Baubeginn des Geh- und Radwegs nach Erlangen im April
Symbolischer erster Spatenstich

Zu Beginn der Bauarbeiten des neuen restlichen Teilstückes des Geh- und Radweges von Unterschöllenbach nach Weiher fand jetzt der symbolische erste Spatenstich statt.
Bei der Zeremonie am Spaten von links: Eckentals Bürgermeisterin Ilse Dölle, 2. Bürgermeisterin Monika Benz aus Kalchreuth, Landrat Alexander Tritthart, der Uttenreuther Bürgermeister Frederic Ruth und die stellvertretende Landrätin Gabi Klaußner aus Kalchreuth.
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  • Zu Beginn der Bauarbeiten des neuen restlichen Teilstückes des Geh- und Radweges von Unterschöllenbach nach Weiher fand jetzt der symbolische erste Spatenstich statt.
    Bei der Zeremonie am Spaten von links: Eckentals Bürgermeisterin Ilse Dölle, 2. Bürgermeisterin Monika Benz aus Kalchreuth, Landrat Alexander Tritthart, der Uttenreuther Bürgermeister Frederic Ruth und die stellvertretende Landrätin Gabi Klaußner aus Kalchreuth.
  • Foto: Georg Heck
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Die Verbindung zwischen dem Erlanger Oberland und der Stadt Erlangen ist bald lückenlos (das Wochenblatt berichtete in der Ausgabe 6 vom Beginn der Rodungsarbeiten). Die rund 2,9 Kilometer lange Lücke von der Minderleinsmühle bis zur von Kalchreuth kommenden Staatsstraße St 2243 (Anschluss durch Bannwald an Eisenstraße, dann OBI-Kreisel) wird demnächst geschlossen. Nachdem bereits am 27. Januar die fälligen Rodungsarbeiten samt Nebenarbeiten für diesen Streckenabschnitt von Unterschöllenbach nach Weiher begannen und bald abgeschlossen waren, fand jetzt der symbolische erste Spatenstich für diese seit langem geplante Baumaßnahme statt. Offizieller Baubeginn des neuen Wegstückes ist im April, nach seiner Fertigstellung voraussichtlich spätestens Ende September ist er in beiden Richtungen eine der wichtigsten durchgehenden Verbindungen zwischen dem Erlanger Oberland und der Stadt Erlangen. Dann kann man auch auf diesem Teilstück von der Minderleinsmühle bis zur Staatsstraße 2243 zu Fuß oder mit dem Rad zügig, komfortabel und vor allem sicher vorankommen.Bereits 2011 mahnte die „Grüne Fraktion“ im Kreistag einen zentralen Lückenschluss im Radwegenetz des Landkreises an. Gerade für Pendler und Erholungssuchende sei ein sicherer, gut ausgebauter Radweg an der stark befahrenen Kreisstraße von Erlangen nach Eckental notwendig, so die Kreisräte Wolfgang Hirschmann und Manfred Bachmayer damals.
So ist die besagte Geh- und Radwegverbindung vom Kreisverkehr bei Unterschöllenbach bis zur Staatsstraße 2243 seit vielen Jahren im Investitionsprogramm und auch im Radwegekonzept des Landkreises ERH enthalten. Der erste Abschnitt des Geh- und Radweges vom Kreisverkehr bis zur Minderleinsmühle wurde bereits im Jahr 2014 gebaut. Für den jetzt aktuellen zweiten Abschnitt wurde der erste Antrag auf Zuwendung bereits im Sommer 2015 bei der Regierung von Mittelfranken gestellt. Wegen der Schwierigkeiten bei der Planung des Geh- und Radweges, die vor allem in den aufwendigen Grunderwerbsverhandlungen lagen verzögerte sich die Realisierung des Projektes.
Die vorliegende Planung wurde vom Planungsbüro Müller aus Eckental in enger Abstimmung mit dem Landkreis Erlangen-Höchstadt ausgearbeitet. Dabei wurden die Baufachlichen Stellungnahmen des Staatlichen Bauamtes Nürnberg und des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg berücksichtigt, sowie die Hinweise und Empfehlungen der Zwischenmitteilung über den Bearbeitungsstand der Regierung von Mittelfranken eingearbeitet. Der Empfehlungsbeschluss im Bauausschuss wurde erst vor zwei Wochen, am 5. Februar, gefasst. Demzufolge wurden im Kreistag schon am 7. Februar 2020 die Bauarbeiten für rund 750.000 Euro an die Anton Hollein GmbH, Bamberg vergeben.

