Felsgestein bei Kalchreuth
Geheimnisvolle Zeichen im Jungfernsitz
- Foto: Ernst Bayerlein
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Ein Hobby-Geschichtsforscher aus Nürnberg hat sich näher mit dem Jungfrauensitz im Kehlgraben nahe am Sklavensee befasst und merkwürdige Zeichen entdeckt. Im Sitzbereich der Felsennische ist nämlich ein PX eingeritzt, darüber sind mehrere weitere Zeichen, Striche und eine Zahl zu erkennen. Woher kommen diese und was bedeuten Sie? Fest steht dass der „Holzfrau ihr Sitz” schon 1843 vom damaligen Ortspfarrer Dr. Karl Gottlob Rehlen in seiner Chronik schriftlich erwähnt wird als besondere merkwürdige Örtlichkeit. In einer Abhandlung in der Zeitung Erlanger Heimatblätter aus dem Jahr 1951 wird berichtet, die Entstehung des Jungfernsitzes dürfte mindestens 200 bis 300 Jahre zurückliegen. Für ein hohes Alter spricht auch die Abnutzung der Stufen zur Sitznische.
Über die Entstehung des Jungfernsitzes ist aber nichts bekannt, es gibt nur drei Sagen darüber.
Eine Sage vom Schlossfräulein steht auf der Tafel vor dem Fels und ist auch in der Dorfchronik 1998 erwähnt. Die zweite Sage handelt von einem hübschen, aber hochmütigen Mädchen in das sich der Förstergehilfe verliebt hatte und sie gerne zur Frau wollte. Sie antwortete ihn aber „Ich heirate dich erst wenn ich so alt und runzlig bin wie dieser Fels dort, dann kannst du mich haben”. Die nächste Sage ist von einem jungen Mädchen, das seinem Vater, der im Wald arbeitete, das Mittagessen bringen wollte, von einer Reiterhorte Soldaten, die des Weges vom Sambachweiher kamen, überrascht wurde und sich aus Angst hinter dem Felsblock versteckte.
Später wurde dann die Felsnische in den Fels geschlagen und es wird heute noch erzählt dass Jungfrauen im selben Jahr einen Mann bekommen wenn sie sich in die Felshöhlung setzen. Dass der Ort immer wieder gerne von Liebespaaren aufgesucht wurde, davon zeugten Vornamen in der Rinde einer großen Buche in der Nähe, die allerdings vor einigen Jahren nach einem Sturm umgestürzt ist.
Ernst Bayerlein
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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