Seniorenzentrum Martha-Maria, Eckental-Forth - ALLE MITEINANDER - alle füreinander - alle MITTENDRIN!
KOMMT, HÖRT, SINGT UND MACHT MIT: Sommerwiesen-Phantasie- und Erinnerungsreise per Livestream

Schmetterling "Kaisermantel", Nektar saugend auf den Blüten einer Schafgarbe
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  • Schmetterling "Kaisermantel", Nektar saugend auf den Blüten einer Schafgarbe
  • Foto: M.Schi.
  • hochgeladen von Annegret Schildknecht

ALLE MITEINANDER - ALLE FÜREINANDER - ALLE MITTENDRIN!

Eine Lesung mit Musik per Livestream, das war etwas Neues im Seniorenzentrum Martha-Maria in Forth: Coronabedingt saßen die Bewohner nicht im großen Saal, sondern in den diversen Gemeinschaftsräumen vor den Fernsehgeräten und verfolgten die Übertragung einer abwechslungsreichen Unterhaltungsstunde per Livestream, während Annegret Schildknecht, Lesung, und Heinrich Auerswald, Klavier, im Saal vor laufender Kamera agierten. Nur einige wenige Bewohner saßen, unter Beachtung der Corona-AHA-Regeln, in der ersten Reihe im großen Saal und sorgten so mit ihrer Anwesenheit für einen unmittelbaren Dialog von Mensch zu Mensch. 

Annegret Schildknecht entführte die Zuhörer auf eine Phantasiereise für alle Sinne über eine in vielen Farben blühende Sommerwiese mit dem Duft von Wildblumen, dem Geschmack von Heilpflanzen und dem Anblick von im Sommerwind zitternden Gräsern und Blumen. Die stimmungsvollen Einblicke in den faszinierenden Mikrokosmos einer Sommerwiese regten die Phantasie und auch die Erinnerungen der Zuhörer an. So wurden die Gestalten der in der Wiese lebenden Tiere in der Vorstellung im Kopf sichtbar und auch deren Geräusche hörbar, wenn sie durch die Gräser und Blumen huschen oder fliegen. Das waren der anmutige, lautlose Flügelschlag von Schmetterlingen und von fast durchsichtigen Libellen, den sogenannten Kindern der Sonne, das Summen von Bienen und Hummeln, aber auch das der unbeliebten Mücken, das Zirpen von Grillen, das Fiepen von Haselmäusen und Igeln sowie das Zwitschern der Vögel, der Gesang einer Feldlerche und das Rufen des Kuckucks.
Heinrich Auerswald begleitete die Lesung mit von ihm ausgesuchten, zu den Textinhalten passenden klassischen sommerlichen Musikstücken und überzeugte wieder einmal durch sein stimmungsvolles, gekonntes Spiel am Flügel.

Beiden Protagonisten fehlte zwar der persönliche Dialog mit den Bewohnern und die Möglichkeit, wie bei einer echten Begegnung die Stimmungen und Befindlichkeiten an der Mimik der Zuhörer abzulesen, aber die Veranstaltung und deren Übertragung per Livestream waren dennoch sehr gelungen. Das Interesse und die Stimmung der Bewohner waren sehr gut, wie anschließend von Markus Kalbskopf, Einrichtungsleitung, Ingrid Müller, Pflegedienstleitung, und Bianca Marberger, Sozialbetreuung, berichtet wurde.

Bis wieder Veranstaltungen für Alle im großen Saal oder auch im kleineren Kreis in den jeweiligen Gemeinschaftsräumen durchgeführt werden können, möchte Annegret Schildknecht gern weitere Veranstaltungen per Livestream aus ihrer Reihe „Kommt, hört, singt und macht mit“ für die Bewohner durchführen. Auch Heinrich Auerswald freut sich auf einen nächsten Einsatz im Seniorenzentrum Martha-Maria und darauf, die Bewohner mit seinem Klavierspiel zu erfreuen.

Am Schluß der Veranstaltung wurden, ein im Laufe der Zeit liebgewonnenes Abschiedsritual, gute Wünsche mit auf den Weg gegeben, die diesmal die positiven und bereichernden Auswirkungen auf Alle betreffen, die am Kreislauf von "Gutes geben und nehmen, weitergeben und zurückgeben" teilnehmen. Dabei kann es sich zum Beispiel um ein Lächeln, ein Lob, einen verständnisvollen Blick, eine liebevolle Geste, eine Berührung und anderes mehr handeln, das zwar allen Beteiligten gut tut, aber doch nicht immer leicht fällt. Bestimmt hat es jeder schon einmal oder auch mehrmals erlebt:  Wenn man Liebe gibt, dann kommt sie zurück, früher oder später, und wenn man offen und bereit ist, das Gute anzunehmen, dann kommt es einem entgegen, man muss es nur wahrnehmen und bereit sein dafür. 

Gemeinsam wurde dann im Saal und in den Gemeinschaftsräumen vor den Fernsehgeräten das beliebte Sommerlied von Paul Gerhardt: „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit…“ und das Abschiedslied „Auf Wiedersehn, Auf Wiedersehn, bleib nicht so lange fort …“ gesungen. Coronabedingt verabschiedete man sich mit einem Lächeln und verzichtete auf das Händeschütteln oder eine kleine Umarmung. Daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen, jetzt und auch in der Zukunft. 

Bleiben Sie alle gesund und fröhlich!
Annegret Schildknecht

Hinweis:
Alle Beiträge zu meinen digitalen Vorlesestunden für Jung und Alt finden Sie hier
(bitte anklicken) sowie unter: https://www.wochenklick.de/tag/vorlesen
Die Texte kommen im Kindergarten durch die Erzieherinnen und im Seniorenzentrum Martha-Maria durch die Sozialbetreuung zum Einsatz.
Hinweis: Das Copyright für Fotos mit der Angabe "M.Schi." liegt bei:
Dr. Manfred Schildknecht

Autor:

Annegret Schildknecht aus Eckental

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