Im Auftrag des Mittelstandes
Otto Förtsch ist Bundeswirtschafts-Senator

Otto Förtsch (links) bei der Ernennung zum Senator mit Hans-Josef Döllgen, Generalsekretär des Bundeswirtschaftssenats.
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Wenn von den „Interessen der Wirtschaft“ die Rede ist, denkt man oft zunächst an Großkonzerne. Das mag in Frankreich vielleicht berechtigt sein, weil dort zwei Drittel der Wirtschaftsleistung von Großkonzernen erwirtschaftet wird. In Deutschland ist das Gegenteil der Fall – und darum beneiden uns viele Franzosen, weiß Otto Förtsch, ehemaliger Geschäftsführer der BU Holding und heute im Ruhestand.

Ganz untätig ist der 68-Jährige aus Pettensiedel aber nicht. Seit Jahren engagiert er sich ehrenamtlich im Bundeswirtschaftssenat, dem höchsten Gremium des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Der BVMW gibt dem Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft eine Stimme und ein Forum: 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind kleine und mittlere sowie inhaber- und familiengeführte Unternehmen.

Sie stellen mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze, mehr als 80 Prozent aller Ausbildungsplätze und mehr als jeden zweiten Euro an Wertschöpfung. Und sie stehen für Grundsätze wie regionale Verwurzelung und unternehmerisches Denken nicht in Quartalsabschlüssen, sondern in Generationen. Höchstes Gremium im BVMW ist der Bundeswirtschaftssenat (BWS) als Wertegemeinschaft von Repräsentanten und Vordenkern aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien. Er fungiert zugleich als Ideenschmiede, hier bringen die rund 350 Mitglieder als Entscheidungsträger und Vorbilder ihre herausragende Lebensleistung, ihre Fachkompetenz und ihr Engagement ein. So versteht sich der BWS auch als wichtige Stütze der Demokratie mit kreativen Impulsen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Mitglieder, die sich besonders um die Ziele des Senats verdient gemacht haben, können geehrt werden durch die Verleihung des Titels Senator h.c. – so wie Otto Förtsch. Der Erfahrungsschatz, den Otto Förtsch im BWS einbringt, ist enorm – auch ohne jahrelanges Studium an einer Universität. Nach der Mittleren Reife, einer Berufsausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann sowie einer kurzen Offizierslaufbahn ging der 22-jährige Fähnrich wieder in die Wirtschaft und verantwortete bald die Fachmarktaktivitäten eines norddeutschen Holzwerkstoffherstellers.

Mit 34 Jahren gelang es Otto Förtsch, das mit deutschlandweitem Absatz und Sperrholzwerken in Afrika bislang defizitäre Unternehmen neu zu strukturieren und in die Gewinnzone zu führen. Bald zog es den tatkräftigen Organisator wieder zurück nach Franken: 1989 übernahm er für die Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH zunächst die Leitung der Niederlassung Nürnberg und später der gesamten Region Süddeutschland, bald mit Einzelprokura.

Nach zehn Jahren, vor der Jahrtausendwende, stellte sich Otto Förtsch der Aufgabe, das führende nordbayerische Baustoffhandels-Unternehmen in schwierigen Zeiten zu guten Ergebnissen zu führen. Ab 1999 als Geschäftsführer der BAUSTOFF UNION und ab 2004 als Vorstand der BU Holding AG verantwortete Otto Förtsch die Entwicklung von drei Firmen sowie sieben Beteiligungen im Bereich Baustoffherstellung und -Vertrieb – unter anderem 15 OBI-Baumärkten – mit mehr als 1.200 Mitarbeitern.

Mit Fachwissen, kreativen Impulsen, Motivation der Mitarbeiter und strategischer Organisation gelangen ihm hervorragende Ergebnisse: Die BU Holding AG wurde 2012 und 2015 durch die bayerische Staatskanzlei mit der Auszeichnung „Bayerns Best 50“, als eines der wachstumsstärksten inhabergeführten Unternehmen im Freistaates prämiert. Nach 46 Arbeitsjahren verabschiedete sich der Kaufmann 2016 in den relativen Ruhestand, denn im BWS ist er weiterhin aktiv und führt Gespräche in internationalen Konsulaten und deutschen Gremien.

Am 20. Oktober 2021 wurde Otto Förtsch für sein Engagement in Dresden, im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer, zum Senator h.c. berufen. In dieser Funktion will er sich im Inund Ausland auch künftig für die Belange eines starken deutschen Mittelstandes einsetzen.

Otto Förtsch (links) bei der Ernennung zum Senator mit Hans-Josef Döllgen, Generalsekretär des Bundeswirtschaftssenats.
Senator h.c. Otto Förtsch bei der Berufung in Dresden.
Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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