Heroldsberger Landstreicher
Zauberhaftes Weihnachtskonzert

Der stimmungsvolle Rahmen der weihnachtlich geschmückten Kirche St. Margaretha und die gelungene Auswahl von Werken aus dem Barock, aus der Filmmusik und Carols aus dem französisch- und englischsprachigen Raum entführte die Zuhörerschaft in eine eigene Welt. | Foto: Privat
  • Der stimmungsvolle Rahmen der weihnachtlich geschmückten Kirche St. Margaretha und die gelungene Auswahl von Werken aus dem Barock, aus der Filmmusik und Carols aus dem französisch- und englischsprachigen Raum entführte die Zuhörerschaft in eine eigene Welt.
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Den Heroldsberger Landstreichern ist es gelungen, mit ihrem Weihnachtskonzert eine besondere Atmosphäre mit einem anspruchsvollen Programm zu „zaubern”.

Eröffnet wurde das Konzert mit einer Passacaglia von G. F. Händel, einer langsamen barocken Tanzform, die auf einem sich wiederholenden Bassmuster (Ostinato) basiert, über welches die Melodien von den Streichern gelungen variiert wurden. Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich das Konzert e-Moll für Blockflöte, Querflöte, Streicher und Basso continuo von G. P. Telemann. Die beiden Solistinnen Marion Wiehl und Agnes Paetzold gestalteten äußerst virtuos diesen im Largo schreitenden, im Allegro teils furiosen Dialog mit den Streichern. Celine Wilke, musikalische Leitung, betonte in ihrer kurzweiligen Moderation, dass Telemann einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte war.

Im zweiten Teil des Konzertes begegneten die zahlreichen Besucher Werken aus der Welt des Films. In Melodien aus „Kevin – Allein zu Haus” von dem legendären Filmmusik-Komponisten John Williams, werden nahezu slapstickhaft übersteigerte Ausschnitte von Streichern, Bläsern und dem Schlagwerk musikalisch umgesetzt. Das gespielte Stück der Musik aus dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” vom tschechischen Komponisten K. Svoboda vermittelte mit seinen walzerhaften Melodien eine romantische Stimmung. Ganz in diesem Sinn wird auch das von Björn Wilke gesungene und orchestral sehr reduziert begleitete Lied „The Snow it melts the soonest” von Sting über die Beständigkeit der Liebe gestaltet. Es folgten mit „Joyeux Noel” und „I saw Mommy kissing Santa Claus” von T. Connor beschwingte Melodien. Das gemeinsam gespielte und gesungene Lied „Sind die Lichter angezündet” erfüllte zum Abschluss den voll besetzten Kirchenraum.

Auch an diesem Abend wurden die Heroldsberger Landstreicher von einzelnen Bläsern aus dem Blaswerk und VSBO, von Spielern am Schlagzeug – alle unter dem Vier-Schlösser-Orchester formiert und Solisten wie Andreas Paetzold am Piano begleitet. Die Zuhörer erlebten eine musikalische Reise von berührender Tiefe.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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