Apotheken-Teams protestieren
Montag 23.3. geschlossen!
- Foto: Pixabay
- hochgeladen von wochenblatt - Redaktion
Apothekenteams in ganz Deutschland protestieren am Montag, 23. März, für eine Stärkung der Apotheken vor Ort – auch mit Apothekenschließungen an diesem Tag.
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) rät Patientinnen und Patienten, nicht akut notwendige Rezepte noch VOR dem Protesttag einzulösen oder dann wieder ab Dienstag, 24. März. Im wochenblatt-Land beteiligen sich an der Protest-Schließung:
- St. Georg-Apotheke, Igensdorf
- apoforte, Forth
- apoforte, Eschenau
- Rathaus-Apotheke, Eschenau
- Kirsch-Apotheke, Kalchreuth
- Sonnen-Apotheke, Heroldsberg
- Alte Apotheke, Heroldsberg
Notdienst zur Akutversorgung mit dringenden Medikamenten hat die Rathaus-Apotheke in Eckental, Im Zentrum 1, Tel. 0 91 26 - 28 85 73
Die Apothekenteams fordern ein Ende der chronischen Unterfinanzierung der Apotheken und kämpfen für eine sofortige Erhöhung des Apothekenhonorars, informiert die ABDA. Die letzte Honorarerhöhung für die Apotheken habe es vor 13 Jahren gegeben, obwohl die Betriebskosten im selben Zeitraum um mehr als 65 Prozent angestiegen sind. Wegen der chronischen Unterfinanzierung habe man seit 2013 rund 20 Prozent aller Apotheken verloren. Mit dem Protesttag will man auf diese Situation aufmerksam machen.
„Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif”
ABDA-Präsident Thomas Preis erinnert an den Koalitionsvertrag von Union und SPD: „Wir fordern die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar endlich zu erhöhen – so, wie es im Koalitionsvertrag sehr konkret vorgesehen ist. Wir begrüßen es ausdrücklich, dass auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken das so sieht – schließlich hat die Ministerin mehrfach öffentlich angekündigt, dass sie die Apotheken wirtschaftlich stabilisieren wolle und die Erhöhung der Honorierung per Verordnung festlegen wird. Das ist wichtig, weil der demografische Wandel und die Krisenresilienz der Arzneimittelversorgung sehr gewichtige Argumente sind, warum wir starke, heilberuflich geführte Apotheken für die Zukunft brauchen, die sogar noch mehr Aufgaben im Gesundheitswesen übernehmen. Aber Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif! Wir sind überzeugt davon, die Bürgerinnen und Bürger an unserer Seite zu wissen. Das zeigt auch die starke Resonanz auf unsere derzeit laufende Online-Petition. Bürgerinnen und Bürger wollen und brauchen starke Apotheken.“
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.