Auf ins „andere“ Deutschland
Vor 30 Jahren machte sich Erwin Zeiß spontan auf den Weg

Vor der Schule wurde gefeiert: Am Tisch von rechts Marianne Weik und Igensdorfs damaliger Bürgermeister Erwin Zeiß, gegenüber Regina Zeiß
(3. von links).
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  • Vor der Schule wurde gefeiert: Am Tisch von rechts Marianne Weik und Igensdorfs damaliger Bürgermeister Erwin Zeiß, gegenüber Regina Zeiß
    (3. von links).
  • Foto: privat
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Die Wiedervereinigung Deutschlands vor 30 Jahren war eine Sache der „großen Politik“ und derjenigen, die persönliche Verbindungen zu DDR-Bürgern hatten? So einfach wollte es sich Erwin Zeiß, damals Bürgermeister des Marktes Igensdorf, nicht machen. Er sah auch die kommunale Ebene in der Verantwortung, um die Wiedervereinigung mit Leben zu füllen.

So machte er sich mit Gattin Regina und Marianne Weik auf den Weg nach Osten. In einem Ort namens Trünzig an der Grenze zwischen Sachsen und Thüringen, heute Ortsteil der Gemeinde Langenbernsdorf mit 3.600 Einwohnern, knüpfte man erste Kontakte und feierte am 3. Oktober 1990 gemeinsam die Wiedervereinigung.

Dass die Verbindung am Ende nicht intensiver wurde, lag danndoch wieder an der „großen“ Politik: Weil die Region sich bei partnerschaftlichen Beziehungen nach Baden-Württemberg orientierte, besteht heute eine Partnerschaft zwischen Langenbernsdorf und Grafenau bei Böblingen.

Anlässlich der aktuellen Feiern zum 30-jährigen Jahrestag der Wiedervereinigung erinnerte sich Erwin Zeiß gerne zurück an die Gespräche mit dem Lehrerkollegium der dortigen Schule, den Austausch mit dem gemischten Chor und der Musikkapelle, das Einholen der DDR-Fahne bei völliger Stille, das freudige Hissen der Deutschlandfahne zur Nationalhymne und das gemeinsame Pflanzen einer jungen Eiche im Schulhof.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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