, für eine persönliche Atmosphäre und ein gutes Miteinander.
Sonja Ziegler

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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