Vom Haiangriff zurück auf die Welle
Parasurfer Éric Dargent zu Gast am GymEck
- Kürzlich besuchte der französische Parasurfer Éric Dargent das Gymnasium Eckental und sprach mit Schülerinnen und Schülern über seinen außergewöhnlichen Lebensweg, vom Haiangriff im Jahr 2011 bis zu seinen Erfolgen als mehrfacher Europameister und Vize-Weltmeister im Parasurfen.
- Foto: Privat
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Als Éric Dargent von jenem Tag im Jahr 2011 erzählt, wird es im Raum still. Vom Surfen vor der Küste der Insel Réunion. Vom plötzlichen Angriff eines Hais. Und davon, wie sich sein Leben innerhalb weniger Sekunden veränderte. Gebannt hört die gesamte Klasse zu.
Der französische Parasurfer war kürzlich zu Gast am Gymnasium Eckental und sprach mit Schülern der 9., 10., 11. Klassen sowie der Q13 über seinen außergewöhnlichen Lebensweg.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde der rund 50-minütige Dokumentarfilm ORA gezeigt. Darin erzählt Dargent gemeinsam mit zwei weiteren Parasportlern seine Geschichte. Alle drei leben mit körperlichen Einschränkungen: Einer der Sportler ist gehörlos, ein anderer hat einen amputierten Arm und Éric Dargent selbst verlor 2011 bei einem Haiangriff sein Bein. Doch der Film erzählt nicht von Niederlagen, sondern von neuen Perspektiven. Er zeigt, wie Menschen nach schweren Schicksalsschlägen neue Wege finden und daraus sogar Stärke entwickeln können. Die zentrale Botschaft: Anders zu sein kann auch eine Kraftquelle sein.
Éric Dargent selbst ist heute ein erfolgreicher Leistungssportler. Er ist mehrfacher Europameister und mehrfacher Vize-Weltmeister im Parasurfen. Gleichzeitig engagiert er sich stark für Inklusion im Sport. Nach seinem Unfall gründete er die Initiative „Surfeurs Dargent”, die Menschen mit Behinderung den Zugang zum Surf- und Wassersport erleichtern möchte und sich unter anderem für die Entwicklung spezieller Sportprothesen einsetzt.
Nach der Filmvorführung entwickelte sich ein lebendiges Gespräch mit den Schülern auf Französisch, sodass die Jugendlichen ihre Sprachkenntnisse direkt im Austausch anwenden konnten. Besonders interessierten sie sich dafür, wie Dargent nach dem Unfall Schritt für Schritt zurück in ein aktives Leben fand.
Der Sportler hatte auch mehrere seiner Prothesen mitgebracht. Die Kinder konnten sie aus nächster Nähe betrachten, anfassen und ausprobieren, wie sie funktionieren. Darunter befand sich auch eine speziell entwickelte Surfprothese, mit der Dargent weiterhin auf den Wellen unterwegs ist.
Mit Offenheit, Humor und beeindruckender Lebensenergie beantwortete Éric Dargent die vielen Fragen der Jugendlichen. Wie sehr der Besuch beeindruckte, zeigte sich auch nach dem offiziellen Teil: Viele Schüler nutzten die Gelegenheit, ein gemeinsames Selfie mit dem Parasurfer zu machen. Es war ein Vormittag, der den Jugendlichen nicht nur einen außergewöhnlichen Sportler näherbrachte, sondern auch eine Botschaft vermittelte, die noch lange nachwirken dürfte: Dass Mut, Ausdauer und eine positive Haltung helfen können, selbst schwierigste Herausforderungen zu meistern.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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