Wanderwege-Geheimnisse von Peter Bajus
Die Eckenbachschlucht

Der Eckenbach war unter anderem Mitnamensgeber für die neue Großgemeinde Eckental, die 1972 mit der Gebietsreform neu geschaffen wurde. Er durchfließt etwa in Südost-Nordwest-Richtung das Gemeindegebiet von Eckental.

Seinen Ursprung hat er westlich von Neunhof, durch den Zusammenfluss der beiden Bäche Angerbach – dieser entspringt in der Gemarkung „Gießleite“, unterhalb von Tauchersreuth – und dem Dorfbach, der hinter Neunhof in der Gemarkung „Binsen“ entspringt. Von diesem Zusammenfluss bis zu seiner Mündung in die Schwabach, unweit des Sattelbachhofes, legt er genau 5 Km zurück.

Obwohl der Eckenbach recht gemächlich durch die Flur der Gemeinde Eckental fließt, hat er aber einen spektakulären Abschnitt zwischen dem „Endrischgraben“, kurz hinter dem Asphaltwerk im Süden und der „Schnaittacher Straße,“ Haus Nr. 34, dort wo eine kleine Brücke den Eckenbach quert, im Norden. Dieser Abschnitt der „Schnaittacher Straße“ führt zum Gelände des Tennisclub-Eckental, am unteren Ende der Eckenbachschlucht.

In diesem Bereich hat sich der Eckenbach ein paradiesisches Denkmal gesetzt. Die sogenannte „Eckenbachschlucht“.

Durch Millionen von Jahren hinweg grub sich der Bach mäandernd durch den hier vorkommenden ca. 200 Millionen Jahre alten Sandstein, aus dem geologischen Zeitabschnitt des Trias, ein Bett. Diese Sandsteinformation verläuft in einer südöstlich – nordwestlichen Richtung durch unsere Gegend.Dass der Eckenbach ausgerechnet in diesem kurzen Abschnitt – die Schlucht hat nur eine Länge von 600 Meter – sich nicht mehr oder weniger geradlinig, sondern schlangenartig durch das Gelände zieht, hat mit der Klüftung im Gestein (Trennflächen im Sandstein) zu tun, die hier besonders ausgeprägt ist. Um diese tiefe Schlucht über die Jahrmillionen zu schaffen, hat dem Eckenbach auch sein starkes Gefälle geholfen, das in diesem Schluchtabschnitt etwa fünf Höhenmeter beträgt.

Die Steilhänge auf der West- und Ostseite des Baches erreichen eine Höhe von fast 15 Meter. Auf der Ostseite der Schlucht verläuft etwas erhöht am Hang der Mühlbach, dessen Bachbett künstlich geschaffen wurde. Das Wasser für den Mühlbach wird an der Brücke vor dem Asphalt-Werk vom Eckenbach abgezweigt und zur Eckenmühle geführt. Dort speiste sein Wasser über 500 Jahre, bis 1975 das Mühlrad der Eckenmühle und mahlte über diese lange Zeit das Getreide der umliegenden Bauern zu Mehl.

Zu der heutigen Form der Eckenbachschlucht dürft auch der Mensch seinen Teil dazu beigetragen haben. Dort wo der Bach den Sandstein freigelegt hatte, darf man annehmen, dass Sandsteinquader als Baumaterial herausgebrochen wurden, die in den letzten Jahrhunderten für Häuser- und Sakralbauten der Umgegend benötigt wurden und somit die Schlucht zu ihrer heutigen Form mit geprägt haben.

Was die Eckenbachschlucht so romantisch macht, ist nicht nur das mäanderförmige Bachbett des Eckenbach, sondern auch ihre Lage in einem schönen Mischwaldgebiet mit alten Baumbeständen.

Wegebeschreibung

Eine Wanderung durch diese romantische Eckenbachschlucht ist zu jeder Jahreszeit lohnenswert. Am einfachsten erreicht man die Schlucht, wenn man vom Eschenauer Friedhof mit den Markierungszeichen des Eckentaler Wanderweges Nr. 3. in östlicher Richtung rechts um den Friedhof der „Schnaittacher Straße“ folgt und abwärts in den Eckenbachgrund hinunter geht. Am Ende der19
Straße rechts passiert man das Gelände des TC Eckental und kommt zum Weg neben dem Mühlbach. Hier beginnt die Eckenbachschlucht.
Wer den ganzen Eckentaler Rundweg Nr. 3 mit seinen schönen Aussichten wandern möchte, findet den Verlauf in der Wanderkarte des Marktes Eckental, die man an der Rathauspforte kostenlos erhält.

Quellen: Frau Dr. Angela Wirsing, KleingeschaidtWikipedia „Sandsteinfelsen Nürnberger Kaiserburg“

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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