Alte Obstbäume
Seltene Sortenschätze gesucht
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Im Rahmen des Bayerischen Streuobstpakts suchen die höhere Naturschutzbehörde an der Regierung von Oberfranken und die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Forchheim gemeinsam nach alten und seltenen Apfel- und Birnensorten. Dabei bitten sie um Unterstützung.
Auf Streuobstwiesen, in alten Gärten oder entlang von Wegen stehen noch vereinzelt Apfel- und Birnbäume, deren Sorten heute möglicherweise nicht mehr im Handel erhältlich sind. Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, diese besonderen Sorten zu finden und anhand ihrer Früchte zu bestimmen. Besonders seltene und erhaltenswerte Sorten sollen anschließend durch Vermehrung langfristig gesichert werden.
Von besonderem Interesse sind:
- sehr alte Apfel- und Birnbäume, insbesondere über 100 Jahre alte Exemplare,
- Bäume mit einer besonderen Geschichte oder Herkunft
- Bäume mit auffälligen oder außergewöhnlichen Früchten.
Eine Bestimmung der Bäume ist möglich, wenn diese zumindest einige Früchte (5-10 reichen) tragen. Ende September wird der Pomologe Hans-Joachim Bannier – einer der erfahrensten Experten für die Bestimmung von Obstsorten – für einen Tag im Landkreis Forchheim sein.
Wer Standorte mit solchen Bäumen kennt, meldet sich gerne bis Sonntag, 20. September, bei den Naturschutzbehörden. Benötigt wird der genaue Standort, wenn möglich gerne mit einem Foto des Baums und seiner Früchte. Auch Hinweise zum Alter, zur Herkunft oder zur Geschichte des Baums sind hilfreich. Bitte Kontaktdaten für Rückfragen angeben.
Am Mittwoch, 23. September, wird Herr Bannier gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde im Bereich Kunreuth und Dobenreuth/Gosberg unterwegs sein. Bei weiter entfernten Standorten im Landkreis möchte die Naturschutzbehörde einige wenige Früchte vorher einsammeln und dem Pomologen zur Sortenbestimmung vorlegen. Hinweise nimmt Dominik Frieling von der höheren Naturschutzbehörde telefonisch (0921/6041982) oder per Mail entgegen. Alternativ nimmt die Untere Naturschutzbehörde Meldungen per Mail entgegen.
Mit einem Hinweis tragen Meldende dazu bei, seltene Obstsorten als wertvollen Teil der heimischen Kulturlandschaft zu bewahren.
Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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