Huml ruft zu Vorsorge-Untersuchungen trotz Corona auf
Nichts verschleppen!

Symbolbild
2Bilder

Bayerns Gesundheitsministerin: Auch Hinweise auf einen möglichen Schlaganfall oder Herzinfarkt sofort vom Arzt prüfen lassen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dazu aufgerufen, auch in Corona-Zeiten wichtige Vorsorge-Untersuchungen wahrzunehmen. Huml sagte am Donnerstag in München: "Vorsorge sollte nicht aus Angst vor dem Coronavirus auf die lange Bank geschoben werden. Denn viele Krankheiten sind heilbar, wenn man sie früh genug erkennt - auch manche Krebsarten. Außerdem ist es wichtig, Hinweise auf einen möglichen Schlaganfall oder Herzinfarkt sofort vom Arzt prüfen zu lassen."

Vorläufige Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) legen nahe, dass viele Menschen Arztpraxen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie meiden und zentrale Vorsorge-, Früherkennungs- und Präventionsmaßnahmen aufschieben. So konstatiert die KVB zum Beispiel, dass die Arztbesuche von Patienten über 60 Jahren mit einer diagnostizierten Herzinsuffizienz Ende März um knapp ein Drittel (rund 30 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen seien.

Allgemein brachen demnach die Früherkennungsuntersuchungen bei Hausärzten in der letzten Märzwoche um mehr als 80 Prozent ein, auch bei Fachärzten, zum Beispiel Urologen (minus 60,5 Prozent) und Frauenärzten (minus 53,9 Prozent), ließ sich ein ähnlicher Trend beobachten. Bei Kindern und Jugendlichen sank der Erhebung zufolge die Zahl der U-Untersuchungen im März um rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die KVB befürchtet, dass sich der Trend im April und Mai über alle Arztgruppen hinweg verstetigt haben dürfte.

"Das ist sehr gefährlich", warnte Huml. Die Ministerin fügte hinzu: "Prävention ist wichtig. Mein Ziel war immer, mehr Menschen zur Wahrnehmung der Vorsorgeangebote zu bewegen. In der Corona-Pandemie ist das umso wichtiger, denn wer aus Furcht vor einer Infektion nicht zum Arzt geht, läuft Gefahr, andere schlimme Krankheiten zu verschleppen. Die niedergelassenen Ärzte haben Vorkehrungen getroffen, um sicher zu behandeln."

Die Ministerin warb zugleich für den sogenannten Check-up 35 - ein Vorsorgeprogramm für Erwachsene, bei dem wichtige gesundheitliche Risiken und Belastungen erfasst und der Impfstatus überprüft werden. "Ich hoffe, dass der Check-up künftig von möglichst vielen Männern und Frauen wahrgenommen wird. Zuletzt (2016) hatte deutschlandweit nur etwa ein Viertel der Berechtigten teilgenommen", sagte Huml.

Der Check-up 35 kann ab dem Alter von 35 Jahren alle drei Jahre in Anspruch genommen werden. Patienten zwischen 18 und 34 Jahren können sich einmalig untersuchen lassen. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Symbolbild
Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml
Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

29 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen