Von der BON an die Highschool
Heroldsberger erhält Stipendium für USA

Nach einer ausführlichen Bewerbung, Auswahlgesprächen und einem Assessment Center hat Paul aus Heroldsberg er geschafft: Er erhält ein Stipendium für einen zehnmonatigen Aufenthalt in den USA.
  • Nach einer ausführlichen Bewerbung, Auswahlgesprächen und einem Assessment Center hat Paul aus Heroldsberg er geschafft: Er erhält ein Stipendium für einen zehnmonatigen Aufenthalt in den USA.
  • Foto: J. Müller
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Zehn Monate den „American Way of Life“ (er)leben – das beginnt für Paul Münch aus Heroldsberg voraussichtlich noch in diesem Jahr. Der 17-Jährige wurde im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschafts-Programms des Deutschen Bundestages vom Wahlkreisabgeordneten Stefan Müller für ein Vollstipendium für die USA ausgewählt. Fast ein Jahr lang wird Paul eine Highschool besuchen und in einer Gastfamilie leben.

Zweistufiges Auswahlverfahren

Paul besucht aktuell die 11. Klasse im Wirtschaftszweig der Beruflichen Oberschule der Stadt Nürnberg (BON). Bereits vorher, in der Realschule, hatte ihn sein damaliger Englischlehrer auf das Parlamentarischen Partnerschafts-Programm aufmerksam gemacht und ihn zur Bewerbung inspiriert. Mit der Durchführung sind vom Bundestag fünf Austauschorganisationen beauftragt, für den Bundestags-Wahlkreis 242 Erlangen und den Wahlkreis 236 Bamberg ist der Partnership International e.V. zuständig (www.partnership.de).

Das Auswahlverfahren für das Stipendium war alles andere als einfach, wie der 17-Jährige berichtet. Nach einer ausführlichen schriftlichen Bewerbung im September 2020 folgten Auswahlgespräche und ein fünfstündiges Online Assessment Center im November. Dieses Beurteilungsverfahren bestand aus Gruppenarbeiten zu Kenntnissen in Geschichte, Englisch und Politik sowie Einzelbefragungen zur Person an sich, um herauszufinden, wie die Bewerber mit zehn Monaten im Ausland zurecht kommen würden.

Im zweiten Schritt folgte im Februar ein persönliches Online-Gespräch mit Stefan Müller. Dass er das Stipendium erhält, teilte ihm der Abgeordnete vor kurzem ebenfalls persönlich am Telefon mit. „Ich war überglücklich und konnte es kaum begreifen“, erzählt Paul.

Genaues Ziel noch unbekannt

Voraussichtlich im Sommer soll es dann losgehen. In welchem der 50 Bundesstaaten, in welcher Stadt, in welcher Zeit- oder Klimazone Paul seinen USA-Aufenthalt verbringen wird, weiß er noch nicht. Es gäbe auch keine Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen. Präferenzen hat er keine, der Juniorbotschafter ist froh, dass er überhaupt diese Möglichkeit bekommen hat.

„Die USA finde ich schon immer beeindruckend“, erklärt Paul. Besonderes Interesse hat der 17-Jährige an der Geschichte des Landes und die Unterschiede der Lebensweisen zwischen Deutschen und Amerikanern. „Mich interessiert wie die Menschen dort auf die Welt schauen und Dinge sehen.“, so der Jungbotschafter. Am meisten interessiert ihn aber die drittgrößte Stadt des USA, Chicago. Er hofft, die Stadt in der Zeit in den Staaten besuchen und entdecken zu können. Sprachliche Hindernisse sieht er keine: „Mein Englisch ist ganz okay, ich komm schon durch“, ist Paul zuversichtlich.

Vorfreude auf Basketballspiele

„Die Zeit in den USA werde ich als ein Highschool-Schüler verbringen, sozial soll ich mich aber auch engagieren.“, erzählt er. Was genau er dort machen wird, weiß er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, da es abhängig davon ist, wo genau er die zehn Monate verbringen wird. „Am liebsten würde ich mich für den Umweltschutz einsetzten“, erklärt Paul.

Sein großes Hobby, das Basketballspielen, möchte er in den USA nicht nur weiterbetreiben – er möchte sein Können im Ursprungsland dieses Sports, der dort viel verbreiteter ist als beispielsweise Fußball, ausleben und vor allem verbessern. Seine Lieblingsmannschaft sind die Chicago Bulls und sein Idol - wie kann es auch anders sein - Michael Jordan. Zuhause spielt er als Power Forward beim Tuspo Heroldsberg. „Ich freue mich sehr auf die Basketballspiele, die ich in den USA erleben werde.“

Auch wenn die Freude auf das große Abenteuer groß ist, ist Paul dennoch etwas wehmütig. Seine Freunde und vor allem seine kleine Schwester Johanne wird er sehr vermissen, erzählt er. Mutter Katja und Vater Lars sind sehr stolz auf ihren Sprössling: „Wir glauben, das ist für Paul eine großartige und einmalige Chance, viel zu sehen, neue Menschen und Kultur kennenzulernen und sich in der Persönlichkeit zu entwickeln.“

Für die wochenblatt-Leser will er zwischendurch Bilder und Einblicke schicken, damit man in der Heimat verfolgen kann, wie es ihm ergeht. Auch über Instagram möchte er Freunden und Familie die Möglichkeit geben, ihn bei seinem Abenteuer zumindest digital zu begleiten. „Ich hoffe, Corona wird mir keinen Strich durch die Rechnung machen.“

Autor:

Jennifer Müller aus Eckental

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