Chorakademie Weißenohe vor Realisation
Helle Klänge, Festgesänge
- Innenminister Joachim Herrmann (Mitte) mit Schatzmeister Herbert Meier, Altbürgermeister Rudolf Braun, Bürgermeister Daniel Trübenbach (v. li.), Landrat Hanngörg Zimmermann, dem Vorsitzenden Eduard Nöth, Oberfrankens Regierungspräsident und FSB-Präsident Florian Luderschmid sowie der 2. Vorsitzenden Dr. Silke Launert (MdB, v. re.)
- Foto: Uwe Rahner
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kam am 17. Juli nach Weißenohe – mit einem Förderbescheid für den Bau der Fränkischen Chorakademie im ehemaligen Benediktinerkloster in Höhe von 10,3 Millionen Euro. Mit dieser Förderung sei die Finanzierung endgültig sichergestellt, so der Minister in der ehrwürdigen ehemaligen Klosterkirche St. Bonifatius. Zu verdanken sei dieser Erfolg einer „gigantischen Teamwork“ der Initiatoren, Unterstützer und Förderer.
Kultur gehört zur Zukunft unseres Landes
Trotz aktueller wirtschaftlicher Zukunftssorgen dürfe man die Kultur nicht vergessen, so Herrmann. Denn „Kultur gehört zur Zukunft unseres Landes“, und zwar nicht nur in den Großstadtzentren, sondern auch in Orten wie Weißenohe. Vor vielen Jahrhunderten waren Benediktinerklöster Zentren aufblühender Regionen, nun könne das ehemalige Kloster für die ganze Region ein Zentrum blühender Kulturarbeit werden.
Die städtebauliche bayerische Förderung beträgt 8,3 Millionen Euro. Hinzu kommen durch eine Fraktionsinitiative der Landtagsabgeordneten Thorsten Glauber und Michael Hofmann aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst weitere zwei Millionen Euro vom Freistaat. Zusätzlich wird die Baumaßnahme auch vom Bund mit 5,3 Millionen Euro gefördert – in diesem Zusammenhang war der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Wolfram Weimer, erst am 15. Juni mit der Abgeordneten Dr. Silke Launert in Weißenohe zu Besuch. Weitere Mittel kommen von der Oberfrankenstiftung, der Bayerischen Landesstiftung, dem europäischen LEADER-Programm sowie dem Förderverein Chorakademie mit seinem Mitgliedern und Unterstützern. Bauherr ist die Chorakademie gGmbH. Für die Sanierung des Prälatenbaus mit zwei Chorjugendräumen, Konferenzsaal, Chorsaal, Vortragssaal sowie drei Übungsräumen, den Neubau eines Gästehauses und die Errichtung einer Freiluftbühne werden inklusive Außenanlagen und Ausstattung 21,5 Millionen Euro veranschlagt.
Vom Denkmal im Verfall zum lebendigen Ort der Chormusik
Eduard Nöth als Vorsitzender des Fördervereins begrüßte zahlreiche Besucher aus Politik, Kultur und Wirtschaft, unter anderem viele Bürgermeister, Landrat Hanngörg Zimmermann und langjährige Weggenossen bei der Planung des Projektes. Dass der Mittelfränkische Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster gekommen war, zeige die überregionale Bedeutung des Projektes im Herzen des bezirksübergreifenden Sängerkreises Erlangen-Forchheim, so Nöth.
Er erinnerte an die Gründung des Fördervereins vor 18 Jahren: „Wir haben uns nicht unterkriegen lassen und für eine große Sache gekämpft“, dafür dankte er allen Beteiligten. Besonders hervorgehoben wurde die Arbeit von Schatzmeister Herbert Meier, der sich von der ersten Stunde an für die Chorakademie und damit für die Revitalisierung sowie sinnvolle Nutzung des Denkmals eingesetzt hat.
Weißenohes Bürgermeister Daniel Trübenbach beschrieb die Chorakademie als ideale Symbiose und erinnerte daran, dass der Gemeinderat immer einstimmig hinter dem Projekt stand – was auch, aber nicht nur der engagierten Sitzungsführung seines langjährigen Vorgängers Rudolf Braun zu verdanken sei.
Freude und Friede
Eine Vierfachrolle spielte Florian Luderschmid als Regierungspräsident des Bezirks Oberfranken, Präsident des FSB sowie als Klavierbegleiter eines Chores und als Organist mit einem schwungvollen französischen Orgelwerk zum Abschluss.Eröffnet und umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Projektchor, der vorher in Österreich und Italien gemeinsam mit FSB-Bundeschorleiter Dr. Gerald Fink seine Stücke perfektioniert hatte. Die Reise von über 130 Sängerinnen und Sängern zum Chorfestival Abano Terme zählt schon als Konzertreise der FSB-Chorakademie. Mit „Helle Klänge, Festgesänge“ von Johann Sebastian Bach griff Gerald Fink die freudige Erwartung zur Eröffnung auf, mit seiner Eigenkomposition „Tiefer Friede“ zeigte er, wie schön Chorgesang sein kann.
2027 soll gebaut werden
Nach den Sommerferien sollen die Ausschreibungen erfolgen, so dass man Anfang 2027 mit einem symbolischen Spatenstich die Bauarbeiten beginnen kann. Erwartet wird eine Bauzeit von zwei bis 2 1/2 Jahren.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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