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Die Schwebfliege – ein multifunktionaler Nützling

Eine Hain-Schwebfliege im Landeanflug. | Foto: Walter Hufnagel
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Von den weltweit ca. 6.000 Arten kommen in Deutschland 467 vor. Namensgebend ist ihre Eigenschaft, im Schwebflug auf der Stelle zu verharren. Wie alle anderen Fliegenarten benutzen sie hierzu lediglich ein einziges Flügelpaar. Zum Ausgleich der dadurch entstehenden Unwucht dient ein sogenanntes Schwingkolbenpaar, welches gegenläufig zu den Flügeln arbeitet. Zudem wirkt dieser Körperteil wie ein Gyroskop, das einen stabilen Flug ermöglicht. Auffallend ist die Färbung der Schwebfliegen, welche diese harmlosen Insekten wie Wespen und Bienen aussehen lässt. Diese Nachahmung (Mimikry) dient zur Abschreckung von Fressfeinden.

Tarnt sich als Biene – die Große Schwebfliege. | Foto: Walter Hufnagel

Auch das Wanderverhalten ist bemerkenswert, da einige Arten im Sommer sogar die Alpen überqueren. Nach den Honig- und Wildbienen zählen die Schwebfliegen zu der wichtigsten Gruppe der Bestäuberinsekten. Im Gegensatz zu Bienen kehren die Schwebfliegen nicht zu einem Nest zurück, was zu einer weiten Verbreitung der Bestäubung und der Erschließung neuer Ressourcen führt.

Die Wald-Schwebfliege mag Waldränder und Lichtungen. | Foto: Walter Hufnagel
  • Die Wald-Schwebfliege mag Waldränder und Lichtungen.
  • Foto: Walter Hufnagel
  • hochgeladen von wochenblatt - Redaktion

Eine weitere sehr wertvolle Eigenschaft ist die Vorliebe der Schwebfliegenlarven für Blattläuse. Die Weibchen suchen zur Eiablage Pflanzen mit starkem Blattlausbefall auf. Während der ca. zweiwöchigen Larvenzeit werden mehrere Hundert Blattläuse vertilgt. Manche Larvenarten tarnen sich als Vogelkot. Um sie zu entdecken muss man genau hinschau’n.

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www.naturvorderkamera.de

Eine Hain-Schwebfliege im Landeanflug. | Foto: Walter Hufnagel
Tarnt sich als Biene – die Große Schwebfliege. | Foto: Walter Hufnagel
Langbauch-Schwebfliege auf seltenem Appenin-Sonnenröschen. | Foto: Walter Hufnagel
Die Wald-Schwebfliege mag Waldränder und Lichtungen. | Foto: Walter Hufnagel
Ein Beispiel für Mimikry: die Larve dieser Schwebfliegenart ahmt Vogelkot nach. | Foto: Walter Hufnagel
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wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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