Der Gloss'n Hans macht sich Gedanken
Timmi, Tenni und Terrassi
- hochgeladen von Gloss'n Hans
Sie wer’n lachen, aber ich habe keine Angst vor dem bösen Wolf. Er wird mir wohl kaum zu nahe kommen. Denn er ist natürlich nicht böse, sondern höchstens hungrig. Dass das Raubtier einst vom Menschen ausgerottet wurde, mag man bedauern. Ich habe es aber, um ehrlich zu sein, nicht vermisst. Eigentlich ist mir der Wolf wurst.
Die Wiederansiedlung verursacht Sorgen und Probleme, auch im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Im Naturschutzgebiet Tennenloher Forst soll eine Wölfin seit Weihnachten 2025 schon 21 Ziegen gerissen haben, einen Großteil davon außergewöhnlich qualvoll. Die Pfauenziegen dort gelten als wichtig für die Landschaftspflege. Auch ein Schaf in Kalchreuth ist ihr wohl zum Opfer gefallen. Dass landwirtschaftliche Nutztierhalter nicht erfreut sind, ist nachvollziehbar. Für viele kostet die Tierhaltung ohnehin mehr Geld und Zeit, als sie einbringt. Bis Samstag darf die Wölfin laut Landratsamt ERH bejagt werden, auch in den Revieren um Kalchreuth, Heroldsberg und Eckental.
Die Fangemeinde der Wölfin sagt, man müsse stattdessen nur Herdenschutzmaßnahmen konsequenter umsetzen. Doch spezielle Zäune und Hunde sind teuer und aufwändig, ebenso Nachweise für Schadenersatzzahlungen. Als Steuerzahler frage ich mich: Kosten von jährlich 18 Millionen Euro oder über 11.000 Euro pro Wolf für Wolfsmanagement in Deutschland – ist es mir das wert? Hoffentlich tauchen da nicht noch Säbelzahntiger, Höhlenbär und Mammut auf!
Ein Wolfschutz-Verein hat die aus Sachsen gekommene Wölfin GW4977f im Tennenloher Forst „Tenni” getauft. Droht uns nach dem Buckelwal von Timmendorf namens „Timmi” ein neues Drama der Vermenschlichung und Verniedlichung von Wildtieren? Dann werde ich im nächsten Frühjahr die erste Stechmücke „Terrassi” taufen, bevor ich sie erschlage.
Ihr Gloss’n Hans
Autor:Gloss'n Hans aus Eckental |
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