Unterstützung vor Ort
Click and Collect im wochenblatt-Land

Gute Idee: bestellen, abholen und den lokalen Handel unterstützen!
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Der Corona-Lockdown bringt viele Betriebe in Bedrängnis – unter anderem den stationären Einzelhandel, soweit er nicht Lebensmittel oder ähnliches anbietet. Seit 11. Januar dürfen Einzelhändler in Bayern die Selbstabholung von telefonisch oder online vorbestellten Waren anbieten. Diese Einkaufsvariante gab es schon vor Corona, aber erst jetzt wurde sie als „Click & Collect“ oder auch „Call & Collect“ populär.

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Vorteile für Kunden und Händler

Vorteil für die Kunden: Man hat keine Versandkosten, die Abwicklung kann schneller erfolgen als bei Onlinekauf und man hat die Möglichkeit einer (telefonischen) Beratung. Oft kann man Waren mitnehmen, zuhause anprobieren und das nicht passende zurückbringen. Viele Geschäfte im wochenblatt- Land bieten während des mindestens bis Ende Januar andauernden Lockdowns ausdrücklich „Click & Collect“ an, so wie es die Gastronomie schon seit Beginn der Pandemie praktiziert. Der Verkauf „zwischen Tür und Angel“ wird die Umsatzverluste durch den Lockdown zwar nicht annähernd ausgleichen können, aber man kann die Einbußen verringern und bleibt mit seinen Kunden in Kontakt.

Peters Radl Stadl“ in Igensdorf bietet im Lockdown nicht nur Reparaturannahme, sondern auch Bikes, Teile und Zubehör, die an der Ladentür abgegeben werden. Gerhard Ihl, Fachmann für Unterhaltungselektronik in Heroldsberg, liefert, montiert und repariert auf Anfrage Geräte und bietet „Click & Collect“ mit Bestellung per Telefon oder E-Mail wochentags von 10 bis 16 Uhr. Margit Weiß stellt „faszinierende Schuhmode für Damen“ sowie modische Outfits für ihre Kundinnen zum Abholen bereit und kommuniziert per Handy, WhatsApp, Social Media, Homepage und Schaufenster. Gute Schuhe für Damen, Herrenund Kinder kann man im Schaufenster von Schuhhaus Huhle in Forth begutachten und vorauswählen, am Ladenfenster abholen und bequem zuhause anprobieren. Bei „Schmuck im Zentrum“ steht Hanna Pflaum montags, mittwochs und freitags für ihre Kunden bereit, um telefonische Abholtermine für Schumuck und Uhren zu vereinbaren. In der „Bücherecke am Rathaus“ arbeitet Margit Forster schon lange mit einem Online-Shop, zusätzlich kann man direkt im Laden bestellen per Telefon, E-Mail, Fax oder WhatsApp. Der Einkauf kann nicht nur abgeholt, sondern auch geliefert werden. Auch das Buch- und Mediencenter Endreß bietet mit „Click & Collect“ die Möglichkeit aus dem gesamten Sortiment Schreibwaren, Schulbedarf, Bastelartikel, Bürobedarf, Geschenkpapiere, Glückwunschkarten und vielem mehr zu bestellen und an der extra eingerichteten Abholstation abholen zu können. Möglich ist das Bestellen direkt im Onlineshop, per Telefon/ WhatsApp, E-Mail, Fax und via Social Media. Stylische Mode für Damen und Herren gibt es auch weiterhin bei Mode Weidinger in Eschenau. Eine vereinbarte Abholung zum Probetragen ist ebenfalls möglich. Per EMail und Telefon sowie Facebook/ Instagram nimmt Sven Weidinger die Anfragen gerne entgegen.

Regelungen für Call & Collect

Unter folgenden Voraussetzungen können Kunden die online oder per Telefon bestellten Artikel vor Ort abholen (Quelle: IHK):

1. Strikte Einhaltung eines Schutz- und Hygienekonzeptes, das Einzelhändler schriftlich ausarbeiten müssen. Darin sind insbesondere Maßnahmen vorzusehen, die eine Ansammlung von Kunden beispielsweise durch gestaffelte Zeitfenster vermeiden.

2. Die Bereitstellung von Waren zur Abholung darf nur an einem entsprechenden Abholschalter oder ganz außerhalb des Ladengeschäfts stattfinden. Die Verkaufsräume als solche dürfen nicht für die abholende Kundschaft geöffnet werden.

3. Für das Personal, die Kunden und ihre Begleitpersonen gilt die Pflicht eine FFP2-Maske zu tragen. Darüber hinaus bleibt in Bayern das Einkaufen weiterhin ein zulässiger Grund, den 15-Kilometer-Radius in Corona-Hotspots mit sehr hohen Infektionszahlen zu verlassen. Der 15-Kilometer-Radius bezieht sich in Bayern ausschließlich auf touristische Tagesausflüge.

Einzelhandel will „AUF_merksam machen“

Mit der Überschrift „Wir machen AUF_merksam“ fordert eine deutschlandweite Kampagne von der Politik dringend Unterstützung für den stationären Einzelhandel. Wichtig ist den Initiatoren, sich von Coronaleugnern, Rechtsradikalen oder Maskenverweigerern zu distanzieren. Sie wollen „AUF_merksam“ machen auf die existenzgefährdende Situation für den stationären Einzelhandel.

Der Mode läuft die Zeit davon

Viele Händler, insbesondere in der Modebranche, handeln mit „verderblicher“ Ware, die, wenn sie nicht verkauft wird, nahezu komplett abgeschrieben werden müsse, warnt Sven Weidinger. Es geht nicht nur darum, einen Teil der Fixkosten zu erstatten, denn der viel größere Verlust sei der Warenbestand, der Tag für Tag ein größeres Loch in die Reserven reißt.

Man wolle mit der Aktion niemanden gesundheitlich gefährden, rufe weder zur Teilnahme an Demos oder widerrechtlichen Ladenöffnung auf und werde die angeordneten Maßnahmen befolgen – aber sei „einfach untragbar, dass wir keine angemessene Entschädigung erhalten!“

„Mit dem drohenden Verlust des Einzelhandels gehen tausende Arbeitsplätze verloren und die Attraktivität des Kulturgutes Innenstadt steht für uns alle auf dem Spiel.“ In den Sozialen Medien sollen alle Teilnehmer ihre Beiträge posten unter #wirmachen-UFmerksam und #freundschaftsdienst.

VOR ORT HANDELN war schon vor Corona wichtig

Die örtliche Initiative VOR ORT HANDELN macht schon seit 2014 auf den Wert einens lebendigen Einzelhandels vor Ort aufmerksam – lange vor Corona und seit 2020 als Mitglied im Bundesverband der Regionalbewegung. Statt beim Einkaufen nur gedankenlos auf weltweit agierende Onlinekonzerne zu setzen, sollte man auch örtliche Angebote im Blick haben. Denn starke regionale Wirtschaftskreisläufe mit einem lebendigen örtlichen Einzelhandel sorgen vor Ort für Lebensqualität, Arbeitsplätze, Praktikums- und Ausbildungsplätze und sind Grundlage für Handwerk und Finanzdienstleistung vor Ort.

Deshalb gilt es jetzt mehr denn je, den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen – auch mit Click & Collect.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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