„How kola!“
Gräfenberger Mittelschüler mit Abenteuer und Gemeinschaft ins Schuljahresende
- PowWow im Indianerlager Stone Hill bei Gräfenberg
- hochgeladen von wochenblatt - Redaktion
Die Fünftklässler der Mittelschule Gräfenberg erleben einen besonderen Tag im Indianerlager Stone Hill. „How kola!“ – „Hallo Freunde!“ Mit diesen Worten begrüßte die Sonnenfrau, im Schulalltag besser bekannt als Schulleiterin Frau Meyer, am 27. Juli die fünften Klassen der Mittelschule Gräfenberg im Indianerlager Stone Hill. Ein Ort, den viele der Kinder bereits kennen – und trotzdem immer wieder gerne besuchen.
Schon zum Schuljahresbeginn hatten die neuen Fünftklässler dort einen besonderen Tag verbracht. Damals stand vor allem das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt: Aus vielen einzelnen Kindern sollte eine Gemeinschaft werden. Weil dieser Auftakt bei den Schülerinnen und Schülern so gut angekommen war, war schnell klar, dass auch der Abschluss des Schuljahres im Stone Hill stattfinden sollte.
Während ein Wandertag zum Teufelstisch bei den Gräfenberger Kindern schon einmal ein müdes „Da waren wir doch schon!“ hervorruft, sorgt das Indianerlager jedes Mal aufs Neue für Begeisterung. Und so startete der lange Tag mit viel Energie und Neugier.
Unterstützt von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9bM ging es am Vormittag an verschiedene Stationen. Beim Axtwerfen konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, beim Bogenschießen gab es für viele etwas Neues zu entdecken. Dabei wurde nicht nur ausprobiert und gelernt, sondern auch kräftig angefeuert, geholfen und miteinander gelacht.
Gerade darin lag ein wichtiger Teil des Tages: Die Kinder mussten warten, bis sie an der Reihe waren, andere ermutigen, sich über deren Erfolge freuen und manchmal auch die eigene Enttäuschung aushalten, wenn etwas nicht auf Anhieb gelang. Soziales Lernen geschah ganz nebenbei – und vor allem mit viel Spaß.
Nach der Mittagspause wurde es wieder aktiv. Beim „Kampf der Tiere“waren Bewegung, Geschick und vor allem Zusammenarbeit gefragt. Später erfuhren die Kinder in Geschichten mehr über die Bedeutung der Himmelsrichtungen und tauchten dabei noch tiefer in die besondere Atmosphäre des Stone Hill ein.
Der weitläufige Platz mitten in der Natur bot zwischen den Programmpunkten auch genügend Raum zum Durchatmen. Wer eine Pause brauchte, konnte sich zurückziehen. Wer noch Energie hatte, nutzte jede freie Minute zum Spielen. Für manche war der lange Tag von 8 bis 20 Uhr durchaus anstrengend – andere hätten offenbar gerne noch weitergemacht.
Besonders stimmungsvoll wurde es beim PowWow – also der gemeinsamen Zusammenkunft. Anfangs noch etwas zaghaft, wurden die Lieder im Laufe des Tages immer lauter und sicherer mitgesungen. Und natürlich wollte jeder einmal die Trommel schlagen.
So wurde der Ausflug zu weit mehr als einem schönen Schuljahresabschluss. Das Indianerlager Stone Hill bot den Kindern einen besonderen außerschulischen Lernort, an dem Bewegung, Natur, Geschichten und gemeinsames Erleben miteinander verbunden wurden. Vor allem aber konnten die Schülerinnen und Schüler erfahren, was eine Gemeinschaft ausmacht: aufeinander achten, sich gegenseitig helfen, gemeinsam lachen, Neues wagen und auch einmal über sich selbst hinauswachsen.
Als am Abend ein langer und ereignisreicher Tag zu Ende ging, waren sich wohl viele einig: Das Stone Hill kennt man in Gräfenberg vielleicht schon lange – langweilig wird es dort trotzdem nie.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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