So grillen Bürgermeister und Landräte
Heiß aufs Grillen
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Grillen kann man immer, auch im Winter. Aber richtig gemütlich wird das Outdoor-Gebrutzel erst, wenn man ohne dicke Jacke länger draußen sitzen und essen kann – meistens etwa ab Mitte Mai, also in diesen Tagen und Wochen.
Traditionen, Vorlieben, Trends und Ideologien
Beim Grillen ist es ein wenig wie in der Politik: Alle haben ungefähr das gleiche Ziel (gesellig genießen), aber es gibt unzählige Meinungen darüber, welcher Weg dorthin der beste ist. Hier liebenswerte Traditionen, dort moderne Trends: Manche denken eher an Lagerfeuerromantik, andere an besondere Geschmackserlebnisse, Vielfalt auf dem Teller, heimische Wertschöpfung, gesundheitliche Aspekte, Tierwohl oder technische Tüfteleien. Da darf man durchaus die Frage stellen: Wie grillt eigentlich die Prominenz – zum Beispiel die Chefs in den Rathäusern und Landratsämtern im wochenblatt-Land?
Die Redaktion hat nachgefragt und von denjenigen, die sich trotz Übergang in die neue Wahlperiode, Maifeiertag und langem Wochenende eine Antwort überlegen konnten, aufschlussreiche Rückmeldungen erhalten. Herzlichen Dank!
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Was kommt auf den Rost?
In Weisendorf bei Landrat Alexander Tritthart kommt bevorzugt ganz klassisch ein Steak auf den Grill. In Heroldsberg bei Jan König wird sowohl Gemüse als auch Fleisch gegrillt, wobei sich bei der Fleischauswahl die Geister scheiden: Der Bürgermeister liebt gegrilltes Lamm. Gattin Stephanie lehnt dies kategorisch ab. Einig sind sie sich aber: Gekauft wird beim Metzger! Bei Igensdorfs Bürgermeister Edmund Ulm in Dachstadt gibt es „eigentlich alles”, wobei Rindfleisch sowie Hähnchen und Pute die Favoriten sind.
Bei Bürgermeister Sebastian Singer in Eckental kommen in der Grillsaison vor allem regionale Spezialitäten auf den Rost wie klassische Bratwürste, Steaks vom heimischen Metzger, frisches Gemüse und „gerne auch mal eine Forelle”.
Kohle, Gas oder Strom?
Alexander Tritthart vollzieht gerade eine Technologiewende: Bisher hat er mit Kohle gegrillt, sich aber aktuell einen Gasgrill gekauft, auf dessen erste Benutzung er sich bei Beantwortung der Frage vor wenigen Tagen schon freute.
Bei Jan König ist der „Kohleausstieg” durch die Hausordnung vorgegeben, hier wird mit Gas gegrillt. Edmund Ulm lässt beim Mitwirken an Veranstaltungen am Grill gerne anderen den Vortritt, zuhause setzt er ganz klassisch auf die bewährte Holzkohle.
Auch Sebastian Singer ist „ganz klar ein Kohlegriller – für mich gehören das typische Raucharoma und das klassische Grillgefühl einfach zur Tradition dazu.”
Bratwurst mit oder ohne Senf?
Bei dieser Frage schert Alexander Tritthart aus und gesteht mit einem Smiley: „Ketchup!” Jan König erinnert sich, dass ihm als Kind gesagt wurde: „Eine gute Wurst schmeckt ohne Senf” – zwischendurch schätzt er aber auch einen guten Senf zur Wurst. Edmund Ulm lässt den Senf beim Bratwurstbrötchen oft weg, um die Gefahr von Klecksen zu minimieren, isst seine Würste aber grundsätzlich gerne mit Senf. Nur Sebastian Singer ist konsequent: „Ich esse Bratwürste am liebsten ohne Senf – bei einer guten Wurst sollte der Eigengeschmack für sich sprechen.”
Geheimtipp aus der Chefetage
Bei der Frage nach einem persönlichen Geheimtipp verweist Alexander Tritthart nur knapp auf seine Ketchup-Antwort zur Bratwurst-Frage. Womöglich macht die süße Tomaten-Würzsauce süchtig? Kulinarische Vielseitigkeit empfiehlt Edmund Ulm ergänzend, etwa mit Feta-Käse mit Zwiebeln und Knoblauch.
Für Sebastian Singer liegt das Geheimnis im Geselligen: „Grillen ist für mich vor allem ein gemeinsames Erlebnis – gute Gesellschaft und eine entspannte Atmosphäre machen den Abend aus.”
Auch Jan König hat das Drumherum im Blick: „In guter Gesellschaft grillt sich’s am schönsten und ein Grillbier gehört einfach dazu.”
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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