Leserbrief
Wiesen sind kein Hundeklo

Ich bewirtschafte als Nebenerwerbslandwirt unseren Familienbesitz in Kalchreuth. Dazu gehören unsere Obstgärten sowie verpachtete Äcker und Wiesen.Die Natur liegt mir am Herzen. Mein Kalchreuth und unsere schöne Landschaft liegen mir am Herzen. Genau deshalb wende ich mich heute an Sie.

Leider gibt es auf meinen Flächen – und auch bei vielen anderen Landwirten – immer mehr Probleme mit Hundekot. Was für manche vielleicht eine Kleinigkeit ist, richtet in der Landwirtschaft großen Schaden an. Hundekot ist kein harmloser „Naturdünger”. Er kann Krankheiten übertragen, die für Nutztiere gefährlich sind, sowie Gras, Heu und Silage verunreinigen, die später verfüttert werden. Hundekot kann Obst und Lebensmittel verschmutzen und den Boden schädigen, weil er die Bodenbiologie stört. Für mich und unsere Landwirte bedeutet es zusätzliche Arbeit, Ärger, Kosten – und manchmal sogar Ernteausfälle.
Darum möchte ich eines deutlich sagen: Es ist nicht selbstverständlich, dass Hunde in fremde Gärten, Wiesen oder Felder laufen dürfen. Diese Flächen sind kein Freilaufgebiet. Sie sind Arbeitsflächen, Lebensräume, Orte der Lebensmittelproduktion. Wer seinen Hund dort laufen lässt, trägt Verantwortung. Und dazu gehört auch, die Hinterlassenschaften zu entfernen. Hundetüten gibt es überall. Der Aufwand ist klein, die Wirkung groß.

Was mich besonders traurig macht: Wenn ich freundlich darauf hinweise, bekomme ich immer öfter freche Antworten. „Ich bin nicht von hier“ oder „Andere, auch Kalchreuther, lassen ihre Hunde ebenfalls überall hin und entfernen den Kot auch nicht”. Solche Sätze helfen niemandem. Sie zeigen nur, wie wenig Respekt manche Menschen vor der Natur und der Arbeit der Landwirte haben.

Ich bitte daher alle Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer – egal ob aus Kalchreuth oder von außerhalb – um Rücksicht und um appelliere an ein verantwortungsvolles Miteinander. Unsere Felder, Wiesen und Obstgärten sind Teil unserer Heimat. Nur wenn wir alle darauf achten, bleiben sie sauber, gesund und schön. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.

Roland Igel, Kalchreuth

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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