Ausgebremst
Handarbeit am Bahnübergang

Zwei Bahnübergangsposten gewährleisten den Betrieb, bis die technische Steuerung von Schranken und Ampel wieder sicher funktioniert.
 | Foto: Uwe Rahner
  • Zwei Bahnübergangsposten gewährleisten den Betrieb, bis die technische Steuerung von Schranken und Ampel wieder sicher funktioniert.
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Immer, wenn ein Zug naht, spannen zwei Bahnmitarbeiter orange-weiß gestreifte Bänder über die Straße, stellen Warndreiecke mit dem Zusatz „Halt” auf die Fahrbahn und geben dem Lokführer entsprechende Handzeichen.

Die Gräfenbergbahn quert hier die Forchheimer Straße (Staatsstraße 2236), direkt an der Einmündung in die B2. Die Bahnsicherungsanlage wird zusammen mit der Ampelanlage für die B2 und Staatsstraße gesteuert.

Allerdings ist in Folge eines technischen Defekts die Ansteuerung der Lichtsignale für den Straßenverkehr gestört, wie eine Bahnsprecherin auf Nachfrage mitteilt. Die Ampel stand dadurch für den Straßenverkehr teils dauerhaft auf rot. Eine Reparatur der Anlage sei leider nicht möglich, weil notwendige Ersatzteile für die hier verbaute Technik auf dem Markt nicht mehr verfügbar sind.

Eine vorübergehende Sicherung mit Bahnübergangsposten sei jedoch nicht ungewöhnlich, sondern komme bundesweit in Einzelfällen vor, etwa wenn die Bahnübergangstechnik defekt ist und repariert werden muss. Hierfür gebe es klare Regelungen und die eingesetzten Mitarbeitenden seien entsprechend qualifiziert, die Sicherheit stehe dabei immer an erster Stelle.
Immerhin bleibt durch die vorübergehende Sicherung mit Personal der Zugverkehr möglich – ohne Fahrzeitverlängerung für Reisende in der Gräfenbergbahn.

Die DB InfraGO arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung. In Abstimmung zwischen der DB und den zuständigen Behörden wird die künftige Ausgestaltung des Bahnübergangs erörtert. Eine Zeitschiene könne dementsprechend leider noch nicht genannt werden.

Die Bahnlinie Nürnberg-Nord – Gräfenberg wurde ab 1904 gebaut, 1908 in Betrieb genommen und zunächst für eine „Wiederbelebung” von 1998 bis 2000 modernisiert. Ein 2018 vorgestellter Fünf-Stufen-Plan sieht als „langfristige Lösungen” der Stufe 4 neben bereits erfolgten Brückenneubauten auch die Erneuerung von fünf Bahnübergängen vor.

Autor:

wochenblatt - Redaktion aus Eckental

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