Rund 350 protestieren gegen geplante Deponie
Bürger sind besorgt
- Die neu gegründete Bürgerinitiative freute sich über die große Teilnehmerzahl bei der Protestwanderung zur Tongrube Mistelberg.
- Foto: Privat
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Gemeinsame Wanderung findet großen Zuspruch
Am Tag der Deutschen Einheit fand die erste öffentliche Protestkundgebung gegen die geplante Deponie in der Tongrube am Mistelberg zwischen Kalchreuth und Heroldsberg statt. Auf Initiative der Bürgerinitiative „depoNIE“ waren die Bürgerinnen und Bürger beider Gemeinden zu einer gemeinsamen Protestwanderung aufgerufen. Rund 350 Menschen folgten dieser Einladung und machten sich sowohl von Heroldsberg als auch vom Wanderparkplatz an der Buchenbühler Straße von Kalchreuth aus auf den Weg zur Tongrube. Der große Zuspruch unterstreicht, wie sehr das Vorhaben die Menschen vor Ort besorgt.
Bedenken wegen Verkehr, Luft und Trinkwasser
Friedlich, aber mit Nachdruck brachten Jung und Alt gemeinsam ihre Sorgen und Bedenken gegenüber dem geplanten Bau einer Deponie zum Ausdruck. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten selbst gestaltete Schilder und Plakate mitgebracht, auf denen ihre Anliegen deutlich wurden: „Kein LKW-Verkehr entlang der Schulwege“, „Saubere Luft ist kein Luxus“, „Mensch, Tier und Umwelt zuerst“ oder „Unser Trinkwasser ist unbezahlbar“.
In ihrer Ansprache machte BI-Sprecherin Nadine Meier deutlich, wofür die Bürgerinitiative steht: „Wir sind hier, weil uns unsere Heimat nicht egal ist, weil wir unsere Naturschützen wollen, weil wir uns Gedanken um unser Wasser, unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität machen. Wir sind hier, weil wir unsere Kinder und Bürger*innen schützen wollen. Vor allem aber sagen wir ganz klar: NEIN zur Deponie!“
Unterstütung beim Einwendungstreff
Die Bürgerinitiative wird ihr Engagement nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen fortsetzen. So wird ein „Einwendungstreff“ am 10. Oktober von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr im Kulturbahnhof Kalchreuth stattfinden. Dort unterstützen Mitglieder der Bürgerinitiative bei der Formulierung von schriftlichen Einwendungen an das Bergamt Nordbayern. Die Schreiben können direkt vor Ort ausgedruckt werden.
www.mistelberg.com
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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