Gymnasium Eckental
Bäume für die Zukunft

Die Schüler des P-Seminars graben Löcher für die neuen Setzlinge.
  • Die Schüler des P-Seminars graben Löcher für die neuen Setzlinge.
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Am Montag, den 15. November, fand die Pflanzaktion des P-Seminars „Klimawandel im Heimatraum” des Gymnasiums Eckental statt. Zusammen mit dem Förster, Siegfried Dörfler, pflanzten die Schüler Edelkastanien, Zerreichen, Vogelkirschen und Winterlinden beim Waldkindergarten in Eckenhaid. Auch die Kinder des Waldkindergartens nahmen mit Begeisterung teil. Ziel der Aktion war es, den heimischen Wald gegen die Auswirkungen des Klimawandels sicher zu machen und dafür gleich selbst Hand anzulegen.

Morgens um 8.30 Uhr trafen sich die Schüler, zusammen mit ihrem Seminarleiter, Herrn Wiebel, am Wald. Frisch Corona-getestet stellte sich die Gruppe dem Waldkindergarten vor. Zunächst erklärte Herr Dörfler den Schülern die Ansprüche der zu pflanzenden Bäume. Unter Berücksichtigung von Diagrammen und Graphen wurde deutlich, dass sich diese bereits jetzt, aber noch mehr im zukünftigen wärmeren Klima wohl fühlen werden.

Obwohl die Edelkastanie und die Zerreiche natürlicherweise im Mittelmeerraum vorkommen, und damit an wärmere Temperaturen von Haus aus gewöhnt sind, können beide durchaus auch mit Frösten umgehen: „Die Römer haben die Edelkastanie bereits vor über 2.000 Jahren bis zum Limes gebracht. Daher wissen wir, dass sie auch eine gewisse Frosttoleranz mitbringt“, sagt Herr Dörfler. Er ergänzt: “Das trifft auch für die Zerreiche zu, das sie auch in gebirgigen Regionen des östlichen Mittelmeergebiet wächst!”

In der Zeit, in der das Seminar noch auf die Lieferung der Setzlinge wartete, übte der Förster mit den Schülern die Entnahme einer Bodenprobe mit Hilfe eines Bohrstocks, um sicher zu stellen, dass die an Nährstoffen anspruchsvollere Vogelkirsche an den richtigen Platz kam.

Mit allen Werkzeugen, Materialien und Setzlingen beisammen fing die Gruppe an, das Gebiet abzustecken. Die Bäume sollten in Reihen mit einem Abstand zu je zwei Metern gepflanzt werden. Innerhalb einer Reihe betrug der Abstand zwischen zwei Bäumen 1,5 Meter.

Bevor es jedoch losging, brachte Herr Dörfler allen Teilnehmern das korrekte Pflanzen bei, sowie das richtige Trimmen der Wurzeln. Es wurden insgesamt circa 125 Bäume gepflanzt, drei davon mit den Kindern auf dem Gelände des Kindergartens. Die Kinder wurden an die Thematik herangeführt und ihnen wurde gezeigt, wie man Verantwortung für die Pflege der Bäume übernimmt. Die letzte Aufgabe bestand darin, die Setzlinge mit Schafsfett zu besprühen, welches als Fressschutz vor Rehen dient. Schließlich wurden die Gerätschaften aufgeräumt und die Pflanzaktion für beendet erklärt.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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