Extreme Waldbrandgefahr
Bald Warnstufe 5

Ein Waldbrand am vorletzten Juniwochenende südlich von Nürnberg konnte schnell eingedämmt werden. Auch im gesamten Reichswald ist die Waldbrandgefahr aktuell extrem hoch. | Foto: Johannes Lang, BaySF
  • Ein Waldbrand am vorletzten Juniwochenende südlich von Nürnberg konnte schnell eingedämmt werden. Auch im gesamten Reichswald ist die Waldbrandgefahr aktuell extrem hoch.
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Der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten warnt eindringlich vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr in den Wäldern der Region.Laut dem Deutschen Wetterdienst DWD wird für die Station Nürnberg-Flughafen am Sonntag die höchste Warnstufe 5 erreicht, flächendeckend kann von der Stufe 4 ausgegangen werden.

Besonders kritisch ist der Zustand der bodennahen Schichten im Wald: Durch die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen sind Laub, Nadeln, Gras und Humus sehr trocken. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Meist entstehen solche Brände durch menschliche Unachtsamkeit – etwa durch weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer oder heißen Katalysatoren von Fahrzeugen.

„Wir erleben erneut eine ausgeprägte Hitzewelle. Die letzten Niederschläge liegen so weit zurück, dass der Oberboden und die Krautschicht in großen Teilen stark ausgetrocknet sind“, sagt Forstbetriebsleiter Johannes Wurm. „Lange Hitzeperioden mit ausgeprägten Trockenphasen beobachten wir inzwischen regelmäßig. Sie entsprechen den Prognosen der Klimaforscher und sind eine klare Folge des Klimawandels, die uns zunehmend vor Herausforderungen stellt.“

Der Forstbetrieb Nürnberg appelliert daher eindringlich an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, besonders umsichtig zu sein. Das ganzjährig geltende Feuerverbot im Wald und in dessen unmittelbarer Nähe ist strikt einzuhalten. Offenes Feuer, Grillen oder das Rauchen im Wald sind verboten. Fahrzeuge dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile trockenes Gras entzünden können.Sollte dennoch Rauch oder Feuer im Wald bemerkt werden, ist umgehend der Notruf 112 zu wählen. Schnelles Handeln kann im Ernstfall entscheidend sein, um größeren Schaden abzuwenden.
Der Forstbetrieb Nürnberg beobachtet die Lage weiterhin aufmerksam und bittet alle Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Rücksichtnahme.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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