DIGITALE VORLESESTUNDE FÜR KLEIN UND GROSS UND ALLE INTERESSIERTEN MITTENDRIN
SCHNEE und nochmal SCHNEE

Eckental im Februar 2021: Schneelandschaft mit Eckerberg und Lindelberg
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  • Eckental im Februar 2021: Schneelandschaft mit Eckerberg und Lindelberg
  • Foto: M.Schi.
  • hochgeladen von Annegret Schildknecht

LIEBE KINDER, ELTERN, GROSSELTERN, ERZIEHERINNEN, JUNG UND ALT UND ALLE INTERESSIERTEN MITTENDRIN,
herzlich willkommen zu meiner heutigen digitalen Vorlesesestunde,
die ich gleich mit einer Frage beginne:

Wisst ihr eigentlich, woher der SCHNEE seine Farbe bekam?
Und wisst ihr, woher das SCHNEEGLÖCKCHEN seinen Namen bekam?
Nein? … Na dann erzähle ich euch jetzt ein zauberhaftes altes Märchen:

Vor langer, langer Zeit war der Schnee so farblos und durchsichtig wie der Wind. Aber alle anderen Dinge hatten schon ihre Farbe:
Die Erde war braun, das Gras grün, die Rose rot, die Glockenblume blau, die Sonnenblume gelb, der Himmel blau und die Sonne golden.
Nur für den Schnee war keine Farbe übrig geblieben.
Da fragte der farblose Schnee die ERDE, ob sie ihm von ihrer braunen Farbe etwas abgeben könne, aber die Erde hörte ihn nicht.

Da ging der Schnee weiter und kam zum GRAS und sagte: „Gib mir doch von deiner grünen Farbe.“ Aber das Gras lachte nur und gab ihm keine Farbe ab.

Er ging zur ROSE und bat um ein Stückchen aus ihrem roten Kleid, doch die stolze Rose wandte sich nur ab und behielt ihre Farbe für sich.

eine Schönheit: die Rose

Von der GLOCKENBLUME erbat der Schnee ein blaues Gewand

und von der SONNENBLUME ein gelbes.

Doch alles Bitten half nicht.
Der Schnee aber wollte einen schönen farbigen Rock haben und nicht wie der Wind farblos durch die Welt ziehen.
Aber die Erde, das Gras und alle Blumen, die der Schnee nach etwas Farbe fragte, lachten ihn aus und sie schickten ihn fort, ohne ihm etwas von ihrer Farbe abzugeben.
Da wurde der farblose Schnee traurig, setzte sich zu einer kleinen weißen Blume mit winzigen Blütenglöckchen, die am Waldrand stand, und sagte:
„Wenn mir niemand etwas von seiner Farbe abgibt, so ergeht es mir wie dem farblosen Wind. Der ist bestimmt nur deshalb oft so böse, weil man ihn nicht sieht. Deshalb bläst er manchmal so wild und so laut, damit die Menschen, wenn sie ihn schon nicht sehen, wenigstens spüren und hören können.“
Das Blümchen hatte Mitleid mit dem Schnee und sagte:
„Wenn dir mein weißes Kleid gefällt, dann will ich dir gerne etwas davon abgeben.“

Überglücklich nahm der Schnee das Geschenk an und seitdem ist der Schnee weiß.
Aber auf die anderen Blumen und auf die Gräser ist der Schnee seither nicht gut zu sprechen. Er deckt sie mit seinem Weiß zu, wo er nur kann, und er lässt alle Blumen erfrieren – nur nicht die kleine Blume mit ihren weißen Glöckchen, die darf schon im Winter blühen, wenn alle anderen Blumen noch im Schutz der Erde schlafen.

Und die kleine weiße Blume bekam bald den Namen SCHNEEGLÖCKCHEN,
da sie dem SCHNEE etwas von ihrer schönen weißen Farbe geschenkt hatte.

Schneeglöckchen mit grünem Rand, wo sich der Schnee etwas weiße Farbe genommen hat.
  • Schneeglöckchen mit grünem Rand, wo sich der Schnee etwas weiße Farbe genommen hat.
  • Foto: M.Schi.
  • hochgeladen von Annegret Schildknecht

Frage an die Kinder:
Habt ihr schon mal ein Schneeglöckchen ganz genau betrachtet?
Wenn ihr das tut, dann könnt ihr am Rand der Blütenblätter sehen, wo sich der Schnee die Farbe genommen hat: dort schimmert es nämlich noch heute grün.
Tipp: Zu diesem alten Märchen gibt es ein Bilderbuch von Heinz Janisch mit zauberhaften Illustrationen von Silke Leffler (Titel: Warum der Schnee weiss ist, Annette Betz Verlag).

Mit meinen Vorlesekindern im evangelischen Kindergarten Eckenhaid, wie auch mit den Bewohnern im Seniorenzentrum Martha-Maria in Forth, habe ich bereits in einer ehemaligen Präsenzvorlesestunde die vielen wunderschönen, farbenprächtigen Blumenbilder im Buch bewundert. Das Interesse und die Freude waren bei allen groß. Im Kindergarten wurden die Hälse der Kinder immer länger, um alles genau zu sehen, und ihre Augen haben geleuchtet.
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„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben:
die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages
und die leuchtenden Augen der Kinder.“

(Dante Alighieri, 1265-1321, italienischer Philosoph)
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Nun wünsche ich ALLEN: Bleibt gesund!
Und, falls jemand krank ist: Werdet ganz schnell wieder gesund!
Bis zum fröhlichen Wiedersehen wünsche ich ALLEN, Klein und Groß, viel Freude beim gemeinsamen Lesen, Vorlesen, Zuhören und Bilderbücher anschauen!
Ade und Tschüss und alles Liebe und Gute!
Annegret Schildknecht

Hinweis:
Meine digitalen Vorlesestunden und Video-Vorlesestunden für Jung und Alt und alle Interessierten als Ersatz für coronabedingt nicht mögliche Präsenz-Vorlesestunden sind hier
(bitte anklicken)
Hinweis: Meine Beiträge kommen im Seniorenzentrum Martha-Maria durch die Sozialbetreuung und im evangelischen Kindergarten Eckenhaid durch die Erzieherinnen zum Einsatz. Außerdem sind sie auf der Homepage der Friedenskirche Eckenhaid zu finden, siehe im Internet unter: www.friedenskirche-eckenhaid.de
Hinweis: Das Copyright für Videos und Fotos mit der Angabe "M.Schi" liegt bei: Dr. Manfred Schildknecht

Autor:

Annegret Schildknecht aus Eckental

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