Leserbrief
Laut – staubig – stinkend
- hochgeladen von wochenblatt - Redaktion
Während wir Brander uns in gewissen Maße aufregen, weil wir ein paar Meter entfernt bequem im Auto fahren können, schuften Menschen unter unglaublichen Bedingungen.
Als Radfahrerin konnte ich die Arbeiten an der Brander Hauptstraße seit Anfang August beobachten. Viele vorbereitende Maßnahmen, u.a. mit Presslufthammer und bei größter Hitze, waren erforderlich. Jede aufgefräste Stelle wurde zu unserer Sicherheit abgesperrt. Als ich neulich vormittags zum Briefkasten radelte, wurde gerade die Teerdecke abgefräst. Keine zwei Minuten hielt ich es nebendran aus, denn es war derart staubig, laut und stark geruchsbelästigend (Umschreibung für stinkend), dass ich schnell weiterradelte. Zu beobachten war die Bagger-Fräsmaschine, die den abgefrästen Asphalt auf einen eng vorausfahrenden LKW über ein Förderband auflud.
Wenn der LKW-Fahrer weiterfahren sollte, wurde gehupt. Das Hupen erklang in sehr kurzen Abständen den ganzen Nachmittag bis gegen 17 Uhr – war gut in der Rosenstraße zu hören. Aber es wurde fleißig weitergearbeitet, zu einer Zeit, wo schon viele ihren Feierabend genießen. Auch ich habe mich aufgeregt, weil es einfach lästig ist, wenn ich nicht die gewohnten Wege fahren kann. Aber jetzt sehe ich die Straßen mit einem anderen Gespür an. Ich sehe, wie sich Männer und Frauen für uns abrackern, damit wir über eine niegelnagelneue Hauptstraße fahren können. Ja, mehr Geduld und Dankbarkeit sind angesagt – auch im Hinblick auf die vielen Autobahnbaustellen, die bei größter Hitze weiterlaufen müssen.
Danke an alle Fachleute, die sich für uns einsetzen, nicht gerade unter den gesündesten Arbeitsbedingungen, damit wir keine Rüttelbahn mehr fahren brauchen.
DANKE sagt…
Renate Siebenkäs
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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