Erlangen-Höchstadt feiert runden Geburtstag
50 Jahre ERH

Landrat Alexander Tritthart ist stolz und dankbar darüber, die Arbeit seiner Vorgänger weiterführen zu dürfen.
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  • Landrat Alexander Tritthart ist stolz und dankbar darüber, die Arbeit seiner Vorgänger weiterführen zu dürfen.
  • Foto: Uwe Rahner
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Wie das 50-jährige Jubiläum des Marktes Eckental, das 2022 vielfältig gefeiert wird, geht auch die Entstehung des Landkreises in seiner heutigen Form auf die bayerische Gebietsreform in den 1970er Jahren zurück.Damals wurden die Verwaltungseinheiten überdacht und neu gegliedert, um die Verwaltung der bis dahin oft sehr kleinstrukturierten Gebietskörperschaften effizienter zu gestalten, wie Landrat Alexander Tritthart vergangene Woche in einem Pressegespräch erläuterte. Die Reform betraf nicht nur die Zusammenlegung vieler Kleinstgemeinden, sondern auch die Landkreise und Regierungsbezirke. So habe er selbst die ersten Lebensjahre in Oberfranken verbracht, nämlich in Herzogenaurach, und ist ohne Umzug nach Mittelfranken gekommen, weil die Stadt seit der Reform zu Mittelfranken zählt.

Damals und heute „bewegte Zeiten”

Aus den Altlandkreisen Erlangen (erkennbar an den Auto-Kennzeichen ER) und Höchstadt a. d. Aisch (HÖS) entstand damals um die Stadt Erlangen herum der neue Landkreis Erlangen mit der Region im Westen der Stadt, die sich ab Juli 1973 auch im neuen Namen Erlangen-Höchstadt manifestierte.

Es waren bewegte Zeiten damals mit oft schwierigen Diskussionen um verschiedenste Vorschläge und die besten Lösungen. Heute ist die 50-jährige Geschichte des Landkreises eine Erfolgsgeschichte, stellt der Landrat fest: Die 25 Städte und Gemeinden haben sich im Herzen der Metropolregion „top entwickelt” im Hinblick auf Wirtschaftskraft, Wohlstand und Lebensqualität.

Auch das Jubiläum findet wieder in bewegten Zeiten statt mit gesellschaftlichen Herausforderungen und pandemiebedingten Unwägbarkeiten. Die Maßnahmen, mit denen der Landkreis seine Erfolgsgeschichte zum runden Geburtstag sichtbar und erlebbar machen will, sind ein Mix aus Veranstaltungen, gedruckten Veröffentlichungen, Onlineprojekten und Social-Media-Aktivitäten.

Bei den Ideen und Planungen setzt der Landrat ausdrücklich auf die jüngeren Mitarbeiter im Landratsamt. Diese arbeiten nicht nur mit allen Kommunikationskanälen, wie Projektkoordinator Johannes Hölzel erläutert, sondern holen auch alle Bevölkerungsgruppen und Regionen mit ins Boot.

Familienfest in Eckental, Projekte mit Sängerkreis und Kulturfreunden Heroldsberg

In Vestenbergsgreuth feiert der Kreisjugendring im Mai am Jugendzeltplatz sein 50-jähriges Bestehen. Ein Jubiläumskreistag und Festakt am 8. Juli in Gremsdorf soll weniger Bühnenprogramm bieten als gewohnt, sondern mehr Gelegenheit zum persönlichen Austausch auch mit „altgedienten” politischen Akteuren.

Bei einem Familienfest im September in Eckental feiert man zusammen mit der Marktgemeinde das gemeinsame 50-Jährige.

Auch der Fußballkreispokal für Kinder, das Seniorenfest in Höchstadt, der JugendKonzertMarathon, das Landkressingen, das Sportakulum und die Sportlerehrung, ein „Tag der offenen Tür” im Kreiskrankenhaus St. Anna sowie Gemeinschaftsprojekte mit Vereinen, Schulen und Kreisverbänden sollen im Zeichen des Jubiläums das gesellschaftliche Leben im Landkreis herausstellen.

