Der Gloss’n Hans macht sich Gedanken
Bitte lächeln!
- hochgeladen von Gloss'n Hans
Sie wer’n lachen, aber die Plakatierer sind nicht zu beneiden in diesen Tagen. Die professionellen ohnehin – ich weiß gar nicht, wie die bei Schnee und Minusgraden die riesigen Papierlappen auf die Plakatwände bringen. Die unbezahlten Plakatierer unserer Parteien und Wählergruppen kleben zwar meist nicht vor Ort, aber hängen jetzt vor den Kommunalwahlen am 8. März ihre vorbereiteten Kandidaten in die Gegend.
Das steht dem Straßenbild auch gut zu Gesicht, finde ich. Die Menschen, die sich für die Wahl zum Bürgermeister- oder Landrats-Amt zur Verfügung stellen, lächeln ja allesamt ganz wunderbar heraus aus den Motiven. Oder auch herab, wenn sie an Laternen hängen. Dort werden sie von den fleißigen Ehrenamtlichen in luftiger und frostiger Höhe angebracht, um sympathische Präsenz zu zeigen.
In Eckental hat der Gemeinderat im Herbst mit deutlicher Mehrheit entschieden, die Wahlplakatierung nicht auf vorübergehend errichtete, gemeindliche Flächen zu beschränken. Als positives Beispiel wurde Garmisch-Partenkirchen angeführt. Dort sei „das Ortsbild geschützt” vor dem „Wildwuchs” an Plakatständern und Plakaten. Doch für derlei Überlegungen muss man gar nicht in die Ferne blicken. Direkt in der Nachbarschaft kann man in Kalchreuth und im Markt Igensdorf solche Regelungen bewundern. Und durchaus feststellen: Richtig schön sind sie nicht, die Kandidatenpranger aus Bauzaunelementen, vor allem wenn sie nur teilweise bestückt sind.
Ich finde, alle sechs Jahre darf die direkteste Demokratie durchaus im Ortsbild sehr sichtbar werden. Von den wackeren Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern, die sich beim Fotoshooting sichtlich Mühe gaben, lasse ich mich sehr gerne hundertfach anlächeln. Vom Plakat noch viel lieber als im Smartphone.
Ihr Gloss’n Hans
Autor:Gloss'n Hans aus Eckental |
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