Gegen Deponie am Mistelberg
Bürgerinitiative formiert sich
- Startschuss der Bürgerinitiative gegen die Nutzung der Tongrube am Mistelberg als Deponie. Die Engagierten fürchten gravierende Auswirkungen auf die Gemeinden Kalchreuth und Heroldsberg.
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Was zunächst nur als kurze Pressemitteilung angekündigt wurde, ist seit Freitag, 18. September, in seinem gesamten Umfang öffentlich einsehbar: Die Firma Schultheiss plant in der Tongrube am Mistelberg auf den Gemeindegebieten von Kalchreuth und Heroldsberg die Errichtung einer Deponie für DK-I-Material, darunter fallen auch gefährliche Abfälle wie Bodenaushub, Bauabfälle, KMF und Asbest (Quelle: LFU Bayern).
Die Planungsunterlagen, die auf der Website der Regierung von Oberfranken veröffentlicht wurden, umfassen zahlreiche Dokumente und Gutachten. Aus den Unterlagen wird deutlich, welche Dimension das geplante Vorhaben hat: Insgesamt sollen rund 1,5 Millionen Kubikmeter Abfälle über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren in der Tongrube abgelagert werden.
Besonders kritisch sehen die Bürgerinnen und Bürger die zu erwartenden Auswirkungen auf Verkehrssicherheit, Grundwasser, Umwelt und nicht zuletzt die Lebensqualität. Die einzig mögliche Zufahrt zur Tongrube führt durch den Ortskern Kalchreuth und schließlich auf die enge Buchenbühler Straße, vorbei am Neubaugebiet „Am Weingarten”, entlang von Schul- und Spazierwegen sowie am beliebten Bewegungspark. Für Kalchreuth stellt sich damit die Frage, welche zusätzliche Verkehrsbelastung durch den täglichen An- und Abtransport, wahrscheinlich im Wesentlichen über die B2 von Heroldsberg oder Großgeschaidt aus, entstehen würde. Auch mögliche Belastungen durch Staub und Lärm sowie die Auswirkungen auf das gewachsene Landschaftsbild, die lokale Landwirtschaft und das Naherholungsgebiet beschäftigen die Bürger. Für Heroldsberg stehen insbesondere mögliche Auswirkungen auf Grund- und Trinkwasser und der Lärm durch die Arbeiten in der Tongrube im Fokus. Kurz nach Veröffentlichung der vollständigen Planungsunterlagen haben sich deshalb besorgte Bürgerinnen und Bürger aus Kalchreuth und Heroldsberg zusammengeschlossen und die Bürgerinitiative gegen die Deponie am Mistelberg unter dem Motto „DepoNIE” ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, die geplante Deponie zu verhindern und die Auswirkungen des Vorhabens auf Menschen, Natur und Wasser umfassend zu thematisieren und den Protest in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Bürgerinitiative, vertreten durch die Sprecher Markus Saft, Oliver Ruck und Nadine Meier, fordert die Gemeinden Kalchreuth und Heroldsberg sowie alle weiteren zuständigen Stellen auf, die Planungen schnell und umfassend zu prüfen und alle rechtlich möglichen Schritte gegen das Vorhaben auszuschöpfen. Und sie weist darauf hin, dass alle Bürger die Möglichkeit haben, selbst Einwendungen gegen das Vorhaben zu erheben.
- Foto: Ernst Bayerlein
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In den kommenden Wochen sind konkrete Aktivitäten und Aktionen der Bürgerinitiative geplant, sie sollen das Vorhaben bekannt machen und Gelegenheit zum Austausch bieten.
Auch die Möglichkeit zur Unterstützung bei Einwendungen soll angeboten werden.
Weitere Infos und aktuelle Entwicklungen veröffentlicht die Bürgerinitiative über Instagram
@deponie.kalchreuthheroldsberg
Kontakt kann man per E-Mail aufnehmen bi.deponie@web.de
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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