Mit den Partnerlandkreisen Tarnowskie Gory ist eine internationale Fahrradtour, eine Vernissage sowie ein Konzert geplant und mit dem Saale-Holzland-Kreis weitere Projekte.

Am kulturellen Jubiläumsprogramm beteiligen sich der Sängerkreis Erlangen-Forchheim sowie die Kulturfreunde Heroldsberg.

Peppige Festschrift und ein Landkreiskinderbuch

Auch eine Art Festschrift ist in Arbeit, die aber als „etwas andere Chronik” peppiger und schwungvoller daherkommen, als man es von vergleichbaren Anlässen in den vergangenen 50 Jahren gewohnt war. Bereits am Entstehen ist ein „Landkreis-Kinderbuch” im Format der bekannten Pixibücher, das kindgerecht und unterhaltsam verdeutlicht, wo und wie der Landkreis die Lebenswelt von Kindern und Familien berührt.

„CharaktERHköpfe” auf ­der Homepage und in den Social-Media-Kanälen

Gestartet ist schon eine Reihe von Beiträgen, die auf der Homepage Menschen vorstellt, die den Landkreis begleitet und geprägt haben – oder noch immer begleiten und prägen. Bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten werden als „CharaktERHköpfe” eigens mit aussagekräftigen Utensilien fotografiert und geben kurze Statements ab. Jeden Samstag und Sonntag werden die neuen Mini-Interviews auf den Social-Media-Kanälen präsentiert und sollen sich im Lauf des Jahres – passend zum Jubiläum – auf 50 CharaktERHköpfe summieren. Den Anfang machen bereits Michael Thiem, Gesamtleiter der Sozialtherapeutischen Einrichtungen der Laufer Mühle, und Heroldsbergs Bürgermeister Jan König.

Heroldsberg Bürgermeister Jan König schwingt den Taktstock für die Reihe „CharaktERHköpfe”
  • Heroldsberg Bürgermeister Jan König schwingt den Taktstock für die Reihe „CharaktERHköpfe”
  • Foto: Christian Pöllmann
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Zur Frage nach dem „Lieblingsort” sagt dieser: „Mein Lieblingsort ist der Schlossweiher in Heroldsberg unterhalb des Roten Schlosses. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die Kirche St. Matthäus und das historische Heroldsberg. Egal zu welcher Jahres- und Tageszeit: Das ist ein Platz zum Verweilen und Genießen!”

Die Frage nach dem Taktstock beantwortet er so: „Ich bin seit über 30 Jahren Chorleiter und leite seit nunmehr über 10 Jahren den Kirchenchor der katholischen Kirche St. Margaretha in Heroldsberg. Zusammen mit dem Chor führen wir einmal jährlich anlässlich des Gemeindefestes eine Messe mit Orchester und Solisten auf. Und um alle Beteiligten im Zaum zu halten, bedarf es eines Taktstocks.”

Ein außergewöhnlicher und einprägsamer Landkreis-Grundriss

Ein Jubiläums-Veranstaltungskalender dient auf der Homepage als aktuelle Orientierungshilfe und Überblick und ist offen für das Eintragen weiterer Veranstaltungen, die das Jubiläumsjahr des Landkreises bereichern können.

Optisch verdeutlicht wird das Festjahr bei allen Veröffentlichungen und in sämtlicher Korrespondenz durch ein Jubiläumslogo „50 Jahre Erlangen-Höchstadt 1972 – 2022”. Es zeigt einprägsam wie ein Poststempel den außergewöhnlichen Grundriss der Gebietskörperschaft: An der schmalsten Stelle bei Atzelsberg ist der Landkreis nur 850 Meter breit (online gemessen im BayernAtlas), von West bis Ost erstreckt er sich auf mehr als 50 Kilometer.

www.erlangen-hoechstadt.de/aktuelles/50-jahre-erh/

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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