Geh- und Radwegtrasse geht fünf Meter in den Straßenrand

Der Weg wird standardmäßig auf 2,50 Meter Breite asphaltiert, eine Ausnahme bildet der Bereich des Parkplatzes bei der Minderleinsmühle wo sich die Spur zwangsläufig auf 2 Meter reduziert. Vor dem Baubeginn erfolgt Anfang März noch die Anlage eines Eidechsen-Habitats in der Nähe der Gabermühle, der geht von Mitte März bis Mitte Mai die nötige Vergrämung der an der Strecke lebenden Zaun-Eidechsen (Mahd 10 cm) voraus. Für die gefällten Bäume wird eine Fläche von etwa 3.000 Quadratmetern im hochgeschützten Bannwald angekauft und eine Ersatz-Baumpflanzung vorgenommen, der Eingriff musste extra genehmigt werden. Die Kosten schlüsseln sich auf in 750.000 Euro (Baukosten – Straßenbau), 800.000 Euro (inklusive Rodung, Neupflanzung, Eidechsen-Habitat) und belaufen sich auf die Gesamtkosten von 1.180.000 Euro (inklusive Planung, Grunderwerb usw.). Vermutlich wird der Bau als förderungsfähiges Vorhaben mit 50 Prozent Zuwendungen gemäß BayGVFG aus Fördermitteln der Regierung Mittelfranken bezuschusst.
Landrat Alexander Tritthart freute sich, dass der obligatorischen Zeremonie des symbolischen ersten Spatenstichs als Signal für die beginnenden Baumaßnahmen so erfreulich viele Besucher als Augenzeugen beiwohnten. Sichtlich zufrieden sprach er von einem „historischen Tag“ und betonte nochmal die Wichtigkeit dieser Verknüpfung der Gemeindeverbindung von Uttenreuth, Kalchreuth und Eckental, an der Grenze der Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim und der beiden Bezirke Mittel- und Oberfranken. Sein besonderer Dank galt den angrenzenden Grundstückseigentümern für das Abtreten des erforderlichen Geländes, als Voraussetzung für die erfolgreiche Realisierung des ganzen Projektes.
Der Nützlichkeit und Bedeutung entsprechend zeigte die Kommunalpolitik aus Kreis und Gemeinden eine hohe Präsenz bei dieser wichtigen Aktion. Auch zahlreiche Funktions- und Entscheidungsträger aus Ämtern und Institutionen waren anwesend.
Im Anschluss des Spatenstichs lud Landrat Alexander Tritthart zu einem gemeinsamen Imbiss in die Minderleinsmühle ein. Hier schilderte der Mühleninhaber Andreas Hubmann in einem interessanten Abriss beiläufig die Geschichte der ursprünglich einmal 26 Mühlen an der Schwabach. Dabei ging er auch auf die Nachbarmühlen, die Gaber- und die Langenbruckermühle südlich von Dormitz und die Habernhofermühle bei Weiher ein. Besonders stellte er aber seine Minderleinsmühle vor, die bis 2010 in Betrieb war. Aus dem ursprünglichen Mühlenbetrieb hervorgegangen ist nach der erfolgreichen Umstellung auf Naturkostherstellung und Süßwarenprodukte seit mittlerweile über 30 Jahren ein modernes zeitgemäßes ökologisches Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern an zwei Standorten (Zweigniederlassung in Sachsen) geworden.
Von den Mandatsträgern wurden unter anderem gesichtet die Kreisräte Martina Stamm-Fibich MdB, Elke Weis, Dr. Lutz Bräutigam, Wolfgang Hirschmann, Manfred Bachmayer, Konrad Gubo, Reinhard Nagengast, Steffen Schmidt und Manfred Wiehgärtner. Vom Landratsamt Marcus Schlemmer, Landkreis-Geschäftsleiter, Manuel Nadel, Abteilungsleiter Kommunales und Jugend, Tiefbauleiter Dieter Mußack, Oberbauleiter Oliver Jäger, Bernhard Richter Geh- und Radwegeexperte vom SG Tiefbau und Stephanie Mack Stv. Sachgebietsleiterin und Stv. Pressesprecherin. Von der Polizeiinspektion Erlangen-Land Dienststellenleiter Armin Dierl und Hans Galster, Sachbearbeiter Verkehr für den Landkreis ERH, daneben die Vertreter der Bayerischen Staatsforsten vom Forstbetrieb Nürnberg. Von den Ausführenden die direkt mit dem Bau in Verbindung stehen waren Andreas Eisgruber, Amtsleiter Staatliches Baumt Nürnberg, Matthias Dittel, von der Anton Höllein Straßenbau GmbH und Fritz Müller vom Planungsbüro Müller dabei.
Georg Heck

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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